Viel altes Holz in vier Dörfern
Das Mühlenbecker Land ist aus Dörfern gewachsen, und die Dörfer haben ihre alten Gebäude behalten. Die Landesdenkmalliste nennt für die Gemeinde unter anderem vier Dorfkirchen, zwei Bahnhofsgebäude, ein Gutshaus mit Inspektorenhaus, ein Rathaus aus den 1930er-Jahren und eine Wassermühle aus dem 13. Jahrhundert. In vielen dieser Bauten stecken Holzbalken, Dachstühle und Fachwerk, die seit Jahrzehnten trocknen.
Wenn in solchen Gebäuden gearbeitet wird, ist Feuer die größte Gefahr. Ein Funke beim Trennschleifen, eine Lötstelle an der Dachrinne oder ein Brenner beim Abdichten reicht, und im Hohlraum hinter einer Verkleidung kann sich Glut stundenlang halten, bevor sie zum Brand wird.
Wo Brandwachen in der Gemeinde gebraucht werden
Einige Orte, an denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen:
- die Mönchmühle an der Mönchmühlenallee in Mühlenbeck, um 1230 von Zisterziensern gegründet und eine der ältesten Wassermühlen Brandenburgs, die ein Förderverein seit 2003 instand setzt
- die Dorfkirche Schönfließ am Anger, deren Bau im 13. Jahrhundert begann, mit Turm aus den 1870er-Jahren
- die Dorfkirche Schildow an der Hauptstraße, errichtet 1896 bis 1897
- die Fachwerkkirche in Zühlsdorf an der Dorfstraße aus den Jahren 1909 bis 1910
- die Bahnhofsgebäude in Schildow und Zühlsdorf mit Güterboden und Güterschuppen
- Werkhallen in den Gewerbegebieten Am Hasensprung und Am Jägerhof, wo Rohrleitungs- und Anlagenbauer schweißen und schneiden
Hinzu kommen Schulen und Versammlungsräume, etwa wenn in den Ferien saniert wird, und der Neubau der Gesamtschule in Schönfließ, auf dem bis zur Eröffnung immer wieder Heißarbeiten anfallen können.
Ablauf einer Brandwache
Bevor die Arbeit beginnt, prüft unsere Kraft gemeinsam mit dem ausführenden Betrieb den Arbeitsbereich: Was brennt in der Nähe, wo liegen Hohlräume, wo stehen Löschmittel, wo sind Fluchtwege und Rauchmelder? Brennbares wird entfernt oder abgedeckt, die Kraft wird vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Während der Arbeiten beobachtet sie den Funkenflug, auch hinter Wänden und unter Decken, und greift ein, wenn sich etwas entzündet. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die vereinbarte Nachlaufzeit, prüft Bauteile von Hand und, wenn Sie eine bereitstellen, mit Wärmebildkamera, kontrolliert benachbarte Räume und das Dach und hält Fluchtwege frei.
Was geprüft wurde, steht mit Uhrzeit im Bericht. So lässt sich gegenüber Bauherr, Gemeinde oder Versicherung belegen, dass die Auflagen aus dem Erlaubnisschein eingehalten wurden.
In Werkhallen sieht die Aufgabe anders aus als in der Kirche. Dort geht es eher um Funkenflug über größere Entfernungen, um Verpackungen, Paletten und Öle in der Nähe und um Lüftungsöffnungen, über die Glut in andere Bereiche gelangen kann. Unsere Kraft geht diese Punkte vor Beginn ab, achtet während der Arbeit auf Rauch und Geruch und kontrolliert nach Schichtende auch Ecken und Zwischendecken, die vom Arbeitsplatz aus nicht zu sehen sind.
Planung und Nachbarschaft
Arbeiten an Denkmalen ziehen sich oft über Wochen und finden in Abschnitten statt. Wir planen die Brandwache deshalb für jeden Arbeitstag neu, je nachdem, wann und wo Heißarbeiten anstehen, und stimmen uns mit Restauratoren und Handwerkern ab. Auch die örtliche Feuerwehr, etwa der Löschzug in Schönfließ, sollte bei größeren Arbeiten Bescheid wissen.
Die Einsätze werden aus unserer Zweigniederlassung in Berlin, Aroser Allee 81, geplant. Ein Büro im Mühlenbecker Land gibt es nicht, Brandenburg gehört zur Kernregion Nord. Grundsätzliches finden Sie unter Brandwachen und Brandwache in Brandenburg, alle Leistungen in der Gemeinde unter Sicherheitsdienst Mühlenbecker Land.
Qualifikation
Unsere Brandwachen haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz in Objekt und Löschmittel eingewiesen. Die Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Welche Brandwache die Arbeiten erfordern, ergibt sich aus Ihrer Gefährdungsbeurteilung und dem Erlaubnisschein des ausführenden Betriebs.
Kosten einer Brandwache
Auch hier gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend sind die Dauer der Heißarbeiten und die Nachlaufzeit danach. Arbeiten tagsüber an einem Werktag bleiben eher im unteren Teil der Spanne, eine Nachlaufzeit, die in den Abend oder in die Nacht reicht, oder Arbeiten am Wochenende liegen höher. Im Angebot stehen Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt.


