Bauen in einer Stadt mit knappen Flächen
Neue Gewerbeflächen sind in Gütersloh seit Jahrzehnten ein Thema. Schon in den 1990er Jahren setzte die Stadt Hoffnungen darauf, Teile des früheren Militärflughafens einmal als Gewerbe nutzen zu können. Seit dem Abzug der britischen Streitkräfte sind diese Pläne konkreter geworden: Am Flugfeld sieht ein Konzept von NRW.Urban rund 100 Hektar Baufläche entlang der Marienfelder Straße vor, während etwa 230 Hektar als Nationales Naturerbe in Bundeshand bleiben.
Schon 2022 weit fortgeschritten waren die Planungen für das Mansergh Quartier auf dem früheren Kasernengelände in Sundern. Auf rund 32 Hektar sollen Bestandsgebäude umgenutzt und durch Neubauten ergänzt werden, vorgesehen sind etwa tausend Wohnungen für mehr als 2.500 Menschen, dazu Bildung, Gastronomie und Handel. Solche Flächen entstehen nicht in einem Zug, sondern über viele Jahre und Bauabschnitte.
Baustellen und Bauvorhaben im Stadtgebiet
Die folgenden Vorhaben zeigen, wo Baustellenbewachung in Gütersloh in den kommenden Jahren eine Rolle spielt. Es handelt sich um öffentlich bekannte Projekte, nicht um Aufträge.
- Mansergh Quartier in Sundern: Umbau von Kasernenbauten, Neubau von Wohnungen, Erschließung
- Konversionsfläche Flugfeld: geplanter Gewerbestreifen an der Marienfelder Straße
- Betriebshof Goethestraße 16: Gesamtkonzeption und Teilneubau des städtischen Betriebshofs, Planung vergeben 2026
- Teutoburger Wald-Eisenbahn: geplante Rückkehr des Personenverkehrs Harsewinkel–Gütersloh–Verl
- Heidewaldstadion: Ausbau des Vereinsheims seit April 2026
Wie Baustellen landesweit betreut werden, beschreibt die Seite Baustellenbewachung in Nordrhein-Westfalen.
Umbau im Bestand: das unterschätzte Risiko
Auf Konversionsflächen wird selten auf der grünen Wiese gebaut. Alte Gebäude werden entkernt, Leitungen herausgerissen, Metall wird gesammelt. Gerade dann ist das Risiko hoch: Kupferkabel, Rohre und ausgebautes Material liegen offen, Teile des Geländes sind noch unbeleuchtet, und wo früher ein Kasernenzaun stand, gibt es Lücken. Eine Bewachung muss hier mehr leisten als das Abschließen des Bauzauns.
Wir gehen solche Gelände in festen Runden ab, kontrollieren Container, Materiallager und abgestellte Maschinen, achten auf offene Gebäude und dokumentieren jeden Befund. Bei großen Flächen besetzen wir zusätzlich die Hauptzufahrt, damit nachts und am Wochenende kein Fahrzeug unbemerkt hinein- oder hinausfährt.
Ein weiterer Punkt auf früherem Militärgelände sind Untersuchungen des Bodens und alter Leitungen, die vor oder während der Bauarbeiten stattfinden. Abgesperrte Bereiche, Probenstellen und Baugruben müssen auch dann gesichert bleiben, wenn gerade niemand daran arbeitet. Wir nehmen sie in die Runde auf und melden, wenn Absperrungen beschädigt oder entfernt wurden.
Neubau, Materialanlieferung und Wochenenden
Bei Neubauten verlagert sich das Problem. Teure Geräte wie Bagger, Radlader und Rüttelplatten, Baustrom, Kabeltrommeln und frisch angelieferte Fenster oder Sanitärobjekte sind begehrt. Wer weiß, dass zwischen Freitagabend und Montagmorgen niemand auf der Baustelle ist, hat viel Zeit. Unsere Kräfte sind genau in diesen Zeiten da, als feste Wache an der Zufahrt oder als Streife mit mehreren Kontrollen in der Nacht.
Tagsüber kann eine Zugangskontrolle sinnvoll sein, wenn viele Gewerke gleichzeitig arbeiten. Dann prüfen wir Ausweise, führen eine Liste, wer auf der Baustelle ist, und nehmen Anlieferungen entgegen. Mehr zur Leistung unter Baustellenbewachung, zur Stadt unter Sicherheitsdienst Gütersloh.
Ablauf außerhalb der Kernregion
Gütersloh gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, eine Niederlassung in Nordrhein-Westfalen haben wir nicht. Baustellen laufen aber meist über Monate, und das passt gut zu einer vorhabenbezogenen Planung: Wir prüfen Anreise und Personal, besprechen mit Bauleitung oder Bauherr die Phasen und passen die Bewachung an, wenn sich der Bauablauf ändert.
Vor dem Start gehen wir das Gelände ab und halten in einer Dienstanweisung fest, welche Bereiche zu kontrollieren sind, wer bei Schäden benachrichtigt wird und wie Schlüssel übergeben werden. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO.
Kosten für eine Baustellenwache
Richtwert sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Baustellen bestimmen vor allem zwei Fragen den Preis: Brauchen Sie eine durchgehende Wache oder genügen einzelne Kontrollen in der Nacht? Und läuft die Bewachung nur an Wochenenden und Feiertagen oder jede Nacht? Dazu kommen Größe und Beleuchtung des Geländes. Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, kann der Umfang im Laufe des Auftrags angepasst werden.


