Wann eine Brandwache nötig wird
Bei Schweiß-, Schneid-, Löt- und Trennarbeiten fliegen Funken und Schlacke weit über den eigentlichen Arbeitsplatz hinaus. In Fugen, Hohlräumen, Dämmung oder Holzbalken können sie stundenlang unbemerkt glimmen, bevor ein Brand ausbricht. Deshalb verlangen Versicherer, Betreiber und die einschlägigen DGUV-Regeln für feuergefährliche Arbeiten in vielen Fällen eine Brandsicherheitswache während der Arbeiten und eine Nachkontrolle danach.
Eine Brandwache wird außerdem gebraucht, wenn eine Brandmeldeanlage abgeschaltet ist, etwa bei Umbauten, oder wenn Rettungswege vorübergehend eingeschränkt sind. In Laatzen kommen alle diese Fälle vor, weil Altbauten, Krankenhaus, Büros und Hallen nebeneinander liegen.
Grundlage jeder Wache ist die schriftliche Erlaubnis für die Heißarbeiten. Wir übernehmen die Wache für Bauherren, Handwerksbetriebe und Hausverwaltungen gleichermaßen und halten uns an die Vorgaben, die dort für Löschmittel, Abdeckungen und Dauer der Nachkontrolle stehen.
Gebäude in Laatzen mit besonderem Brandrisiko
Die folgenden Bauten zeigen, wo bei Arbeiten mit Funkenflug besondere Vorsicht gilt. Es handelt sich um Beispiele, nicht um Auftraggeber:
- Die Alte Kapelle in Alt-Laatzen, erstmals 1325 erwähnt, mit hölzernem Tonnengewölbe und Dachreiter
- Die St.-Gertruden-Kirche in Gleidingen mit Barockturm aus den Jahren 1720 bis 1725 und Kirchenschiff von 1820/21
- Die St.-Nicolai-Kirche in Oesselse mit Wehrturm aus dem frühen 13. Jahrhundert und klassizistischem Schiff von 1837
- Die St.-Marien-Kirche in Grasdorf, nach Kriegszerstörung bis 1959 wiederhergestellt
- Das KRH Klinikum Agnes Karll in Grasdorf, in dem auch bei Umbauten der Betrieb weiterläuft
Hinzu kommen Fertigungshallen der Pneumatik, Bürogebäude mit großen Technikflächen und Lagerhallen in den Gewerbegebieten von Rethen.
Altbau und Denkmal: Holz ist das Problem
In historischen Kirchen und Kapellen sind Dachstühle, Gewölbe und Glockenstühle oft aus altem, trockenem Holz. Die Alte Kapelle brannte 1943 bis auf die Grundmauern aus, die St.-Marien-Kirche in Grasdorf wurde im selben Jahr zerstört. Wer heute an Dächern, Regenrinnen oder Blitzschutz solcher Bauten arbeitet, hat es mit schwer zugänglichen Hohlräumen zu tun, in denen sich Glut lange hält.
Unsere Wache steht während der Arbeiten mit geeigneten Löschmitteln bereit, beobachtet Funkenflug und angrenzende Bauteile und kontrolliert nach Ende der Arbeiten den gesamten Bereich, auch angrenzende Räume und Zwischendecken. Die Dauer der Nachkontrolle richtet sich nach der Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten.
Klinik und Betrieb ohne Unterbrechung
Anders liegt der Fall in einem Krankenhaus oder einem Betrieb mit Schichtarbeit. Hier laufen Patientenversorgung oder Produktion weiter, während Handwerker an Leitungen, Lüftung oder Stahlbau arbeiten. Wird dafür ein Melderbereich der Brandmeldeanlage abgeschaltet, muss jemand diesen Bereich aktiv überwachen.
Wir gehen die abgeschalteten Bereiche in kurzen Abständen ab, halten Flucht- und Rettungswege frei, stimmen uns mit der Haustechnik ab und alarmieren im Ernstfall nach dem Alarmplan des Hauses. So bleibt der Brandschutz geschlossen, auch wenn ein Teil der Technik vorübergehend ruht.
Gerade in Häusern mit Patienten oder Publikum sprechen wir vor Beginn mit der Haustechnik ab, welche Türen offen bleiben müssen, wo die nächsten Löscher hängen und wer im Alarmfall die Feuerwehr einweist. Diese Absprache halten wir schriftlich fest.
Organisation und Qualifikation
Laatzen liegt in unserer Kernregion Nord. Geplant wird aus der Niederlassung Bremen und dem Hauptsitz Neumünster mit eigenem Personal, ein Büro in Laatzen haben wir nicht. Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern und Löschdecken unterwiesen, kennen die Meldewege und dokumentieren Beginn, Ende und Nachkontrolle mit Uhrzeit.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Weitere Leistungen vor Ort stehen unter Sicherheitsdienst Laatzen, das Land unter Brandwache Niedersachsen.
Womit Sie bei einer Brandwache rechnen
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache wird für die Dauer der Arbeiten und der anschließenden Nachkontrolle gebraucht, häufig nur für einige Stunden am Tag. Finden die Arbeiten nachts oder am Wochenende statt, damit ein Betrieb ungestört bleibt, liegt der Preis im oberen Teil der Spanne.
Bei längeren Umbauten mit abgeschalteter Brandmeldeanlage kommen durchgehende Schichten in Frage. Wir rechnen beide Fälle vorab für Sie durch, damit Sie die Kosten in die Bauplanung übernehmen können.


