Bauen im Bestand prägt die Stadt
Nordenham wächst nicht in die Fläche. Die Einwohnerzahl ist seit Ende der Achtziger von rund 28.700 auf gut 25.700 gesunken, und die Stadt setzt deshalb auf Erneuerung statt auf neue Siedlungen. Zwei Förderprogramme stehen dafür: Im Sanierungsgebiet Einswarden-Zentrum werden bis 2027 Häuser angekauft und abgebrochen, in der Innenstadt soll eine freigezogene Fläche später neu bebaut werden.
Dazu kommen Baustellen der Industrie. Wenn ein Werk eine Halle erweitert, eine Anlage austauscht oder Kaiflächen erneuert, entstehen Baufelder mitten im laufenden Betrieb. Beide Arten haben eines gemeinsam: Nach Feierabend stehen Maschinen, Material und halb abgerissene Gebäude ohne Aufsicht da.
Baustellen mit typischem Sicherungsbedarf
Die folgenden Beispiele beschreiben reale Vorhaben und Bereiche in Nordenham. Sie sind keine Aufzählung eigener Aufträge.
- Niedersachsenstraße 52 bis 62: Die Stadt lässt die Gebäude abbrechen und gestaltet die Hinterhofbrache neu, mit Aufpflasterung der Straße.
- Niedersachsenstraße 1 und 10: Erwerb und Abbruch, an der Nummer 1 entsteht danach ein öffentlicher Platz.
- Nördliche Fußgängerzone: Die baufälligen Häuser sind seit 2021 verschwunden, die Fläche dient vorerst als Pop-up-Park und ist für einen Neubau vorgesehen.
- Großensieler Straße an der B 212: Hier wurden zuletzt Verkehrsinseln erneuert, mit Sperrung der Abbiegespuren.
- Industriegebiet Blexen: Umbauten und Erweiterungen auf Werksgeländen an der Weser, wo Bauzonen an laufende Produktion grenzen.
- Kaianlagen an der Blexer Reede: Schwerlastflächen, auf denen Bauarbeiten mit Hafenumschlag abgestimmt werden müssen.
Gefahren auf Abbruch- und Umbaustellen
Auf Abbruchbaustellen geht es weniger um teure Neuware als um Altmetall, Kabel, Werkzeug und Treibstoff. Dazu kommt das Risiko, dass sich Unbefugte in halb abgerissenen Häusern aufhalten und verletzen oder Feuer machen. Für den Bauherrn kann das teuer werden, auch wenn nichts gestohlen wurde.
Auf Umbaustellen im Bestand ist der Bauzaun oft nur ein Teil der Grenze: Ein Hinterhof hat mehrere Zugänge, ein Gerüst reicht bis an Nachbarhäuser, ein Container steht auf der Straße. Wir sehen uns diese Schwachstellen bei der Begehung an und legen fest, wo Posten oder Kontrollgänge ansetzen.
- Diebstahl von Altmetall, Kabeln, Werkzeug und Diesel
- Aufenthalt Unbefugter in Abbruchgebäuden
- Brandstiftung in Containern und Leerständen
- Beschädigung von Bauzäunen, Gerüsten und Absperrungen
- Unklare Zugänge über Hinterhöfe und Nachbargrundstücke
So sichern wir Ihre Baustelle
Je nach Wert und Lage setzen wir einen festen Posten für die ganze Nacht oder Kontrollgänge in wechselnden Abständen ein. Die Kräfte prüfen Bauzaun, Tore und Container, sehen nach Maschinen und Material und begehen, wenn vereinbart, auch das Innere von Abbruchgebäuden. Morgens übergeben wir an die Bauleitung, auf Wunsch mit Schlüsselübergabe gegen Quittung.
Jede Kontrolle halten wir mit Uhrzeit und Befund im Bericht fest. Schäden, offene Zäune oder Spuren von Eindringlingen melden wir noch in der Nacht an den benannten Ansprechpartner, damit vor Arbeitsbeginn reagiert werden kann. Auf Werksgeländen stimmen wir uns zusätzlich mit dem Werkschutz oder der Leitstelle des Betriebs ab.
Anfahrt, Personal und Nachweise
Nordenham gehört zu unserer Kernregion Nord. Wir planen aus dem eigenen Personalstamm über Neumünster und die Niederlassung Bremen, ein Büro in Nordenham haben wir nicht. Die Baustellen der Stadt erreichen wir über die B 212 und die B 437 mit dem Wesertunnel. Wer zugleich in Oldenburg oder Bremerhaven baut, kann beide Baustellen in einer Planung zusammenfassen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zum Leistungsbild lesen Sie unter Baustellenbewachung, alle Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Nordenham.
Kosten der Baustellenbewachung
Als Orientierung gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen fällt der Großteil der Stunden in die Nacht und auf Wochenenden, was den Betrag eher in die obere Hälfte rückt. Kontrollgänge statt Dauerposten senken den Aufwand deutlich, wenn das Risiko es zulässt.
Weil sich der Bedarf mit der Bauphase ändert, passen wir die Bewachung an: mehr Präsenz während des Abbruchs, weniger nach dem Schließen der Gebäudehülle. Ein festes Angebot erhalten Sie nach einer Begehung des Baufelds.


