Wo in Papenburg Funken fliegen
Schweißen, Brennschneiden und Trennen gehören im Schiffbau zum Alltag. Die Meyer Werft fertigt in überdachten Baudocks, deren Hallen bis zu 504 Meter lang sind; Stahlsektionen werden zum Teil als große Schwimmteile aus Rostock angeliefert und vor Ort verbunden. Seit 2023 entstehen dort auch Stahlstrukturen für Offshore-Konverterplattformen. Jede dieser Arbeiten erzeugt Funken und Hitze, die sich in Hohlräumen, Dämmungen oder an Kabeltrassen festsetzen können.
Daneben wird am Hafen mit Gütern gearbeitet, die gut brennen: Holz, Biosubstrate und Agrargüter. Wer dort Reparaturen mit offener Flamme ausführt, braucht eine zweite Person, die nur auf den Brandschutz achtet.
Typische Einsatzorte für Brandwachen
Die folgenden Orte zeigen, wo in Papenburg Heißarbeiten oder Brandschutzaufgaben anfallen. Eine Kundenliste ist das nicht:
- Baudocks und Montagehallen der Meyer Werft am Außenhafen
- Hafenlager und Umschlagflächen am Deverhafen und im Industriehafen Süd
- Biomasse-Heizkraftwerk der EEV BioEnergie
- Stadthalle mit knapp 900 Sitzplätzen und Theater auf der Werft mit 240 Plätzen im Forum Alte Werft
- St.-Antonius-Kirche, erbaut 1873 bis 1877, und die St.-Michael-Kirche
- Meyers Mühle und die Bockwindmühle an der Wiek
Hinzu kommen Werkstätten im Gewerbe- und Industriegebiet Nord und im Industriegebiet Süd, in denen Stahl- und Metallbau betrieben wird.
Denkmäler und Holzkonstruktionen
Papenburg hat zahlreiche historische Bauten, vom Rathaus aus dem Jahr 1913 bis zur Alten Drostei aus den 1630er Jahren. Wie schnell ein Feuer an einem historischen Objekt Schaden anrichtet, zeigte der Brand an der Brigg „Friederike von Papenburg“ vor dem Rathaus am 2. Januar 2021. Bei Sanierungen an Dachstühlen, Mühlen oder Kirchtürmen treffen Lötarbeiten, Heißbitumen oder Trennschleifer auf trockenes, altes Holz.
Eine Brandwache prüft dort vor Beginn, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, beobachtet während der Arbeiten Funkenflug und Rauch und bleibt nach Ende der Arbeiten so lange vor Ort, wie es die Erlaubnis für feuergefährliche Arbeiten verlangt.
Ablauf einer Brandwache
Grundlage ist der Erlaubnisschein des Auftraggebers für feuergefährliche Arbeiten. Unsere Kraft liest ihn vor Beginn, prüft Löschmittel und Fluchtwege und klärt, wie die Freiwillige Feuerwehr im Ernstfall das Gelände erreicht. In Papenburg gibt es drei Ortsfeuerwehren in Untenende, Obenende und Aschendorf.
Während der Arbeiten steht die Brandwache am Arbeitsbereich, nicht am Rand der Halle. Danach folgt die Nachkontrolle, bei der Fugen, Dämmungen und angrenzende Räume auf Glutnester geprüft werden. Erst danach wird die Fläche freigegeben, mit Uhrzeit und Unterschrift im Protokoll.
In Versammlungsstätten wie der Stadthalle übernehmen wir auf Wunsch die Brandwache während Aufführungen, halten Ausgänge frei und kennen den Weg zu Feuerlöschern und Wandhydranten.
Planung und Qualifikation
Papenburg liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir über die Niederlassung Bremen und den Hauptsitz in Neumünster, ein Büro in Papenburg gibt es nicht. Brandwachen sind in Brandschutz und im Umgang mit Feuerlöschern unterwiesen und verfügen über Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung unter Brandwachen, weitere Orte unter Brandwache in Niedersachsen.
Kosten mit Blick auf Nacht und Nachkontrolle
Heißarbeiten finden oft außerhalb der Betriebszeiten statt, damit der laufende Betrieb nicht gestört wird, also abends, nachts oder am Wochenende. Dazu kommt die Nachkontrolle, die über das Ende der Arbeiten hinausreicht. Als Richtwert gilt für Brandwachen die Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde; wo Ihr Auftrag liegt, hängt vom Nachtanteil, von der Dauer der Nachkontrolle und davon ab, ob mehrere Arbeitsbereiche gleichzeitig überwacht werden müssen.


