Eine Stadt mit Brandgeschichte
Haldensleben weiß, was ein Feuer anrichten kann. 1661 vernichtete ein Großbrand 60 Häuser der Stadt. Das Schloss Hundisburg vor den Toren der Kernstadt brannte im November 1945 zu großen Teilen aus und lag danach jahrzehntelang als Ruine, bevor die Stadt es 1994 übernahm und die Wiederherstellung begann. Beide Ereignisse erklären, warum bei Arbeiten an alter Bausubstanz hier besondere Vorsicht gilt.
Die Altstadt ist bis heute von Fachwerk und Holz geprägt. Das Templerhaus von 1553 gilt als ältestes erhaltenes Fachwerkhaus, das Kühnesche Haus stammt von 1592, und das Ratsfischerhaus in der Stendaler Straße geht auf die Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg zurück. Dachstühle, Balkenlagen und Lehmgefache solcher Häuser reagieren auf Funken anders als ein moderner Massivbau.
Wo Brandwachen in Haldensleben gebraucht werden
Orte, an denen Heißarbeiten oder Veranstaltungen eine Brandwache nahelegen, genannt als Beispiele und nicht als Auftraggeber:
- Fachwerkhäuser der Altstadt wie Templerhaus, Kühnesches Haus und Ratsfischerhaus, an dem gerade Dachstuhl und Fachwerk gesichert werden
- St.-Marien-Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die Schinkel-Kirche in Althaldensleben bei Dach- und Turmarbeiten
- Schloss Hundisburg und die Ziegelei Hundisburg, ein technisches Denkmal mit Museum
- Werkhallen von Fahrzeugzulieferern wie dem Gelenkwellenhersteller IFA bei Umbauten, Anlagenwechseln und Wartungen
- Hafenanlagen und Lagerhallen am Mittellandkanal, wenn Stahlbauarbeiten an Kranbahnen oder Toren anstehen
- KulturFabrik in der Gerikestraße und Säle der Stadt, wenn Bühnenaufbauten oder Pyrotechnik eine Wache erfordern
Heißarbeiten an alter Bausubstanz
Dachdecker, die Bitumenbahnen flämmen, Klempner, die Rinnen löten, Metallbauer, die neue Anker setzen: Bei der Sanierung von Fachwerk und Kirchen ist offene Flamme oft nicht zu vermeiden. Gefährlich sind dabei weniger die sichtbaren Funken als Glut, die in Fugen, Staubnester und Hohlräume fällt und erst Stunden später zu brennen beginnt.
Unsere Brandwache beobachtet den Arbeitsbereich während der Arbeit, hält Löschmittel griffbereit und kontrolliert angrenzende Räume, auch das Stockwerk darunter. Nach Ende der Arbeit bleibt sie für die vereinbarte Nachkontrollzeit vor Ort, prüft Balken und Fugen von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und hält jeden Kontrollgang mit Uhrzeit fest.
Werke, Hallen und Veranstaltungen
In den Produktionshallen der Stadt fallen Heißarbeiten vor allem bei Stillständen an, wenn Anlagen umgebaut oder Hallen erweitert werden. Dann arbeiten mehrere Fremdfirmen gleichzeitig, oft bei abgeschalteter Brandmeldeanlage in einzelnen Abschnitten. Eine Brandwache übernimmt dort die Aufgabe, die sonst die Technik erfüllt, bis die Anlage wieder scharf ist.
Bei Veranstaltungen kann die Behörde eine Brandsicherheitswache verlangen. Ob diese von der Feuerwehr oder von geeignetem Personal gestellt wird, entscheidet die zuständige Stelle. Wo sie ergänzendes Personal zulässt, unterstützen wir mit Kräften, die vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen werden.
So organisieren wir die Brandwache
Haldensleben gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, und wir haben in Sachsen-Anhalt kein eigenes Büro. Wir übernehmen Brandwachen dort vorhabenbezogen und klären vorher, ob Anreise und Besetzung zum Zeitplan Ihrer Arbeiten passen. Kurzfristige Zusagen machen wir nur, wenn wir sie halten können.
Grundlage ist Ihr Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten. Wir übernehmen die dort festgelegten Maßnahmen, stimmen Meldeweg und Fluchtwege ab und übergeben nach der Nachkontrolle ein Protokoll. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, für das Land unter Brandwache in Sachsen-Anhalt. Einen Überblick über die Stadt gibt Sicherheitsdienst Haldensleben.
Kosten einer Brandwache
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den größten Einfluss hat die Nachkontrollzeit: Endet die Heißarbeit am späten Nachmittag, reicht die Wache oft bis in den Abend oder die Nacht, und Nachtstunden schlagen anders zu Buche. Hinzu kommen Wochenendarbeit bei Stillständen und die Zahl der gleichzeitig zu bewachenden Arbeitsbereiche.
Bei längeren Sanierungen planen wir die Wachen tageweise nach Bauzeitenplan, damit nur die Tage mit Heißarbeiten abgedeckt sind.
Ändert sich der Ablauf auf der Baustelle, etwa weil der Dachdecker einen Tag später kommt, verschieben wir die Wache entsprechend, sofern die Besetzung es zulässt.


