Wo in Wetzlar Funken gefährlich werden
Die historische Altstadt an der Lahn ist in großen Teilen erhalten. Rund 50 besonders erwähnenswerte Fachwerk- und Steinbauten stehen dort eng beieinander, getragen von hölzernen Dachstühlen und ergänzt durch Anbauten aus späteren Jahrhunderten. Wer hier ein Dach deckt, eine Dachrinne lötet oder eine Leitung mit dem Brenner verlegt, arbeitet an Material, das über Jahrhunderte ausgetrocknet ist.
Gleichzeitig ist Wetzlar ein Industriestandort. In Walz- und Schmiedebetrieben, in Metallwerkstätten und bei der Instandhaltung von Hallen wird regelmäßig geschweißt, getrennt und geschliffen. Dort entstehen Funken und heiße Partikel, die in Ritzen, Kabelkanälen oder Dämmung liegen bleiben und erst Stunden später zu glimmen beginnen.
Gebäude mit besonderem Anspruch
Diese Bauten zeigen, wie vielfältig der Altbestand der Stadt ist. Sie sind Beispiele für Gebäudetypen, keine Auftraggeber:
- Wetzlarer Dom: gotische Hallenkirche, begonnen um 1230, mit Dachreiter von 1334; der Holzhelm des Südturms ging 1561 durch Blitzschlag verloren und wurde durch eine barocke Kupferhaube ersetzt, das Dach zuletzt 1990 erneuert
- Altes Rathaus aus der Mitte des 14. Jahrhunderts, von 1689 bis 1806 Sitz des Reichskammergerichts
- Wandständerbau am Brodschirm von 1356 und der Säuturm als letzter erhaltener Turm der mittelalterlichen Stadtmauer
- Burg Hermannstein, eine gotische Wohnturmanlage von 1373 bis 1379, und das Fachwerkhaus von 1693 auf dem Hofgut Magdalenenhausen
- Versammlungsräume wie Stadthalle, Neues Kellertheater und Buderus Arena, in denen bei Auf- und Umbauten ebenfalls Heißarbeiten anfallen
Was die Brandwache während und nach den Arbeiten tut
Vor Beginn sehen wir uns mit dem Verantwortlichen den Arbeitsbereich an: Welche brennbaren Stoffe liegen in der Nähe, wohin können Funken fallen, welche Öffnungen führen in Hohlräume oder darunterliegende Geschosse? Wir prüfen, ob die Löschmittel bereitstehen, die Ihre Erlaubnis für Heißarbeiten vorschreibt, und lassen uns in ihre Bedienung vor Ort einweisen.
Während der Arbeiten bleibt die Brandwache ausschließlich bei dieser Aufgabe. Sie beobachtet Funkenflug, auch auf der Rückseite von Wänden und in darunterliegenden Räumen, greift bei einem Entstehungsbrand mit den bereitgestellten Mitteln ein und alarmiert über 112 die Feuerwehr. Nach dem Ende der Arbeiten folgt die Nachkontrolle über die Zeit, die Ihr Erlaubnisschein vorgibt: Wir prüfen Bauteile von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen, und halten den Befund mit Uhrzeit im Bericht fest.
In Versammlungsräumen stellen wir auf Anforderung des Betreibers Brandsicherheitsposten, die Fluchtwege, Notausgänge und Rauchmelder im Blick behalten, solange Publikum im Haus ist.
Brandwachen in Hessen: vorhabenbezogen
Staffsec plant Einsätze aus dem eigenen Personalstamm in der Kernregion Nord. Hessen gehört nicht dazu, ein eigenes Büro im Land gibt es nicht. Eine Brandwache in Wetzlar sagen wir deshalb erst zu, wenn Arbeitszeiten und Dauer der Heißarbeiten feststehen und wir die Wache samt Nachkontrolle für jeden Arbeitstag zuverlässig besetzen können. Bei Arbeiten über mehrere Wochen, etwa an einem Kirchendach, planen wir feste Kräfte, die das Gebäude kennen.
Sobald das Vorhaben steht, bekommen Sie einen festen Ansprechpartner. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Unsere übrigen Leistungen in der Stadt stehen unter Sicherheitsdienst Wetzlar. Wie wir Brandwachen grundsätzlich organisieren, beschreibt die Seite Brandwachen.
Personal und Unterlagen
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und sind im Bewachungsregister eingetragen. Vor jedem Einsatz werden sie in Gebäude, Fluchtwege und die vorhandenen Löschmittel eingewiesen. Wir arbeiten nach DIN 77200 und einem Qualitätsmanagement nach ISO 9001.
Grundlage der Wache ist Ihr Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten nach den Regeln der Unfallversicherung. Ohne diesen Schein beginnt keine Brandwache; wir sprechen ihn vorher mit Ihnen durch und richten uns nach den dort genannten Zeiten.
Kosten für eine Brandwache
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache während der regulären Arbeitszeit einer Dachdeckerfirma liegt eher im unteren Teil der Spanne; Wachen nachts, wenn in Industriehallen während des Stillstands geschweißt wird, oder an Feiertagen eher im oberen. Die Nachkontrolle zählt zur Einsatzzeit und ist im Angebot gesondert ausgewiesen.
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