Bauen in Meppen: wo gerade viel passiert
In der Meppener Innenstadt läuft derzeit ein umfangreicher Umbau. Die Lindhorst-Gruppe baut die frühere Einkaufspassage MEP zwischen Bahnhofstraße und Kolpingstraße zum Ems-Quartier um. Entstehen sollen rund 7.200 Quadratmeter Verkaufsfläche im Erdgeschoss, ein Hotel mit 105 Zimmern, Büros, Räume für die Musikschule des Emslandes und eine Tiefgarage mit 468 Stellplätzen auf zwei Ebenen. Die Eröffnung ist für Sommer 2027 geplant.
Hinzu kommen weitere Vorhaben: Der Campus des Krankenhauses Ludmillenstift wird seit 2023 erweitert und in Teilen neu gebaut, im Gewerbegebiet Nödike werden zwei angrenzende Flächen mit zusammen rund 14 Hektar erschlossen, und im Westen bereitet ein Bebauungsplan die Erweiterung des Industriegebiets am Kreisforst vor.
Baustellenarten und ihre Schwachstellen
Jede dieser Baustellen hat eigene Risiken. In der Innenstadt geht es oft um Vandalismus und Neugierige, auf Erschließungsflächen eher um Diebstahl von Kupferkabel, Diesel und Werkzeug.
- Innenstadtbaustelle Ems-Quartier: eng bebaut, nahe Bahnhof und Ems-Seitenarm, viele Passanten, Baugrube und Tiefgaragenebenen.
- Klinikbaustelle am Ludmillenstift: laufender Krankenhausbetrieb nebenan, Rettungswege müssen frei bleiben.
- Erschließung in Nödike: offene Flächen mit Kabeltrommeln, Rohren und Baumaschinen, nachts kaum Menschen in der Nähe.
- Gewerbeflächen im Rühlerfeld und im Industriepark Versen: Hallenneubauten nahe der A 31 mit schneller Abfahrt für Diebe.
- Neubau des Technologieparks an der Schützenstraße: zentrale Lage mitten in der Stadt.
Was die Bewachung leistet
Bewacht wird dann, wenn auf der Baustelle niemand arbeitet: abends, nachts, am Wochenende und über Feiertage. Je nach Größe und Gefährdung stellen wir einen festen Posten oder fahren die Baustelle mehrfach pro Nacht an. Die Kraft kontrolliert Bauzaun und Tore, prüft Container und Materiallager, achtet auf Fremde auf dem Gelände und hält fest, ob Maschinen abgestellt und gesichert sind.
Tagsüber kann eine Kraft die Zufahrt regeln: Lieferungen erfassen, Fremdfirmen anmelden, Unbefugte vom Baufeld fernhalten. Bei einem Vorfall verständigt sie Polizei und Bauleitung nach vereinbarter Kette.
Dokumentation für Bauleitung und Versicherung
Für die Bauleitung ist wichtig zu wissen, in welchem Zustand die Baustelle am Morgen übernommen wird. Unsere Kräfte notieren bei jeder Kontrolle Uhrzeit, Zustand von Zaun und Toren und jede Auffälligkeit. Wird ein Schaden festgestellt, steht genau fest, wann er zuletzt nicht da war.
Diese Aufzeichnungen helfen auch gegenüber dem Versicherer. Ein lückenloser Nachweis über die Bewachung kann im Schadensfall die Klärung erleichtern.
Bei mehreren Gewerken auf einem Baufeld, wie es beim Umbau eines ganzen Geschäftshauses üblich ist, kommt eine weitere Frage hinzu: Wer hat wann welchen Bereich betreten, wer hat das Tor zuletzt geschlossen? Wenn die Zufahrt tagsüber von uns geregelt wird, lässt sich auch das später nachvollziehen. Das schützt die Bauleitung bei Streit zwischen Firmen über fehlendes Material oder beschädigte Bauteile und schafft eine klare Grundlage für Gespräche mit Nachunternehmern.
Einsatzplanung für Meppen
Meppen gehört zu unserer Kernregion Nord, die Einsätze plant unsere Niederlassung Bremen. Ein Büro in Meppen haben wir nicht. Vor Beginn sieht sich eine Ansprechperson die Baustelle an, bespricht Zugänge, Lagerplätze und kritische Bauphasen und schreibt daraus die Anweisung für die Kräfte.
Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Bauunternehmen mit weiteren Projekten in Lingen oder im übrigen Emsland können mehrere Baustellen gemeinsam beauftragen. Grundsätzliches zur Leistung steht unter Baustellenbewachung, der Überblick für das Land unter Baustellenbewachung in Niedersachsen.
Kosten der Baustellenbewachung
Für Baustellenbewachung gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Da Bewachung vor allem in Nacht- und Wochenendstunden anfällt, bestimmen diese Anteile den Preis maßgeblich mit. Dazu kommen Größe des Baufelds, Zahl der Zugänge und die Frage, ob ein Dauerposten nötig ist oder Kontrollfahrten reichen.
Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, passen wir die Bewachung an: In der Rohbauphase genügen oft Kontrollen, beim Einbau von Haustechnik und teuren Materialien ist ein Posten sinnvoll. So bleibt der Aufwand in jeder Phase angemessen. Gegen Ende, wenn Ladenflächen oder Stationen schon eingerichtet sind, prüfen wir mit Ihnen erneut, welche Bewachung bis zur Übergabe noch nötig ist.


