Bauen in einer wachsenden Stadt
Die Einwohnerzahl von Werder (Havel) ist seit 1990 von rund 10.700 auf gut 27.000 gestiegen. Mit dem Zuzug kommen Straßenbau, Schulen, Nahversorgung und neue Gewerbeflächen. 2026 hat die Stadt einen neuen Flächennutzungsplan mit Horizont 2040 beschlossen; in Glindow ist im Oktober 2026 nach fünf Jahren Bauzeit der Hoffbauer Bildungscampus fertig geworden.
Für Bauherren und Baufirmen heißt das: Viele Baustellen laufen über Monate, oft mitten in bewohnten Straßen oder am Rand von Gewerbegebieten. Abends bleiben Bagger, Rüttelplatten, Kabel, Rohre und Container zurück, und wer sich dafür interessiert, weiß das.
Aktuelle Vorhaben in der Stadt
Einige Projekte, bei denen Bewachung typischerweise gefragt ist:
- Eisenbahnstraße (L 90): grundhafter Ausbau zwischen Unter den Linden und An der Föhse auf rund 780 Metern, seit August 2026 bis voraussichtlich April 2028, mit Austausch sämtlicher Leitungen
- Berliner Straße, Ecke Kugelweg: Abriss des bestehenden Marktes und Neubau mit begrüntem Dach, Bäckerpavillon und neuen Stellplätzen
- Jahnufer: Ausbau des Rad- und Gehwegs im zweiten Bauabschnitt
- Gewerbegebiet Elisabethhöhe/Poststraße: Bebauungsplan für rund 30 Hektar im Verfahren
- Glasfaserausbau der Telekom für rund 5.500 Haushalte und Unternehmen in der Kernstadt
Hinzu kommen Rahmenplanungen für das Bahnhofsumfeld auf rund 33 Hektar und ein geplantes Gewerbegebiet im Süden von Glindow.
Straßenbaustelle unter Vollsperrung: worauf wir achten
Eine Ortsdurchfahrt wie die Eisenbahnstraße ist kein abgeschlossenes Gelände. Anwohner müssen zu ihren Grundstücken, Fußgänger suchen sich Wege, und abends ist das Baufeld nur durch Baken und Bauzaun begrenzt. Gerade bei Leitungsbau stehen offene Gräben, Kabeltrommeln und Kupfer auf der Fläche.
Unsere Kräfte gehen solche Abschnitte zu Fuß und mit dem Fahrzeug ab, prüfen Absperrungen, sprechen Personen an, die sich im Baufeld aufhalten, und halten fest, wenn Material fehlt oder Absicherungen umgefahren wurden. Was die Verkehrssicherung betrifft, melden wir Mängel an die Baufirma, damit sie vor Arbeitsbeginn behoben werden.
Der Ausbau ist in vier Abschnitte gegliedert. Nach der neuen Deckschicht zwischen Unter den Linden und Kemnitzer Straße folgt bis etwa Mitte Mai 2027 der grundhafte Ausbau vom Kastanienweg bis An der Föhse, danach bis März 2028 das Stück bis zur Bernhard-Kellermann-Straße und zum Schluss eine weitere Deckschicht. Mit jedem Abschnitt wandern Lagerplätze, Gräben und Zufahrten. Wir passen Kontrollpunkte und Runden deshalb bei jedem Wechsel an und stimmen sie mit der Bauleitung ab, damit kein neuer Bereich ungesehen bleibt.
Bausteine der Baustellenbewachung
Je nach Größe und Phase der Baustelle kombinieren wir:
- Festen Posten in der Nacht und am Wochenende, etwa bei hohen Materialwerten
- Mehrere Kontrollfahrten pro Nacht bei kleineren Baufeldern
- Zufahrtskontrolle und Erfassung von Lieferungen tagsüber
- Kontrolle von Bauzaun, Containern, Baustrom und Beleuchtung
- Fotobericht zu Schäden, offenen Toren und fehlendem Material
- Übergabe an den Polier am Morgen mit den Ereignissen der Nacht
Kommt es zu einem Einbruch oder Brand, verständigen wir Polizei oder Feuerwehr und danach die in der Dienstanweisung genannten Ansprechpartner.
Vorhabenbezogen geplant
Auch wenn Werder zu unserer Kernregion Nord zählt, haben wir dort kein eigenes Büro. Baustellen in der Stadt übernehmen wir daher vorhabenbezogen: Wir prüfen Anfahrt, Laufzeit und verfügbare Kräfte aus unserem Personalstamm und sagen dann verbindlich zu. Die nächste Niederlassung ist unsere Zweigniederlassung in Berlin. Ein fester Ansprechpartner begleitet Ihr Projekt von der Begehung bis zum Abbau des Zauns.
Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkunde nach § 34a GewO, unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung steht unter Baustellenbewachung, Angaben für das Land unter Baustellenbewachung in Brandenburg und mehr zur Stadt unter Sicherheitsdienst Werder (Havel). Baustellen weiter östlich betreffen oft Potsdam.
Womit Sie bei den Kosten rechnen
Für Baustellenbewachung liegt der Richtwert bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ob ein Posten die ganze Nacht vor Ort bleibt oder Kontrollfahrten genügen, wie viele Wochenenden und Feiertage in die Bauzeit fallen und wie lange das Projekt läuft, bestimmt den Betrag. Bei mehrjährigen Vorhaben wie einem Straßenausbau in Abschnitten passen wir die Bewachung an jeden neuen Abschnitt an, statt durchgehend dieselbe Besetzung zu berechnen.


