Eine Stadt mit Brandgeschichte
Wilsdruff wurde in seiner Geschichte mehrfach von Stadtbränden getroffen, die Chronik nennt die Jahre 1447, 1584, 1634, 1686 und 1744. Beim letzten Brand am 5. Juni 1744 wurde auch das Rathaus zerstört oder schwer beschädigt. Es wurde 1755/56 neu errichtet und 1758 eingeweiht; der sanierte Altbau ist seit 2003 wieder in Nutzung und trägt heute ein Glas-Glockenspiel im Turm.
Die enge Bebauung der Altstadt mit Dachstühlen aus Holz ist bis heute ein Grund, bei Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug besonders vorsichtig zu sein. Wer an Dach, Fassade oder Haustechnik eines Altbaus schweißt, lötet oder trennt, braucht oft eine Brandwache, die während der Arbeit und danach aufpasst.
Bauten, an denen Heißarbeit Fingerspitzengefühl braucht
Im Stadtgebiet stehen mehrere Bauten, deren Substanz einen Brand kaum verzeihen würde:
- Die Jakobikirche, eine romanische Saalkirche aus der Zeit um 1150, heute Autobahnkirche, mit der Bennoglocke aus dem 13. Jahrhundert
- Die Nikolaikirche als Stadtkirche und das historische Rathaus am Marktplatz
- Die Katharinenkirche in Kesselsdorf, gotisch 1562 errichtet, 1723 bis 1725 unter George Bähr barock umgebaut, mit einer Eule-Orgel von 1878
- Die Dorfkirche in Grumbach mit romanischem Portal aus dem 13. Jahrhundert und die Kirche in Mohorn von 1496
- Das Herrenhaus des Rittergutes Limbach, für das eine Baugenehmigung besteht
- Der Kalkofen in Blankenstein von 1798, ein technisches Denkmal
In Kirchen mit Holzemporen, Orgeln und hölzernen Dachwerken kann ein Glutnest stundenlang unbemerkt glimmen. Gerade dort ist die Nachkontrolle nach Ende der Arbeiten entscheidend.
Heißarbeiten in Industrie und Gewerbe
Auf der Hühndorfer Höhe fertigt Purem by Eberspächer Abgasreinigungssysteme mit automatisierten Linien, Schweiß- und Handlingrobotern. Bei Umbauten, Instandhaltung oder Anlagenwechseln kommen Fremdfirmen hinzu, die außerhalb der regulären Schweißzellen arbeiten, etwa an Hallendach, Lüftung oder Fördertechnik. In den Lager- und Logistikhallen in Kesselsdorf liegen Verpackungen, Paletten und Folien in großen Mengen, die bei Funkenflug schnell Feuer fangen können.
Für solche Arbeiten stellen Betriebe in der Regel einen Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten aus. Unsere Brandwache richtet sich nach dessen Vorgaben: Sie beobachtet den Arbeitsbereich und angrenzende Räume, hält Löschmittel bereit, die Sie stellen, und bleibt nach Ende der Arbeiten so lange, wie im Schein festgelegt ist.
Neubau und Sanierung
Auch auf Baustellen fällt Brandwache an: bei Dachabdichtungen mit Gasbrenner, beim Schweißen von Stahlträgern in einer neuen Produktionshalle oder beim Trennen von Leitungen in einem Altbau, der saniert wird. In Wilsdruff stehen dafür etwa der Hallenneubau an der Hühndorfer Höhe, der Umbau des Grumbacher Hofs oder der Ausbau des Parkstadions. Wir übernehmen die Wache für die Dauer der Arbeiten und die Nachkontrolle, auf Wunsch auch eine anschließende Nachtrunde.
Feuer bei Festen
Zum Wilsdruffer Lichterfest gehört ein Feuerwerk, in Kleinopitz wärmen sich die Gäste an Feuertonnen, beim Pyramidenanschub brennen Kerzen und Grills. Für Veranstalter kann eine Brandwache sinnvoll sein, die Abstände kontrolliert, Glut nach dem Fest löscht oder bewacht und Rettungswege freihält. Abbrennbereiche beim Feuerwerk sichern wir nach den Vorgaben des verantwortlichen Pyrotechnikers.
Ablauf und Qualifikation
Vor dem Einsatz stimmen wir mit Ihnen ab, welche Bereiche zu beobachten sind, wo Löschmittel bereitstehen und wie die Feuerwehr gerufen wird. Unsere Kräfte werden vor Ort in Objekt, Fluchtwege und Löschmittel eingewiesen. Sie sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200.
In Sachsen haben wir kein Büro und übernehmen Brandwachen vorhabenbezogen. Vor der Zusage prüfen wir Termin, Personal und Anfahrt; ein Ansprechpartner hält Kontakt zu Ihrer Bauleitung, rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen und im Landesüberblick Brandwache in Sachsen; für Vorhaben in der Landeshauptstadt gibt es Dresden.
Kosten nach Dauer und Uhrzeit
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache bei Dacharbeiten über einige Stunden am Tag ist schnell kalkuliert; teurer wird es, wenn die Nachkontrolle in die Nacht reicht oder an Wochenenden gearbeitet wird, etwa weil eine Produktionslinie nur dann stillsteht. Auch die Zahl der zu beobachtenden Bereiche spielt eine Rolle.
Sie erhalten ein Angebot, das Wachzeit und Nachkontrolle getrennt ausweist.


