Viel Industrie, viel Geschichte: wo Heißarbeiten heikel werden
In Sebaldsbrück treffen zwei Sorten Gebäude aufeinander, bei denen Funkenflug teuer wird. Die eine sind große Industriehallen: das Presswerk und die Fertigung des Autowerks an der Sebaldsbrücker Heerstraße, das DB Werk mit seinen Motorenprüfständen für Diesellokomotiven und Großmotoren, Werkstätten am Bahnhof. Dort lagern Öle, Schmierstoffe, Lacke und Kraftstoff, oft in unmittelbarer Nähe der Arbeitsstelle.
Die andere sind Bauten mit Denkmalwert. Die Halle 4 des Presswerks gilt als Industriedenkmal, der sechsgeschossige Wasserturm von 1913/14 steht seit 2020 unter Schutz, das Backsteingebäude des Bahnhofs seit 2026. Hinzu kommen das neugotische Herrenhaus im Schlosspark, das seit 1903 als Gaststätte dient, und die Versöhnungskirche am Sattelhof. Hier sind Dachstühle, Holzbalken und Zwischendecken die Schwachstellen, in denen sich Glut unbemerkt halten kann.
Eine dritte Gruppe bilden die Gebäude des Alltags: Mehrfamilienhäuser an der Sulzbacher Straße oder der Dudweiler Straße, die Schulen an der Parsevalstraße, Hallen und Werkstätten an der Flurstraße. Wird dort ein Flachdach neu eingedeckt oder eine Heizungsleitung hart gelötet, ist die Gefahr kleiner, aber nicht null. Gerade in bewohnten Häusern zählt, dass jemand nach Feierabend der Handwerker noch einmal durch Dachboden und Treppenhaus geht. Eine Brandwache übernimmt genau diese Aufgabe, damit sich niemand auf Vermutungen verlassen muss.
Anlässe für eine Brandwache im Ortsteil
Die folgende Liste nennt typische Situationen, keine Auftraggeber:
- Schweiß- und Trennarbeiten beim Umbau von Pressen, Förderanlagen und Stahlbühnen in Werkshallen
- Instandhaltung an Motorenprüfständen und Tankanlagen im Bahnwerk
- Dacharbeiten mit Bitumenbahnen an Hallen, Schulen und Wohnhäusern
- Restaurierung an Wasserturm, Bahnhofsgebäude oder Kirchen mit offener Flamme oder Heißluft
- Arbeiten in Technikräumen des Schlossparkbads mit Hallen- und Freibad
- Ausfall einer Brandmeldeanlage, bis die Technik wieder läuft
Aufgaben des Brandpostens vor, während und nach der Arbeit
Vor Beginn sieht sich unsere Kraft den Arbeitsbereich an: Sind brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt, Fugen, Durchbrüche und Kabelschächte verschlossen, Feuerlöscher in Reichweite, Fluchtwege frei? Sie gleicht die Maßnahmen mit dem Erlaubnisschein für Heißarbeiten ab und kennt die Lage von Brandmeldern und Druckknopfmeldern.
Während der Arbeit beobachtet sie Funkenflug, Wärmeleitung durch Stahlträger und angrenzende Räume, auch auf der Rückseite von Wänden und auf darunterliegenden Ebenen. Entsteht ein Entstehungsbrand, löscht sie mit dem bereitgestellten Mittel und alarmiert die Feuerwehr.
Nach Ende der Arbeiten bleibt der Posten für die vereinbarte Zeit vor Ort und kontrolliert mehrfach Hohlräume, Dämmung und Holzteile, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, sofern Sie eine stellen. Erst danach gibt er den Bereich schriftlich frei.
Brandwache ohne Bauarbeiten
Nicht jeder Anlass ist eine Baustelle. Fällt in einer Halle die Brandmeldeanlage aus oder wird sie für einen Umbau abgeschaltet, kann ein Kontrollposten die Zeit bis zur Wiederinbetriebnahme überbrücken. Er geht festgelegte Bereiche in kurzen Abständen ab, prüft Rauchentwicklung und Wärmequellen und hält die Verbindung zur Feuerwehr.
Bei Festen im Schlosspark oder in Versammlungsräumen kann die Genehmigung zusätzlich Brandsicherheitsposten verlangen, etwa an Kochstellen oder Bühnen. Welche Aufgaben dort genau anfallen, richtet sich nach den Auflagen der Behörde; wir besetzen die Posten entsprechend.
Personal und Planung
Brandposten für Sebaldsbrück plant unsere Niederlassung Bremen innerhalb der Kernregion Nord. Die Kräfte sind im Umgang mit Feuerlöschern unterwiesen, nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft und vor Beginn in die örtlichen Regeln eingewiesen. Wir arbeiten nach DIN 77200 und mit Qualitätsmanagement nach ISO 9001.
Mehr zur Leistung finden Sie auf der Seite Brandwachen, den Überblick für das Land unter Brandwache Bremen. Alle Angebote im Ortsteil stehen auf Sicherheitsdienst Bremen-Sebaldsbrück.
Kosten: was den Preis einer Brandwache bewegt
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, einschließlich der Nachbeobachtung. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Instandhaltung in Werken gern in Nächte, Wochenenden oder Werksferien gelegt wird, bestimmt vor allem der Anteil an Nacht- und Feiertagsstunden, wo Ihr Einsatz in dieser Spanne liegt.
Kurzfristige Anforderungen, mehrere Posten gleichzeitig oder Arbeiten in großer Höhe können den Aufwand erhöhen. Planbare Einsätze mit frühem Vorlauf lassen sich wirtschaftlicher besetzen.


