Eine Stadt mit vielen Liegenschaften im Übergang
Gütersloh war 74 Jahre lang Standort britischer Streitkräfte. Als die Garnison 2019 endgültig aufgelöst wurde, blieben zwei große Areale zurück: das frühere Flugfeld im Westen, das seit 2016 wieder dem Bund gehört, und das Kasernengelände in Sundern. Für beide gibt es Pläne, aber zwischen Rückgabe und neuer Nutzung vergehen Jahre. In dieser Zeit stehen Hallen, Unterkunftsblöcke und Nebengebäude leer, und genau dort beginnt die Arbeit eines Objektschutzes.
Daneben gibt es in einer Stadt mit knapp 100.000 Einwohnern, Kreisverwaltung, zwei großen Konzernzentralen und einer langen Fußgängerzone eine Menge gewöhnlicher Objekte: Bürohäuser, Ladenlokale, Wohnanlagen, Praxisgebäude. Auch dort entsteht Schutzbedarf, sobald ein Mieter auszieht, ein Umbau ansteht oder in der Nachbarschaft wiederholt eingebrochen wurde.
Wo Objektschutz in Gütersloh gefragt ist
Die folgenden Orte zeigen, wie unterschiedlich die Aufgaben im Stadtgebiet ausfallen. Sie sind Beispiele für typische Lagen, keine Aufzählung von Aufträgen.
- Mansergh Barracks in Sundern: rund 32 Hektar früheres Kasernengelände, auf dem ein neues Wohnquartier geplant ist – bis dahin Bestandsgebäude ohne Nutzer
- Princess Royal Barracks und Flugfeld: über 300 Hektar, davon ein großer Teil als Nationales Naturerbe, dazu Hallen wie der Hangar 6
- Innenstadt mit Kolbeplatz: Einzelhandel und Gastronomie in der rund 850 Meter langen Fußgängerzone, die es seit 1972 gibt
- Kreisverwaltung an der Herzebrocker Straße und städtische Dienststellen: Publikumsverkehr am Tag, leere Flure am Abend
- Wohnungsbestand in Kattenstroth, Blankenhagen und Pavenstädt: Tiefgaragen, Kellerräume, Baustellen im Bestand
Für einen ersten Überblick über alle Leistungen in der Stadt steht die Seite Sicherheitsdienst Gütersloh bereit.
Leerstand: Runden, die nicht berechenbar sind
Ein leeres Gebäude ist für Unbefugte dann interessant, wenn erkennbar niemand kommt. Deshalb fahren wir Verschlussrunden nicht zur immer gleichen Uhrzeit, sondern in wechselnden Abständen, nachts wie tagsüber und an Wochenenden. Bei jeder Runde prüfen wir Außentüren, Fenster im Erdgeschoss, Dachzugänge, Zaunfelder und Tore. Was nicht in Ordnung ist, halten wir mit Uhrzeit und Foto im Bericht fest und melden es Ihnen direkt.
Auf großen Arealen wie den früheren Kasernen ist die Fläche selbst die Herausforderung. Ein Posten am Tor sieht wenig von dem, was hinten am Zaun passiert. Sinnvoller sind feste Wege mit Kontrollpunkten, die wir mit Ihnen festlegen, kombiniert mit einer Sichtprüfung der Gebäude, in denen Kupfer, Kabel oder verwertbares Inventar lagern. Wird ein Schaden entdeckt, sichern wir die Stelle provisorisch und klären mit Ihnen, wer die Reparatur übernimmt.
Bürohäuser, Handel und Verwaltung
In genutzten Gebäuden verschiebt sich die Aufgabe vom Absichern hin zum Steuern. An einem Empfang nehmen wir Besucher an, geben Ausweise aus, kontrollieren den Zugang zu nicht öffentlichen Bereichen und schließen nach Dienstschluss ab. In Verwaltungsgebäuden mit Publikumsverkehr achten wir darauf, dass Wartebereiche ruhig bleiben und Mitarbeitende bei schwierigen Gesprächen nicht allein sind.
Im Einzelhandel der Innenstadt geht es um andere Zeiten: Ladendiebstahl in den Stoßzeiten, Unruhe in Passagen am Abend, Anlieferung früh am Morgen. Wir stellen Kräfte für Kaufhaustüren, Passagen und Ladenzeilen, die sichtbar präsent sind, ohne Kunden abzuschrecken. Nach Ladenschluss kann eine Schließrunde die Präsenz ergänzen. Mehr zur Leistung allgemein finden Sie unter Objektschutz.
So planen wir einen Einsatz außerhalb der Kernregion
Gütersloh liegt in Ostwestfalen und damit außerhalb unserer Kernregion Nord. Eine Niederlassung in Nordrhein-Westfalen gibt es bei uns nicht. Wir nehmen Aufträge hier an, wenn wir nach Prüfung von Anreise, Dauer und Personal sicher sind, sie verlässlich zu besetzen. Dauerhafte Bewachungen über Monate lassen sich so besser planen als Einsätze, die schon morgen beginnen sollen.
Der Ablauf ist immer gleich: Wir klären mit Ihnen Objekt, Zeiten und Aufgaben, legen eine schriftliche Dienstanweisung an, weisen die Kräfte vor Ort ein und vereinbaren, wie Sie Berichte und Meldungen erhalten. Einen festen Ansprechpartner bei uns haben Sie für die gesamte Laufzeit. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Was Objektschutz in Gütersloh kostet
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Für Objektschutz hängt der Preis vor allem davon ab, ob ein Posten durchgehend besetzt ist oder ob einzelne Runden über den Tag verteilt werden. Ein leerstehendes Gebäude mit vier Kontrollgängen pro Nacht kostet anders als ein Empfang, der werktags zehn Stunden besetzt ist. Nacht, Wochenende und Feiertage, die Größe des Geländes und die Laufzeit des Auftrags bestimmen, wo Ihr Angebot in der Spanne liegt. Landesweite Hintergründe stehen unter Objektschutz in Nordrhein-Westfalen.


