Warum Mitte eine eigene Runde braucht
Zum Jahresende 2025 lebten im Ortsteil Mitte 108.953 Menschen auf 10,69 Quadratkilometern, das sind rund 10.000 Einwohner je Quadratkilometer. Zwischen ihren Wohnungen liegen Geschäfte, Hotels, Galerien, Bars und Bürohäuser. Ein Objekt, das tagsüber vom Publikum lebt, steht nachts oft leer, während vor der Tür noch Betrieb ist. Genau in diesen Stunden lohnt eine Streife, die vorbeikommt, ohne die ganze Nacht vor Ort zu sein.
Anders als in einem Gewerbegebiet am Stadtrand führt eine Runde in Mitte selten über breite Straßen mit freien Parkplätzen. Hinterhöfe, Durchgänge, Tiefgaragen und Lieferzonen bestimmen den Weg. Wer das Viertel kennt, plant die Anfahrt so, dass die Kontrolle nicht an einer gesperrten Einfahrt scheitert.
Typische Stationen einer Runde
Je nach Auftrag führt eine Tour durch ganz unterschiedliche Lagen des Ortsteils:
- die Spandauer Vorstadt zwischen Spree, Karl-Liebknecht-Straße, Torstraße und Friedrichstraße, als Ganzes ein denkmalgeschütztes Ensemble
- die Hackeschen Höfe an der Rosenthaler Straße 38 mit acht Höfen, rund 40 Gewerbebetrieben, Kino und Varieté; die Wohnhöfe werden abends geschlossen
- die Galerien an der Auguststraße und die Läden rund um den Rosenthaler Platz
- die sechs Wohnhochhäuser der Fischerinsel mit je 21 Geschossen und 240 Wohnungen, gebaut zwischen 1969 und 1973
- das Nikolaiviertel mit seinen engen Gassen und Gaststätten
- die Einkaufslagen am Alexanderplatz und entlang der Friedrichstraße
Wer die Leistung allgemein kennenlernen möchte, findet sie unter Revier- und Interventionsdienste.
Was bei jedem Halt passiert
Bei einem Ladengeschäft prüfen wir nach Geschäftsschluss, ob Türen und Rollgitter verschlossen sind, ob in den Verkaufsräumen Licht brennt, das aus sein sollte, und ob Schaufenster unbeschädigt sind. In Wohnanlagen und Hochhäusern stehen Kellerzugänge, Müllräume, die Tore der Tiefgaragen und Feuerwehrzufahrten auf der Liste. In Bürohäusern kontrollieren wir Nebeneingänge und Fluchttüren, die tagsüber offen stehen dürfen und nachts zu sein müssen.
Auf Wunsch übernehmen wir Öffnungs- und Schließdienste: Wir schließen morgens auf, bevor das Personal kommt, und abends ab, wenn der letzte Mitarbeiter gegangen ist. Die Schlüssel übernehmen wir gegen Quittung, jede Ausgabe wird protokolliert.
Jeder Halt wird mit Uhrzeit und Befund im Bericht festgehalten. Findet die Streife eine offene Tür, einen Schaden oder Hinweise auf einen Einbruchsversuch, verständigt sie sofort die von Ihnen benannte Person und bei Bedarf die Polizei.
Alarmverfolgung und Sonderlagen
Ist Ihre Alarmanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns im Alarmfall verständigen; eine Streife fährt hin, prüft das Objekt von außen und, wenn Sie uns Zugang geben, auch von innen. Bis Sie oder ein Handwerker eintreffen, bleiben unsere Kräfte vor Ort.
In Mitte kommen planbare Sonderlagen hinzu. Zum Jahreswechsel am Brandenburger Tor, beim Berlin-Marathon oder zur Parade des Christopher Street Day sind Straßen gesperrt und Plätze voll. Für solche Tage verlegen wir Kontrollzeiten, wählen andere Anfahrtswege oder setzen eine Kraft zu Fuß ein. Auch die Bauarbeiten am Molkenmarkt und an der Mühlendammbrücke verändern Wege über längere Zeit; wir planen sie in die Tour ein.
Organisation aus Reinickendorf
Berlin ist Teil unserer Kernregion Nord. Die Revierrunden in Mitte plant unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Bezirk Mitte selbst haben wir kein Büro. Für eine Tour stellen wir einen festen Kreis von Kräften zusammen, der die Objekte und ihre Eigenheiten kennt. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Grenzt Ihr Objekt an benachbarte Bezirke, lässt es sich in eine gemeinsame Runde mit Standorten in Friedrichshain-Kreuzberg oder Moabit aufnehmen. Hinweise für ganz Berlin finden Sie unter Revierdienst in Berlin.
Kosten für Runden statt Dauerposten
Ein Revierdienst rechnet sich, wenn ein Objekt nicht ständig besetzt sein muss, aber regelmäßig Kontrolle braucht. Als Orientierung für die eingesetzte Zeit nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde, wobei mehrere Objekte auf einer Tour sich die Fahrzeit teilen. Wie hoch der Betrag am Ende ausfällt, hängt von der Zahl der Kontrollen pro Nacht, von Innenbegehungen, von Wochenend- und Feiertagsrunden und davon ab, ob Alarmverfolgung dazugehört. Sie erhalten ein Angebot, in dem jede Leistung einzeln ausgewiesen ist.


