Eine Altstadt aus Holz, Stein und Geschichte
In der Hamelner Altstadt stehen zahlreiche Bauten der Weserrenaissance dicht beieinander. Das Stiftsherrenhaus stammt von 1558, das Bürgerhus von 1560, das Leisthaus wurde zwischen 1585 und 1589 errichtet. Es folgen das Rattenfängerhaus von 1603, das Dempterhaus von 1607 und 1608 und das Hochzeitshaus, das von 1610 bis 1617 entstand. Dazu kommen Münsterkirche St. Bonifatius, die Marktkirche St. Nicolai, die nach der Zerstörung 1945 zwischen 1957 und 1959 wieder aufgebaut wurde, und die Garnisonskirche von 1713.
Hinter den Schaufassaden stecken Dachstühle, Deckenbalken und Wandfüllungen aus Holz. Wer dort lötet, schweißt, trennt oder Dachbahnen mit der Flamme verlegt, bringt Hitze in Bauteile, die sie lange speichern. Ein Glutnest in einer Zwischendecke kann Stunden nach Feierabend aufflammen, wenn niemand mehr im Haus ist.
Wo in Hameln Brandwachen gebraucht werden
Typische Einsatzorte in der Stadt:
- Altstadt rund um Osterstraße, Bungelosenstraße und Marktkirche – Sanierung und Umbau in denkmalgeschützten Häusern
- Pfortmühle, Haspelmathturm und Pulverturm – die letzte Wesermühle, heute Stadtbücherei, und zwei erhaltene Türme der Stadtmauer
- Hefehof – gründerzeitliche Industriearchitektur unter Denkmalschutz mit Läden, Gastronomie und Veranstaltungsraum
- Theater Hameln, die frühere Weserbergland-Festhalle mit 658 Plätzen und mehr als 150 Vorstellungen im Jahr
- Rattenfänger-Halle an der Mühlenstraße – Mehrzweckhalle für Sport, Konzerte, Messen und Tagungen, mit Parkhaus
- Werkhallen von Maschinen- und Waggonbau, etwa an der Eugen-Reintjes-Straße oder in den Gewerbegebieten in Afferde
In Versammlungsstätten kommt eine zweite Aufgabe hinzu: Werden Bühnen umgebaut oder Brandmelder für Pyrotechnik, Nebel oder Bauarbeiten vorübergehend abgeschaltet, ersetzt eine Brandwache für diese Zeit die automatische Überwachung.
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Vor Beginn sehen wir uns den Arbeitsbereich an und gleichen ihn mit dem Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten ab, den Ihr Unternehmen ausstellt. Wir prüfen, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind, ob Öffnungen in Nachbarräume verschlossen wurden und wo Feuerlöscher bereitstehen.
Während der Arbeit beobachtet unsere Kraft Funkenflug und Wärmeentwicklung, auch in angrenzenden Räumen und unter dem Dach. Nach Ende der Arbeit bleibt sie im Haus, tastet Balken, Fugen und Durchbrüche ab und kontrolliert in festgelegten Abständen erneut, bevor sie das Objekt an Ihren Verantwortlichen zurückgibt. Kleine Entstehungsbrände bekämpfen wir mit den bereitgestellten Löschmitteln und alarmieren sofort die Feuerwehr.
Wie wir Brandwachen grundsätzlich aufstellen, erklärt unsere Seite Brandwachen.
Ersatz für abgeschaltete Brandmeldeanlagen
In Hallen und Werken fällt die Brandmeldeanlage manchmal für Tage aus: bei Umbauten, bei Wartungen oder wenn Staub und Rauch aus Bauarbeiten ständig Fehlalarme auslösen würden. Für diese Zeit stellen wir Kräfte, die das Gebäude in festen Abständen begehen und im Brandfall die Feuerwehr rufen. Die Rundgänge stehen mit Uhrzeit im Bericht, damit Sie sie gegenüber Versicherung und Behörde belegen können.
Mehrere Objekte in der Region, etwa auch in Hildesheim oder Hannover, planen wir auf Wunsch gemeinsam.
Personal und Planung aus der Kernregion Nord
Unsere Brandwachen sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundig geprüft und vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen. Vor dem ersten Einsatz klären wir Flucht- und Rettungswege, Feuerwehrzufahrt und Meldekette.
Hameln gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir vom Hauptsitz in Neumünster aus, unterstützt von der Niederlassung Bremen; ein Büro in Hameln haben wir nicht. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Den Überblick für das Land finden Sie unter Brandwache in Niedersachsen.
Was eine Brandwache in Hameln kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen fällt besonders ins Gewicht, wann gearbeitet wird: Dacharbeiten am Abend, Nachkontrollen in der Nacht oder Einsätze am Wochenende verschieben den Preis innerhalb der Spanne nach oben, eine kurze Begleitung tagsüber eher nach unten.
Ebenso zählen Dauer der Nachkontrolle, Zahl der Arbeitsstellen und die Frage, ob mehrere Gewerke gleichzeitig mit Flamme arbeiten. Wir stimmen das mit Ihnen vorab ab.


