Bauen in Oldenburg: lange Vorhaben auf großen Flächen
Oldenburg zählt gut 177.000 Einwohner und baut weiter. Neue Wohnungen entstehen vor allem dort, wo frühere Kasernen, Hafen- und Werksflächen frei geworden sind. Solche Konversionsflächen sind groß, oft nur teilweise bebaut und abends kaum belebt. Für Bauherren heißt das: Zwischen Rohbau, Lagerplatz und Zufahrt liegen weite Wege, die niemand im Blick hat, sobald die Kolonnen abgerückt sind.
Hinzu kommen Umbauten mitten in der Stadt, bei denen Publikumsbetrieb und Baustelle nebeneinander laufen. Hier geht es weniger um Diebstahl im Freien als um klare Grenzen zwischen öffentlichem Bereich und Baufeld.
Wo derzeit gebaut wird
Diese Vorhaben sind öffentlich bekannt und zeigen, welche Arten von Baustellen in Oldenburg anfallen. Genannt sind Projekte, keine Auftraggeber:
- Fliegerhorst im Nordwesten: Die Stadt hat rund 193 Hektar des früheren Militärflugplatzes übernommen; geplant sind etwa 950 Wohnungen für rund 2.000 Menschen. Seit Mai 2023 wird eine Entlastungsstraße gebaut.
- Weser-Ems-Hallen in Donnerschwee: Seit Februar 2026 wird die alte Kongresshalle abgerissen, ein neues Kongress- und Tagungszentrum ist für etwa 2029 geplant.
- Hauptbahnhof: Die denkmalgeschützte Gleishalle von 1915 wird saniert, der Abschluss ist für Ende 2029 vorgesehen; die Empfangshalle wird bis 2027 historisch ausgemalt.
- Hafen Rheinstraße: Seit dem Ende des Umschlags 2016 wird das Ufer am Zusammenfluss von Küstenkanal und Hunte für Wohnungen entwickelt.
- Früheres AEG-Werk in Kreyenbrück: Nach dem Produktionsende 2013 entsteht auf dem Gelände ein neues Quartier.
Was auf Oldenburger Baustellen gefährdet ist
Auf großen Wohnbauflächen stehen Kupferkabel, Werkzeugcontainer, Baustromverteiler und Kraftstoff für die Maschinen oft wochenlang an einem Ort. Wer das Gelände nachts betritt, ist von der nächsten Straße aus kaum zu sehen. Neben Diebstahl sind Vandalismus an Fensterelementen und frisch eingebauter Haustechnik sowie Brandstiftung an Dämmstoffen typische Schäden.
Bei Abriss und Umbau im Bestand kommt ein anderes Risiko hinzu: Halb geöffnete Gebäude locken Neugierige an, und wer sich dort verletzt, wird für den Bauherrn schnell zum Haftungsfall. Am Bahnhof und am Messegelände laufen die Arbeiten zudem dicht an Wegen, die täglich Tausende Menschen nutzen.
Am Hauptbahnhof steigen jeden Tag 20.000 bis 25.000 Reisende ein, aus und um. Wo dort Gerüste stehen und Bereiche der Gleishalle abgesperrt sind, muss jede Absperrung auch nachts dicht bleiben. In Donnerschwee wiederum läuft der Abriss neben einem Messe- und Volksfestgelände, auf dem im Herbst der Kramermarkt stattfindet. Zwischen Baufeld und Besuchern braucht es dann eine Grenze, die auch nach Mitternacht kontrolliert wird.
Auf dem Fliegerhorst schließlich ist das Gelände so weitläufig, dass zwischen bewohnten Häusern und neuen Baufeldern oft nur ein Zaun liegt. Anwohner, Spaziergänger und Baustellenverkehr teilen sich dieselben Wege. Eine Wache, die Unbefugte freundlich, aber bestimmt anspricht, verhindert hier mehr als jede Kamera.
Bewachungsformen je Bauphase
Nicht jede Baustelle braucht die ganze Nacht eine Wache. Wir stimmen die Form auf Bauphase und Wert vor Ort ab:
- Stationäre Nachtwache, wenn hochwertiges Material oder Maschinen offen lagern, etwa beim Innenausbau eines Wohnblocks
- Wechselnde Kontrollfahrten in Erdbau- und Rohbauphasen mit wenig mobilem Gut
- Wochenend- und Feiertagsbesetzung durchgehend von Freitagabend bis Montagmorgen
- Zugangskontrolle am Bautor tagsüber, wenn viele Nachunternehmer gleichzeitig arbeiten
- Schlüssel- und Containerverwaltung mit Übergabeprotokoll
Ändert sich die Bauphase, passen wir die Form an. Viele Baustellen beginnen mit Streifen und wechseln beim Innenausbau auf eine feste Wache.
Ablauf und Organisation
Nach Ihrer Anfrage besprechen wir Zufahrten, Lagerplätze und Ansprechpartner der Bauleitung. Daraus entsteht eine Wachanweisung mit Kontrollpunkten und Meldeweg. Jede Nacht endet mit einem Bericht, den Sie vor Arbeitsbeginn erhalten: Uhrzeiten, Rundgänge, Auffälligkeiten.
Oldenburg gehört zur Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht, geplant wird aus der Niederlassung Bremen. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches zur Leistung steht unter Baustellenbewachung, weitere Orte unter Baustellenbewachung in Niedersachsen und alle Leistungen für die Stadt unter Sicherheitsdienst Oldenburg. Für Baustellen an der Jade siehe Wilhelmshaven.
Kosten der Baustellenbewachung
Für Bauherren zählt vor allem die Laufzeit. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde; eine reine Nachtwache über mehrere Monate liegt anders als eine kurze Wochenendbesetzung. Kontrollfahrten statt Dauerwache senken die Kosten deutlich, wenn wenig Wertvolles offen lagert.
Wir kalkulieren getrennt nach Bauphasen, damit Sie den Aufwand im Bauzeitenplan einordnen können, und passen das Angebot an, wenn sich die Phase ändert.


