Brandschutz mit Folgen für das Stadtbild
Wie sehr Brandschutz den Alltag einer Stadt prägen kann, zeigt Gütersloh deutlich. Das frühere Theater in der Paul-Thöne-Halle wurde 2003 aus Brandschutzgründen geschlossen, die Vorstellungen zogen in die benachbarte Stadthalle um, bis 2010 das neue Theater eröffnete. Im Heidewaldstadion sind von 12.500 Plätzen derzeit nur 8.400 zugelassen, ebenfalls wegen der Brandschutzbestimmungen.
Für Betreiber, Veranstalter und Unternehmen heißt das: Behörden schauen genau hin. Wo bauliche Anlagen nicht dem heutigen Stand entsprechen, wo Arbeiten mit offener Flamme anstehen oder wo viele Menschen in einem Raum sind, kann eine Brandsicherheitswache Teil der Auflage sein oder eine sinnvolle Ergänzung zum eigenen Brandschutz.
Wo in Gütersloh Brandwachen gebraucht werden
Die Beispiele zeigen typische Lagen im Stadtgebiet. Sie beschreiben Bedarf, keine laufenden Aufträge.
- Werke an der Carl-Miele-Straße und am Stadtring Sundern: Schweiß- und Trennarbeiten bei Wartung und Umbau
- Druckerei Mohn Media: Papierlager und Maschinenhallen mit hoher Brandlast
- Stadthalle und Theater Gütersloh: Bühnenaufbauten, Effekte, volle Säle
- Heidewaldstadion: Spiele und Veranstaltungen mit eingeschränkter Kapazität
- Alter Kirchplatz mit Fachwerkhäusern, Martin-Luther-Kirche von 1861, St.-Pankratius-Kirche
Für das gesamte Land finden Sie Hinweise unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.
Heißarbeiten in Produktion und Lager
In Fertigungsbetrieben fallen Schweiß-, Schneid- und Schleifarbeiten meist dann an, wenn die Produktion ruht: am Wochenende, in Betriebsferien oder während einer Revision. Gerade in Hallen mit Papier, Verpackungen, Kunststoffen oder Staub reicht ein Funke, der in eine Fuge fällt, um Stunden später einen Schwelbrand auszulösen. Deshalb gehört zur Brandwache nicht nur die Aufsicht während der Arbeit, sondern auch die Nachkontrolle danach.
Unsere Kräfte überwachen den Arbeitsbereich, halten Löschmittel bereit, achten darauf, dass brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, und kontrollieren nach Ende der Arbeiten in festen Abständen, ob sich irgendwo Wärme oder Rauch entwickelt. Grundlage ist Ihr Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, in dem Dauer und Umfang der Nachkontrolle festgelegt sind.
Bei größeren Stillständen, wenn mehrere Fremdfirmen an verschiedenen Stellen gleichzeitig schweißen, ist eine einzelne Kraft schnell überfordert. Dann planen wir je Arbeitsstelle eine Brandwache oder teilen die Bereiche so auf, dass jeder Posten seinen Abschnitt vollständig überblickt. Wechsel zwischen den Kräften finden mit Übergabe statt, damit keine Stelle während der Nachkontrolle vergessen wird.
Veranstaltungen, Bühnen und Hallen
Bei Veranstaltungen kann die Behörde eine Brandsicherheitswache verlangen, etwa bei Pyrotechnik, offener Flamme auf der Bühne oder besonderen Aufbauten. Je nach Auflage stellt die Feuerwehr diese Wache selbst oder lässt geeignete Kräfte zu. Wir ergänzen den Einsatz mit Personal, das Notausgänge freihält, Rettungswege kontrolliert, Rauchverbote durchsetzt und im Ernstfall die Räumung unterstützt.
In Hallen mit älterer Technik oder bei Umbauten mit vorübergehend außer Betrieb gesetzter Brandmeldeanlage überbrückt eine Brandwache die Lücke. Unsere Kräfte gehen dann die betroffenen Bereiche regelmäßig ab und melden Auffälligkeiten sofort. Mehr dazu unter Brandwachen.
Altbau, Fachwerk und Kirchen
Rund um den Alten Kirchplatz steht ein Ensemble aus Fachwerkhäusern, dazu kommen Kirchen wie die Martin-Luther-Kirche oder die katholische St.-Pankratius-Kirche von 1890 und denkmalgeschützte Bauten auf dem Gelände des LWL-Klinikums. Bei Dacharbeiten, Abdichtungen mit dem Brenner oder Lötarbeiten an Leitungen ist dort besondere Vorsicht nötig, weil Holz, Dämmung und Hohlräume einen Brand lange verbergen können. Wir kontrollieren deshalb nach Ende der Arbeiten auch Dachstuhl, Zwischendecken und angrenzende Räume, nicht nur die Stelle, an der gearbeitet wurde.
Gütersloh liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, in Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro. Wir übernehmen Brandwachen hier vorhabenbezogen, nachdem wir Anreise und Personal geprüft haben, und weisen die Kräfte vor Ort in Gebäude, Fluchtwege und Löschmittel ein. Zur Stadt allgemein: Sicherheitsdienst Gütersloh.
Was eine Brandwache kostet
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen hängt die Rechnung stark von den Zeiten ab: Heißarbeiten werden oft nachts oder am Wochenende erledigt, und die Nachkontrolle verlängert den Einsatz über das Ende der Arbeit hinaus. Hinzu kommt, wie viele Stellen gleichzeitig zu überwachen sind. Eine einzelne Schweißarbeit an einem Nachmittag liegt woanders in der Spanne als eine Veranstaltungsnacht mit mehreren Posten.


