Ein Stadtteil mit zwei Tagesläufen
St. Pauli ist mit gut zwei Quadratkilometern einer der kleineren Hamburger Stadtteile, aber auf dieser Fläche leben mehr als 22.000 Menschen, und tagsüber wie nachts sind deutlich mehr Leute unterwegs. Der Vergnügungs- und Tourismusbetrieb gilt als wichtigster Wirtschaftszweig. Das prägt die Anforderungen an den Schutz von Gebäuden: Ein Ladengeschäft im Karolinenviertel, ein Büro am Millerntorplatz und ein Club an der Großen Freiheit haben völlig verschiedene Öffnungszeiten, liegen aber oft nur wenige Hundert Meter auseinander.
Für den Objektschutz bedeutet das, dass sich kaum ein Konzept von der Stange übertragen lässt. Wichtig ist die Frage, wann ein Objekt wirklich unbeaufsichtigt ist und was in dieser Zeit rundherum passiert. Am frühen Sonntagmorgen ist die Lage an der Reeperbahn eine andere als am Dienstagmittag.
Objektarten zwischen Reeperbahn, Heiligengeistfeld und Elbhang
Die folgenden Lagen zeigen, wo im Stadtteil typischerweise Objektschutz anfällt. Es handelt sich um Beispiele für Gebäudearten, nicht um eine Kundenliste:
- Rindermarkthalle am Neuen Kamp – denkmalgeschützte Halle mit rund 30 Geschäften, Markthalle und Räumen für Initiativen im Obergeschoss
- Grüner Bunker an der Feldstraße – Hotel, Gastronomie, Musikclubs und Medienbetriebe in einem denkmalgeschützten Bau mit vielen Ein- und Ausgängen
- Tanzende Türme an der Reeperbahn 1 – Büroflächen, Hotel nebenan und ein Musikclub im Erd- und Untergeschoss
- Bernhard-Nocht-Straße – Institutsgebäude des Bernhard-Nocht-Instituts mit Laboren hoher Schutzstufe
- Marktstraße und Karolinenstraße im Karolinenviertel – kleine Läden, Werkstätten und Wohnhäuser mit Geschäften im Erdgeschoss
- Große Freiheit und Hamburger Berg – Clubs, Bars und Hotels, die tagsüber geschlossen sind
Was unsere Kräfte vor Ort tun
Je nach Objekt besetzen wir einen Empfang oder eine Pforte, kontrollieren Ausweise und Besucher, schließen am Abend ab und öffnen am Morgen wieder. Bei Mischgebäuden wie dem Bunker an der Feldstraße kommt es darauf an, die Grenzen zwischen öffentlichen Bereichen, Hotel und Mietflächen sauber zu halten: Wer zum Konzert will, soll nicht im Treppenhaus der Büros landen.
In Markthallen und Läden stehen nach Ladenschluss andere Punkte im Vordergrund. Wir prüfen Lieferzonen und Rolltore, kontrollieren Kühlräume auf Störungsanzeigen, gehen Tiefgaragen und Parkdecks ab und achten auf Personen, die sich nach Geschäftsschluss noch im Gebäude aufhalten. Handwerker, Reinigung und Wartungsfirmen begleiten wir nach Ihrer Freigabe und tragen Ein- und Austritt in ein Wachbuch ein.
Bei Instituten und Laboren richten wir uns streng nach der Zutrittsregelung des Hauses. Sperrbereiche betreten unsere Kräfte nur, soweit es ausdrücklich vorgesehen ist; ansonsten werden Türen, Anzeigen und Alarme von außen kontrolliert.
Feste Besetzung, Verschlussdienst oder Kontrollgänge
Nicht jedes Gebäude braucht rund um die Uhr eine Wache. Für ein Ladenlokal im Karolinenviertel reicht oft ein abendlicher Verschlussdienst mit zwei oder drei unregelmäßigen Kontrollen in der Nacht. Ein Hotel mit Veranstaltungsflächen braucht dagegen eine feste Besetzung, gerade an Wochenenden, an Spieltagen im Millerntor-Stadion oder während der Domwochen auf dem Heiligengeistfeld, wenn sehr viele Menschen durch die Straßen ziehen.
Wir beginnen deshalb mit einer Begehung und klären, welche Zeiten wirklich kritisch sind, welche Türen und Tore regelmäßig offen stehen und wer im Ernstfall verständigt wird. Daraus entsteht ein Dienstplan, der zu Ihrem Haus passt, nicht zu einer Vorlage. Ändert sich der Bedarf, etwa wegen eines Umbaus oder eines neuen Mieters, passen wir den Plan an. Einen Überblick über Gebäude rund um die Innenstadt gibt auch die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Mitte.
Personal, Planung und Nachweise
Alle Kräfte im Objektschutz sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt. Unsere Abläufe richten sich nach DIN 77200, das Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert. Geplant wird aus unserem Hauptsitz in Neumünster; ein eigenes Büro in Hamburg haben wir nicht. Wir setzen für Ihr Objekt feste Kräfte ein, die das Gebäude und Ihre Ansprechpartner kennen, und weisen Vertretungen vor dem ersten Dienst ein.
Jede Schicht wird mit Beginn, Ende, Kontrollpunkten und Feststellungen erfasst. Sie erhalten die Berichte regelmäßig, ohne dass Sie nachfragen müssen. Unsere Einsatzleitung ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Weitere Hamburger Stadtteile und Bezirke finden Sie unter Objektschutz Hamburg.
Womit Sie beim Objektschutz in St. Pauli rechnen können
Als Richtwert für Objektschutz gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Lage der Stunden und die Aufgaben: Ein Empfang am Werktag liegt im unteren Bereich, Nachtdienste am Wochenende, Feiertage und zusätzliche Aufgaben wie Videoüberwachung oder Brandschutzkontrollen liegen höher.
In St. Pauli fallen viele Stunden genau in die Nächte von Freitag auf Sonntag. Wer dort nur Kontrollgänge statt einer Dauerbesetzung vorsieht, spart deutlich Stunden. Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot, das Besetzung, Kontrollgänge und Sonderdienste getrennt ausweist.


