Eine Stadt, die einmal fast ganz abgebrannt ist
Am 31. August 1610 brannte Marienberg fast vollständig nieder, rund 550 Häuser gingen verloren. Auch die Stadtkirche St. Marien, eine spätgotische Hallenkirche von 1558 bis 1564, brannte bis auf Außenmauern, Turm und Sakristei aus. Von 1611 bis 1616 wurde sie wieder aufgebaut, und zwischen 1669 und 1675 ersetzte man die hölzernen Pfeiler und Decken durch steinerne Säulen und Gewölbe. Die Halle misst etwa 45 mal 26 Meter, in der Kirche steht eine Orgel von Carl Eduard Schubert mit 51 Registern und gut 3.000 Pfeifen.
Die Geschichte erklärt, warum Brandschutz in Marienberg mehr ist als eine Formalie. Die Altstadt mit ihrem rechtwinkligen Grundriss gehört heute zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge. Was dort durch einen Brand verloren geht, lässt sich nicht einfach ersetzen.
Wo in Marienberg Brandwachen gebraucht werden
Gemeinsam ist diesen Orten, dass dort viel Holz, Staub oder brennbares Material auf engem Raum zusammenkommt: alte Dachstühle und Glockenstühle, Ausstellungsstücke und Archivgut im Museum, Öl, Späne und Verpackungen in der Werkhalle, Vorhänge und Bühnenaufbauten im Saal. Hinzu kommt die Lage. Wer im Winter zu einem Einsatz in die Altstadt oder in einen Ortsteil fährt, braucht bei Schnee länger. Umso wichtiger ist es, dass ein entstehender Brand früh bemerkt und gemeldet wird.
- Stadtkirche St. Marien mit hölzernen Dachwerken, Emporen und der großen Schubert-Orgel
- Bergmagazin von 1806 bis 1809 mit dem Museum sächsisch-böhmisches Erzgebirge
- Rathaus, Roter Turm, Zschopauer Tor und Jagdschloss Fürstenhaus in der Altstadt
- Stadtkirche Zöblitz mit Silbermann-Orgel von 1742 und Wehrgangkirche Lauterbach
- Metallbetriebe im Gewerbegebiet Am Federnwerk bei Schweiß- und Trennarbeiten
- Stadthalle mit bis zu 460 Sitzplätzen bei Veranstaltungen mit Bühnentechnik
Heißarbeiten an Altbauten
Wenn Dachdecker Bitumenbahnen mit der Flamme verschweißen, Klempner an Kehlen und Rinnen löten oder Metallbauer an einem Turm schneiden, kann ein Funke unbemerkt in Holz, Staub oder alte Dämmung fallen. Ein Glutnest entwickelt sich oft erst Stunden später. Deshalb verlangt die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten meist eine Brandwache während der Arbeit und eine Nachkontrolle danach.
Unsere Brandwache steht während der Arbeiten bereit, hält die vom Betreiber oder Bauherrn gestellten Löschmittel griffbereit, beobachtet angrenzende Bauteile und sorgt dafür, dass Flucht- und Angriffswege frei bleiben. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die vereinbarte Zeit und kontrolliert den Bereich auf Wärme, Rauch oder Geruch. Wenn Sie uns eine Wärmebildkamera zur Verfügung stellen, setzen wir sie dabei ein. Alle Kontrollen kommen mit Uhrzeit in den Bericht.
Betriebe, Hallen und Ausfall von Technik
In der Metallverarbeitung gehören Schweißen, Schleifen und Brennschneiden zum Alltag. Bei Umbauten, Wartungsstillständen oder Arbeiten von Fremdfirmen außerhalb des normalen Betriebs kann eine zusätzliche Brandwache verlangt sein, etwa wenn Brandmeldeanlagen abgeschaltet oder Sprinkler außer Betrieb sind. Unsere Kräfte werden vor Ort eingewiesen, kennen die Meldewege des Betriebs und empfangen im Ernstfall die Feuerwehr.
Ob bei einer Veranstaltung in einer Halle eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorgeschrieben ist, ergibt sich aus Genehmigung und Auflagen der Behörden. Wir unterstützen dort, wo Veranstalter zusätzlich Personal für freie Rettungswege, Notausgänge und Kontrollgänge brauchen.
Ablauf und Qualifikation
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Standorte in Berlin und Bremen; in Sachsen übernehmen wir Brandwachen vorhabenbezogen. Vor dem Einsatz klären wir mit Bauleitung oder Betreiber, welche Arbeiten geplant sind, welche Erlaubnis vorliegt, wie lange die Nachkontrolle dauert und wer im Notfall zu benachrichtigen ist. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort eingewiesen. Staffsec ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Mehr dazu unter Brandwachen und Brandwache in Sachsen, zur Stadt unter Sicherheitsdienst Marienberg.
Kosten einer Brandwache in Marienberg
Richtwert sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache während Dacharbeiten an einem Werktag liegt anders als eine Nachkontrolle, die bis in die Nacht reicht, oder ein Einsatz über ein Wochenende, an dem eine Brandmeldeanlage abgeschaltet ist. Je höher der Nacht- und Feiertagsanteil, desto höher der Stundenpreis. Kurze Einsätze fassen wir, wenn möglich, mit anderen Terminen zusammen; die Anreise steht als eigene Position im Angebot.


