Bauen, wo kein Platz übrig ist
Im historischen Zentrum Berlins wird an vielen Stellen gleichzeitig gebaut, und fast nirgends gibt es eine freie Fläche für Container, Stahl und Maschinen. Material wird auf engem Raum gelagert, oft direkt am Bauzaun und damit in Reichweite von Passanten. Nach Feierabend bleiben Kabeltrommeln, Werkzeug und Technik zurück, während auf den Straßen ringsum bis spät in die Nacht Betrieb herrscht.
Hinzu kommt, dass viele Baustellen in Mitte unter besonderer Beobachtung stehen: Denkmalschutz, Archäologie, Nachbarn mit Läden im Erdgeschoss und Verkehrswege, die nicht unterbrochen werden dürfen. Eine Bewachung muss deshalb mehr leisten, als einen Zaun zu umrunden.
Großvorhaben im Ortsteil
Diese Projekte prägen das Baugeschehen in Mitte zurzeit:
- der Alexander Tower direkt neben dem Alexa: rund 150 Meter hoch, 377 Wohnungen geplant, Baustart im November 2019; seit Dezember 2023 ruht die Baustelle
- der Turm The Berlinian von Covivio neben Galeria am Alexanderplatz: Baubeginn im Januar 2024, nach Planänderung 146 Meter, Fertigstellung Ende 2028 geplant
- der Molkenmarkt: Die verlegte Grunerstraße ist seit Ende 2025 in Betrieb, nun beginnt die Bebauung von 89 historischen Grundstücken
- der Ersatzneubau der Mühlendammbrücke, der bei laufendem Verkehr entsteht und 2028 fertig werden soll
- die Sanierung der Komischen Oper an der Behrenstraße 55–57, die seit Sommer 2023 läuft und auf mindestens sechs Jahre angelegt ist
- das Pergamonmuseum auf der Museumsinsel, seit Oktober 2023 geschlossen; Nordflügel und Mittelteil sollen im Frühjahr 2027 öffnen, der Südteil 2037
Auf längere Sicht sind weitere Vorhaben geplant, etwa das House of One an der Stelle der früheren Petrikirche, das ab 2028 entstehen soll, und der Wiederaufbau der Bauakademie am Schinkelplatz.
Archäologie, Denkmal und Nachbarschaft
Am Molkenmarkt haben Archäologen seit 2019 fast 600.000 Fundstücke geborgen. Solange Grabungsflächen offen liegen, müssen sie vor Betreten, Sondengängern und Vandalismus geschützt werden. In Opernhaus und Museum geht es um denkmalgeschützte Bauteile, die nicht ersetzt werden können.
Gleichzeitig dürfen Gehwege, Haltestellen und Ladeneingänge der Nachbarn nicht blockiert werden. Unsere Kräfte achten darauf, dass Tore geschlossen bleiben, Absperrungen stehen und Baustellenfahrzeuge den öffentlichen Raum nicht zustellen. Beschwerden von Anwohnern nehmen sie ruhig auf und geben sie an die Bauleitung weiter.
So bewachen wir Ihre Baustelle
Wie viel Bewachung eine Baustelle braucht, hängt von ihrer Phase ab. Im Rohbau mit offenem Gelände und viel Gerät empfiehlt sich oft eine Wache in der Nacht und am Wochenende. Ist das Gebäude geschlossen und der Innenausbau läuft, genügt häufig eine Streife, die mehrmals pro Nacht kommt und Türen, Fenster und Container prüft.
Tagsüber übernehmen wir auf Wunsch die Zufahrtskontrolle: Wir prüfen, welche Firma auf das Gelände will, gleichen sie mit der Liste der Bauleitung ab und weisen Lieferfahrzeuge auf die vorgesehene Fläche. Auf Baustellen mit vielen Gewerken behält die Bauleitung so den Überblick, wer wann im Gebäude war.
Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Befund im Bericht festgehalten. Schäden, aufgebrochene Container oder offene Tore melden wir sofort an die Bauleitung, bei Bedarf an die Polizei. Mehr zur Leistung finden Sie unter Baustellenbewachung.
Planung, Personal und Nachweise
Berlin zählt zu unserer Kernregion Nord. Die Bewachung von Baustellen in Mitte plant unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Bezirk selbst haben wir kein Büro. Für jede Baustelle stellen wir eine feste Gruppe zusammen, die Gelände, Ansprechpartner und Bauablauf kennt, und passen die Besetzung an, wenn sich die Bauphase ändert.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Kontrollaufgaben die Sachkundeprüfung. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Hinweise für die ganze Stadt finden Sie unter Baustellenbewachung in Berlin, Angaben zum Bezirk unter Sicherheitsdienst Berlin-Mitte.
Kosten über die Bauzeit
Baustellen in Mitte laufen oft über Jahre, deshalb lohnt es sich, die Bewachung an die Bauphasen zu koppeln. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Nachtwache an Wochenenden und Feiertagen kostet mehr als eine werktägliche Streife, die nur einige Kontrollen pro Nacht fährt. Wird eine Zufahrtskontrolle am Tag ergänzt oder müssen Grabungsflächen dauerhaft besetzt sein, steigt der Aufwand. Wir rechnen die Varianten offen gegeneinander und passen das Angebot an, wenn sich die Baustelle verändert.


