Viel Geschichte auf wenig Raum
Wer in St. Pauli baut oder umbaut, arbeitet oft in Häusern mit langer Vergangenheit. Das St. Pauli Theater wurde 1841 gegründet, die Davidwache entstand 1914 nach Plänen von Fritz Schumacher, aus demselben Jahrzehnt stammt der Klinkerbau des Bernhard-Nocht-Instituts. Die Rindermarkthalle am Neuen Kamp wurde 1951 eröffnet, der Hochbunker an der Feldstraße stammt aus dem Jahr 1942. Viele dieser Bauten stehen unter Denkmalschutz.
Genau dort entstehen bei Sanierungen Situationen, in denen eine Brandwache gefragt ist: Holzbalken in alten Dachstühlen, Hohlräume hinter Verkleidungen, Dämmstoffe aus verschiedenen Jahrzehnten und Lüftungsschächte, durch die sich Glut unbemerkt ausbreiten kann.
Häuser, in denen Brandwachen typischerweise gebraucht werden
Die folgenden Orte stehen für Gebäudearten im Stadtteil, bei denen Heißarbeiten oder Veranstaltungen eine Brandwache erfordern können. Es handelt sich nicht um eine Kundenliste:
- Theater am Spielbudenplatz – St. Pauli Theater, Schmidt Theater, Schmidts Tivoli und das Operettenhaus mit Bühnentechnik, Kulissen und großen Sälen
- Imperial Theater an der Reeperbahn und Musikclubs wie Mojo Club, Große Freiheit 36 und Kaiserkeller
- Hochbunker Feldstraße – Hotel, Clubs und Gastronomie in einem denkmalgeschützten Betonbau
- Rindermarkthalle am Neuen Kamp – große freitragende Halle mit Markthalle, Gastronomie und Parkdeck
- St. Pauli-Landungsbrücken – denkmalgeschützte Anlage mit Abfertigungsgebäude und Pegelturm
Brandwache nach Schweiß-, Trenn- und Lötarbeiten
Bei feuergefährlichen Arbeiten verlangen Versicherer und Arbeitsschutzvorschriften in der Regel eine Erlaubnis und eine Überwachung während und nach den Arbeiten. Unsere Kräfte sind von Beginn an vor Ort, halten Feuerlöscher bereit, achten auf Funkenflug in Nachbarräume und Hohlräume und kontrollieren Bereiche hinter Wänden und Decken, soweit sie zugänglich sind.
Nach dem Ende der Arbeiten bleibt die Brandwache für die vereinbarte Zeit und geht den Bereich wiederholt ab. In alten Holzkonstruktionen, etwa in Gründerzeithäusern wie im Karolinenviertel, kann sich ein Glutnest lange halten; deshalb ist die Nachkontrolle hier besonders wichtig. Jeder Kontrollgang wird mit Uhrzeit festgehalten und der Bereich am Ende an die Bauleitung oder den Betreiber übergeben.
Brandsicherheitswache bei Vorstellungen und Konzerten
In Theatern und Clubs geht es nicht um Heißarbeiten, sondern um viele Menschen in geschlossenen Räumen. Fällt eine Brandmeldeanlage aus, wird Pyrotechnik eingesetzt oder werden Räume vorübergehend anders genutzt, kann eine Brandsicherheitswache notwendig werden. Ob und in welchem Umfang, legen Behörde, Feuerwehr oder das Brandschutzkonzept des Hauses fest.
Unsere Kräfte prüfen vor Einlass Fluchtwege, Notausgänge und Löschmittel, bleiben während der Vorstellung an den vereinbarten Positionen und unterstützen im Ernstfall die Räumung, bis die Feuerwehr übernimmt. Gerade bei ausverkauften Abenden während des Reeperbahn Festivals im September oder in Domwochen, wenn die Zufahrten ohnehin dicht sind, ist eine geübte Besetzung wichtig.
Für eine Brandsicherheitswache bei behördlich angeordneten Fällen kann die Feuerwehr zuständig sein. Wir klären mit Ihnen vorab, was verlangt ist und wo wir unterstützen können.
Qualifikation und Planung
Unsere Brandwachen sind in der Handhabung von Feuerlöschern und Wandhydranten eingewiesen, kennen Alarmierungswege und arbeiten nach den Vorgaben des Brandschutzkonzepts oder der Erlaubnis für Heißarbeiten. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt, unsere Abläufe richten sich nach DIN 77200 und ISO 9001.
Geplant wird aus unserem Hauptsitz in Neumünster; ein eigenes Büro in Hamburg haben wir nicht. Unsere Einsatzleitung ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar, auch für kurzfristige Einsätze nach Arbeitsende. Brandwachen in anderen Teilen der Stadt finden Sie unter Brandwache Hamburg, Angebote für den Stadtteil unter Sicherheitsdienst Hamburg-St. Pauli.
Kosten einer Brandwache in St. Pauli
Brandwachen werden nach Stunden berechnet, der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Heißarbeiten in bewohnten oder genutzten Häusern oft abends oder nachts stattfinden und die Nachkontrolle danach weiterläuft, fällt ein großer Teil der Stunden in Nachtzeiten, die höher liegen als ein Werktag am Tag.
Für Vorstellungen und Konzerte richtet sich der Umfang nach Spieldauer, Zahl der Positionen und Vor- und Nachlauf. Sie erhalten vorab ein Angebot, das Einsatz, Nachkontrolle und mögliche Verlängerungen getrennt nennt.


