Wann eine Brandwache nötig wird
Schweißen, Brennschneiden, Löten, Flexen oder Arbeiten mit dem Gasbrenner gelten als feuergefährliche Arbeiten. Dort, wo brennbare Stoffe in der Nähe sind und sich nicht entfernen lassen, verlangen Auftraggeber, Versicherer oder die Betriebsanweisung meist einen Erlaubnisschein und einen Brandsicherheitsposten. Dieser beobachtet den Arbeitsbereich, hält Löschmittel griffbereit und greift sofort ein, wenn ein Glutnest entsteht.
Fast ebenso wichtig ist die Zeit danach. Glimmende Funken in Dämmung, Hohlräumen oder Holzbalken zeigen sich oft erst nach einer Stunde oder später. Deshalb gehört zu jeder Brandwache eine Nachkontrolle, deren Dauer im Erlaubnisschein steht.
Gebäude und Anlagen mit erhöhtem Risiko
Im Bezirk fallen Heißarbeiten an sehr unterschiedlichen Orten an. Beispiele für Lagen, in denen eine Brandwache typischerweise gefragt ist:
- Schloss Bergedorf an der Bille mit dem Museum für Bergedorf und die Vierlande – historische Bausubstanz mit Holzkonstruktionen
- Gasthaus Stadt Hamburg aus dem Jahr 1550 und weitere Altbauten rund um Sachsentor und Serrahn
- Fachwerkhäuser und Kirchen in den Vierlanden, etwa in Neuengamme und Kirchwerder
- Neubau des Körber-Campus im Innovationspark – Stahlbau, Haustechnik und Anlagenmontage
- Logistik- und Gewerbehallen im Gewerbegebiet Allermöhe am Billwerder Ring
- Kliniken wie das Bethesda Krankenhaus am Glindersweg, in denen bei laufendem Betrieb umgebaut wird
Altbau und Denkmal: wenig Spielraum
Bei historischen Gebäuden sind die Brandlasten oft verborgen. Alte Dachstühle, Holzdielen über Hohlräumen, trockene Lehmschüttungen und frühere Umbauten mit unbekannten Materialien machen jede Arbeit mit Brenner oder Flex heikel. Hinzu kommt, dass sich Ausstellungsstücke, Inventar oder Orgeln nicht einfach ausräumen lassen.
Unsere Brandsicherheitsposten gehen deshalb vor Arbeitsbeginn mit dem Handwerker die Umgebung ab, prüfen angrenzende Räume und Geschosse und legen fest, wo Funken hinfallen können. Während der Arbeit halten sie Blickkontakt, nach Abschluss tasten sie Bauteile ab und kontrollieren in Abständen erneut, bis die Nachlaufzeit vorbei ist.
Neubau und Halle: Tempo und viele Gewerke
Auf großen Baustellen wie im Innovationspark arbeiten gleichzeitig Stahlbauer, Lüftungsbauer, Elektriker und Sanitärfirmen. Heißarbeiten finden an mehreren Stellen parallel statt, häufig in Hallen mit Folien, Verpackungsmaterial und Dämmstoffen. Hier stellen wir je Arbeitsstelle einen Posten oder einen Posten für mehrere benachbarte Stellen, je nachdem, was der Erlaubnisschein und die Sicht zulassen.
In laufenden Lagern oder Kliniken kommt hinzu, dass Brandmelder im Arbeitsbereich manchmal abgeschaltet werden. Dann ist der Posten die einzige Überwachung. Wir sprechen mit Ihnen ab, wann Melder wieder scharf geschaltet werden, und bleiben bis dahin vor Ort.
Gewächshaus, Scheune und Werkstatt in den Vierlanden
Weniger bekannt, aber häufig: Heißarbeiten in Gartenbaubetrieben und auf Höfen der Vier- und Marschlande. Dort werden Stahlgerüste von Gewächshäusern geschweißt, Heizungsanlagen erneuert oder Dachrinnen an Scheunen mit dem Brenner verlötet. In der Nähe liegen Stroh, Folien, Paletten und Kraftstoff für Landmaschinen, und die nächste Feuerwache ist weiter entfernt als im Zentrum. Ein Brandsicherheitsposten sorgt hier dafür, dass ein Funke nicht unbemerkt bleibt. Er räumt mit dem Betrieb vorab brennbares Material zur Seite, deckt Unverrückbares ab und prüft nach Arbeitsende auch Dachböden und angrenzende Lagerräume, bevor er den Hof verlässt.
Personal und Ablauf
Unsere Brandsicherheitsposten sind in der Handhabung von Feuerlöschern unterwiesen und kennen die Abläufe nach Erlaubnisschein. Hamburg ist für uns tägliches Einsatzgebiet, geplant wird aus Neumünster, kurzfristige Einsätze für einzelne Tage sind möglich. Die Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, das Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO.
Mehr zum Dienst finden Sie unter Brandwachen, den Überblick für Hamburg unter Brandwache in Hamburg und weitere Leistungen im Bezirk unter Sicherheitsdienst Hamburg-Bergedorf.
Kosten einer Brandwache
Eine Brandwache wird nach tatsächlicher Einsatzzeit einschließlich Nachkontrolle abgerechnet, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo im Rahmen Ihr Einsatz liegt, hängt davon ab, ob die Heißarbeiten tagsüber oder in Randzeiten und nachts stattfinden, wie lange die Nachlaufzeit ist und wie viele Posten gleichzeitig gebraucht werden. Kurzeinsätze von wenigen Stunden sind ebenso möglich wie eine Begleitung über mehrere Wochen bei einem größeren Umbau.


