Das Industrieband im Norden von Britz
Die Bezirksregion Britz Nord ist ein schmaler Streifen zwischen der A 100 im Norden, Gradestraße und Blaschkoallee im Süden sowie A 113 und Teltowkanal im Osten. Nach Angaben des Bezirks prägen dort Industrie und Gewerbe vor allem den Planungsraum Tempelhofer Weg und die östlichen Teile von Jahnstraße und Park am Buschkrug. Wohnhäuser aus den Fünfzigerjahren stehen oft nur eine Straße von Werkshallen entfernt.
Die Wirtschaftsförderung Neukölln führt das Gebiet als Gewerbegebiet Gradestraße-Teltowkanal, auf Neuköllner Seite rund 55 Hektar groß, ein Teil reicht nach Tempelhof-Schöneberg hinein. Es ist überwiegend industriell geprägt, mit technologieorientierten Firmen, Kreislaufwirtschaft und Logistik auf vergleichsweise großen Grundstücken.
Betriebe und Standorte mit Werkschutzbedarf
Für das Gewerbegebiet nennt der Bezirk unter anderem diese Unternehmen:
- ASML Berlin, Fertigung für Halbleiter und Optik, laut Bezirk ein wachsender Produktionsstandort
- Linde Gas, vom Bezirk der chemischen Industrie zugeordnet
- Diessner, Hersteller von Farben und Lacken
- Kieback&Peter, Gebäudeautomation
- Deutsche Extrakt Kaffee und Terra Naturkost aus Lebensmittelherstellung und Großhandel
- die Berliner Stadtreinigung mit Flächen der Kreislaufwirtschaft
Hinzu kommen der BVG-Bushof an der Gradestraße, der aus dem 1910 eröffneten Straßenbahnbetriebshof hervorging, die Gewerbeflächen an der Cafeastraße und an der Ballinstraße, die schon zum großen Neuköllner Industriegebiet Südring gehört. Über die Anschlussstelle Späthstraße und die A 100 sind die Grundstücke schnell erreichbar, für Lieferanten ebenso wie für ungebetene Besucher.
Was an Tor und Rampe zu tun ist
Wo hochwertige Komponenten gefertigt oder Gase und Lacke gelagert werden, ist die Pforte mehr als ein Empfang. Unsere Kräfte melden Besucher, Servicetechniker und Fremdfirmen an, gleichen Namen mit Ihren Listen ab, geben Ausweise aus und holen eine Bestätigung des Gastgebers ein, bevor jemand auf das Gelände geht. Speditionen erhalten Zeitfenster und Rampe; wer ohne Termin kommt, wartet auf einer festgelegten Fläche statt auf der Straße.
Bei der Ausfahrt prüfen wir auf Wunsch Lieferscheine und Ladung, besonders bei Leergut, Behältern und Paletten, die leicht verwechselt werden. In sensiblen Bereichen der Fertigung oder in Lagern für Gase begleiten wir Fremdfirmen bis zum Einsatzort und achten darauf, dass Erlaubnisscheine vorliegen.
Nach Schichtende wechselt der Auftrag zur Streife. Hallentore, Zaunlinien zur Kanalseite, abgestellte Auflieger und Außenlager werden abgegangen, Auffälligkeiten gehen sofort an Ihre Rufbereitschaft und stehen mit Uhrzeit im Bericht.
Personal, Planung und Absprache
Berlin liegt in unserer Kernregion Nord. Den Werkschutz in Britz plant unsere Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Ortsteil selbst unterhalten wir kein Büro. Für jedes Werk stellen wir eine feste Gruppe zusammen, die Gelände, Ansprechpartner und Hausregeln kennt, und halten eingearbeitete Vertretungen bereit.
Die Dienstanweisung entsteht gemeinsam mit Ihrer Werksleitung: Wer darf wohin, wer erhält welchen Schlüssel, wie wird bei Brand, Gasaustritt, Unfall oder Einbruch alarmiert. Betriebe mit weiteren Standorten in Treptow-Köpenick jenseits der A 113 oder in Neukölln können wir in einem gemeinsamen Vertrag führen.
Weil am Tempelhofer Weg Wohnhäuser direkt an Gewerbeflächen grenzen, gehört auch die Nachbarschaft zum Auftrag. Wartende Lkw lenken wir auf eine Fläche abseits der Wohnstraßen, Motoren bleiben aus, und Hinweise von Anwohnern nehmen unsere Kräfte sachlich auf und geben sie an Ihre Werksleitung weiter.
Qualifikation im Werkschutz
Im Werkschutz setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein; für reine Anmelde- und Empfangsaufgaben reicht die Unterrichtung. Unsere Organisation ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor Einsatzbeginn werden die Kräfte in Ihre Sicherheitsregeln, Werksverkehrsordnung und Notfallabläufe eingewiesen. Einen Überblick zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, Hinweise für die ganze Stadt unter Werkschutz in Berlin.
Kosten bei dauerhafter Besetzung
Werkschutz läuft meist über Monate oder Jahre. Als Orientierung nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Pforte, die werktags zu Schichtwechsel und Lieferzeiten besetzt ist und nachts durch eine Streife ergänzt wird, bleibt eher im unteren Bereich. Eine Besetzung rund um die Uhr mit Feiertagen, Begleitung von Fremdfirmen in Gefahrbereiche oder zusätzliche Aufgaben wie Ladungskontrolle schieben den Preis nach oben. Nach der Begehung erhalten Sie eine Aufstellung, in der jeder Posten einzeln steht.


