Eine Stadt, die das Feuer kennt
In den Jahren 1658 und 1809 wüteten große Stadtbrände in Burgdorf. Auch das Schloss traf es mehrfach: 1519 in der Hildesheimer Stiftsfehde, 1632 im Dreißigjährigen Krieg und 1658 beim Stadtbrand. Das heutige Schloss ist ein Fachwerkbau, also ein Gerüst aus tragenden Holzbalken mit ausgefüllten Gefachen und Hohlräumen hinter Verkleidungen.
Für Handwerker ist das eine besondere Lage. Funken, die beim Trennen oder Schweißen in eine Fuge fallen, können dort stundenlang glimmen, ohne dass man etwas sieht oder riecht. Eine Brandwache ist deshalb bei Arbeiten an alten Gebäuden in Burgdorf kein Formalismus, sondern oft die einzige Chance, einen Schwelbrand rechtzeitig zu bemerken.
Gebäude mit erhöhtem Brandrisiko
Diese realen Bauwerke in Burgdorf und seinen Ortschaften zeigen, wo Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen:
- Schloss Burgdorf – zweiflügliger Fachwerkbau im Frühbarock, errichtet 1642 bis 1650, zuletzt 1979 bis 1981 umfassend renoviert
- Rathaus von 1805 – Satteldach aus dem Jahr 1950, Glockenspiel seit 1996
- Gebäude des Stadtmuseums – aus dem Jahr 1658
- St.-Pankratius-Kirche – klassizistischer Bau, vollendet 1813/1814
- Magdalenenkapelle auf dem Magdalenenfriedhof von 1868 und Fachwerkkapelle in Ramlingen von 1698
- Bockwindmühle in Sorgensen aus dem 17. Jahrhundert
In Kirchen und Kapellen kommen Orgeln, Holzemporen und Dachstühle hinzu, die bei Arbeiten an Dach und Turm in Mitleidenschaft geraten können. Bei Mühlen ist praktisch das ganze Bauwerk aus Holz. Wer dort Dachrinnen lötet oder Bleche anbringt, sollte die Aufsicht frühzeitig mit einplanen.
Heißarbeiten in Gewerbe und Produktion
Nicht nur Denkmale brauchen eine Brandwache. Im Gewerbegebiet Hülptingsen und im Gewerbepark Nordwest werden Hallen umgebaut, Leitungen verlegt und Dachflächen abgedichtet. Wird dabei geschweißt, geflext oder mit offener Flamme gearbeitet, verlangen viele Versicherer einen Erlaubnisschein und eine Person, die während und nach der Arbeit ausschließlich auf Brandgefahr achtet.
In der Lebensmittelherstellung, für die in Burgdorf die Keksfabrik Parlasca steht, ist zusätzlich an Stäube zu denken, die sich ablagern und entzünden können. Wir klären vor Beginn mit der Betriebsleitung, welche Bereiche gereinigt oder abgedeckt werden.
Ablauf, Nachkontrolle und Sonderfälle
Vor Arbeitsbeginn prüft unsere Kraft den Bereich: brennbares Material entfernt oder abgedeckt, Durchbrüche verschlossen, Feuerlöscher griffbereit, Fluchtweg klar. Während der Arbeit beobachtet sie die Umgebung, auch Rückseiten von Wänden, Zwischendecken und darunterliegende Geschosse. Nach dem letzten Funken folgt die Nachbeobachtung, deren Dauer Erlaubnisschein oder Versicherer vorgeben; dabei werden angrenzende Bauteile wiederholt auf Wärme geprüft.
Fällt während eines Umbaus die Brandmeldeanlage aus oder wird ein Abschnitt abgeschaltet, kann eine Brandwache die Überwachung durch Rundgänge in festen Abständen übernehmen, bis die Technik wieder läuft. Auch an Festzelten – etwa auf dem Schützenplatz während des Volks- und Schützenfests – kann eine Brandsicherheitswache verlangt werden; dann achten wir auf Heizgeräte, Kabel und freie Ausgänge.
Alle Kontrollen werden mit Uhrzeit festgehalten, damit Sie gegenüber Bauleitung und Versicherer belegen können, dass die Auflagen eingehalten wurden.
Personal und Planung
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern und Meldewegen geschult und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Burgdorf liegt in unserer Kernregion Nord, wir planen aus dem Hauptsitz Neumünster – ohne eigenes Büro vor Ort. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200, erreichbar rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Niedersachsen und alle Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Burgdorf.
Kosten mit Nachbeobachtung
Brandwachen rechnen wir nach dem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde ab. Weil Heißarbeiten gern in die Abendstunden oder auf das Wochenende gelegt werden, um den Betrieb nicht zu stören, schlägt der Nachtanteil oft spürbar zu Buche. Die Nachbeobachtung zählt zur Einsatzzeit und sollte bei der Planung von Anfang an mitgedacht werden. Für sehr kurze Einsätze gilt eine Mindestdauer, die im Angebot offen steht.


