Ein Jahrzehnt Stadterneuerung rund um die Insel
Ratzeburg ist seit 2011 im Städtebauförderprogramm, heute unter dem Namen „Lebendige Zentren“. Die Gesamtmaßnahme ist auf viele Jahre angelegt, und ein großer Teil der geplanten Mittel ist noch nicht verbaut. Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Rand der Altstadtinsel und die angrenzenden Uferbereiche, also auf Flächen, die öffentlich zugänglich sind und direkt am Wasser liegen.
Für Bauunternehmen und Bauherren bedeutet das: Baustellen mit wenig Platz, Zufahrten über Dämme, Material im Blickfeld von Spaziergängern und Nächte, in denen die Insel still ist. Dazu kommen Wohnungsbau am Stadtrand und Leitungsarbeiten im ganzen Stadtgebiet.
Aktuelle und kommende Baufelder in Ratzeburg
Die Liste beruht auf den Bekanntmachungen der Stadt. Sie zeigt, wo gebaut wird oder werden soll, und nennt keine Aufträge an uns.
- Ersatzneubau der Brücke am Kleinbahndamm zwischen Großem und Kleinem Küchensee, seit Mai 2026 voll gesperrt, Bauzeit etwa acht Monate.
- Neubau der Schwimmhalle Aqua Siwa am Kurpark: Bauantrag im Dezember 2025, erste Arbeiten möglicherweise ab dem vierten Quartal 2026, Fertigstellung Ende 2029 angestrebt, mit Parkplatzanlage an der Fischerstraße.
- Erneuerung der Domhalbinsel auf rund 10.000 Quadratmetern; der Tiefbau ist weitgehend abgeschlossen, Wege am Palmberg und zwischen Reeperbahn und Domhof stehen noch aus.
- Geplanter Umbau der denkmalgeschützten Ernst-Barlach-Schule zum Kultur- und Bildungszentrum mit Anbau und Aufzug.
- Wohngebiete am Stadtrand, etwa Barkenkamp und Dreiangel, sowie Arbeiten an Wasser- und Stromleitungen im Stadtgebiet.
Was auf Ratzeburger Baustellen gefährdet ist
Auf Brücken- und Tiefbaustellen stehen Bagger, Rüttelplatten, Aggregate und Kraftstoff, oft auf engem Raum neben Gehwegen. Bei Hochbauprojekten wie einer Schwimmhalle kommen Kupfer, Kabeltrommeln, Haustechnik und Fenster dazu, die vor dem Einbau tagelang zwischengelagert werden. Bei Arbeiten an Denkmalen sind es zusätzlich die historischen Bauteile selbst, deren Beschädigung nicht wiedergutzumachen ist.
Am Wasser kommt ein weiteres Risiko hinzu: Wer abends am Ufer unterwegs ist, landet schnell auf einer Baustelle, sei es aus Neugier oder Übermut. Offene Gruben, ungesicherte Stege und Gerüste werden dann zur Gefahr für Unbeteiligte, für die im Zweifel der Bauherr haftet.
Hinzu kommt der Verkehr: Weil Umleitungen für Fuß- und Radverkehr über andere Dämme führen, sind abends mehr Menschen an Baufeldern unterwegs als sonst. Wir achten deshalb besonders darauf, dass Absperrungen nach Feierabend vollständig stehen, Warnleuchten brennen und kein Durchschlupf entstanden ist, durch den jemand auf die Fläche gelangen könnte.
Posten, Streife oder Anfahrten: der passende Zuschnitt
Eine kleine Leitungsbaustelle braucht selten einen Nachtposten, für sie reichen mehrere Kontrollfahrten. Ein Hochbau mit gefüllten Containern und eingebauter Technik rechtfertigt dagegen eine durchgehende Bewachung in der Nacht und am Wochenende. Wir schauen uns die Fläche an und schlagen vor, was wirklich nötig ist.
Bei jeder Kontrolle prüfen unsere Kräfte Bauzaun, Tore, Container und Maschinen, halten Auffälligkeiten mit Foto fest und informieren die Bauleitung am nächsten Morgen. Bei akuten Vorfällen rufen wir die Polizei und den benannten Ansprechpartner sofort.
- Nachtposten mit Rundgängen über die gesamte Baufläche
- Kontrollfahrten zu wechselnden Zeiten
- Zugangskontrolle für Nachunternehmer am Tag
- Prüfung von Absperrungen zum öffentlichen Weg
- Tägliche Meldung an die Bauleitung
Aus der Kernregion Nord geplant
Ratzeburg gehört zu unserer Kernregion Nord, geplant wird vom Hauptsitz in Neumünster aus. Für längere Bauzeiten setzen wir feste Kräfte ein, die das Baufeld und die Bauleitung kennen. Wer gleichzeitig in Mölln oder Schwarzenbek baut, erhält eine gemeinsame Planung.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet, die Organisation nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung; den Stadtüberblick bietet Sicherheitsdienst Ratzeburg.
Kosten nach Bauphase kalkulieren
Der Richtwert für Baustellenbewachung beträgt 23 bis 50 € netto je Stunde. In der Rohbauphase mit wenig verwertbarem Material reichen oft wenige Kontrollen, nach Anlieferung von Technik und Ausbaumaterial steigt der Bedarf deutlich.
Wir passen den Umfang deshalb an den Bauablauf an, statt über die gesamte Bauzeit einen gleichen Satz anzusetzen. So zahlen Sie in ruhigen Phasen weniger und sind in den teuren Wochen gut geschützt.


