Das alte Gaswerk an der Lankwitzer Straße
Das Gaswerk Mariendorf wurde 1900 und 1901 in norddeutscher Backsteingotik gebaut und versorgte vor allem den Süden Berlins mit Gas. 1996 wurde es stillgelegt, die meisten historischen Gebäude blieben stehen. Seit 2013 wird das Gelände als Marienpark Berlin entwickelt, rund 360.000 Quadratmeter groß, mit etwa 25 Bestandsgebäuden, die meisten unter Denkmalschutz, dem Gasometer, zwei Wassertürmen und einem derzeit ungenutzten Hafen am Teltowkanal.
Heute versteht sich der Campus als Standort für Resilienztechnik: Sicherheit, Schutz kritischer Infrastrukturen, Energiesicherheit. Ein eigener Rechenzentrumsbereich umfasst mehr als 80.000 Quadratmeter. Damit wachsen auch die Anforderungen an Zutritt und Bewachung.
Betriebe mit Bedarf an Tor und Streife
Im Marienpark und in seiner unmittelbaren Nachbarschaft sind unter anderem diese Nutzer belegt:
- das Rechenzentrum von NTT Data, seit 2022 im Park
- der Rechenzentrumscampus von Virtus Data Centres mit vier Gebäuden, im Bau seit Juni 2025
- Maass Transporte, Wallenstein Backmanufaktur, Sagers Kaffeerösterei und der Instrumentenzubehör-Hersteller Légère
- in der Nachbarschaft Rewe Group und Küchen Aktuell
- der Schindler Campus, der bis 2020 aus dem langjährigen Standort von Schindler Aufzüge entstand
Ein zweites Gewerbeband liegt im Süden: an der Großbeerenstraße, in der Wilhelm-von-Siemens-Straße, die laut Straßenverzeichnis durch ein Gewerbegebiet zwischen Großbeerenstraße und Hirzerweg führt, und östlich des Mariendorfer Damms an der Ullsteinstraße. Erschlossen wird das Gaswerksgelände über die Greinerstraße und die Ringstraße, die das Industriegebiet vom Wohnviertel im Norden trennt.
Aufgaben am Tor und auf dem Gelände
Für Rechenzentren steht die Zutrittskontrolle im Vordergrund. Wartungsfirmen, Kälte- und Elektrotechniker sowie Kunden mit eigenen Racks werden am Empfang mit Ihrer Freigabeliste abgeglichen, erhalten Besucherausweise und werden bis zur Schleuse begleitet. Lieferungen von Hardware nehmen wir an, prüfen Begleitpapiere und informieren den zuständigen Techniker.
Bei Spediteuren und Lebensmittelbetrieben dreht sich vieles um Uhrzeiten. Backwaren und Paketsendungen verlassen das Gelände früh am Morgen, Wareneingänge kommen über den Tag. Unsere Kräfte weisen Fahrer zu Rampen ein, achten auf freie Feuerwehrzufahrten und darauf, dass Lkw nicht in den Wohnstraßen nördlich der Ringstraße warten.
Nachts gehen wir das Gelände ab: Zaunlinien zur Kanalseite, Tore der Denkmalhallen, Außenlager und abgestellte Wechselbrücken. Was auffällt, geht sofort an Ihre Rufbereitschaft oder an die Leitstelle Ihres Errichters und steht mit Uhrzeit im Bericht.
Eine Besonderheit des Parks sind die vielen Mieter auf einem gemeinsamen Gelände. Wege, Parkflächen und manche Zufahrten werden gemeinsam genutzt, während jede Firma ihre eigenen Regeln für Halle und Büro hat. Für den Werkschutz heißt das: Wir müssen wissen, wo das Hausrecht des einen Betriebs endet und das des nächsten beginnt, wer bei einem offenen Tor des Nachbarn verständigt wird und welche Flächen nachts überhaupt betreten werden dürfen. Diese Fragen klären wir vor dem ersten Dienst und halten sie in der Dienstanweisung fest. Für Rechenzentren kommt hinzu, dass Sicherheitsvorgaben ihrer Kunden oft genaue Nachweise verlangen; wir richten die Dokumentation an Tor und Empfang danach aus.
Eingeteilt von der Zweigniederlassung Berlin
Mariendorf liegt in unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung übernimmt unsere Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf, im Ortsteil selbst sind wir nicht mit einem Büro vertreten. Für ein Werk stellen wir eine feste Mannschaft zusammen, die Gelände, Ansprechpartner und Hausregeln kennt, und arbeiten Vertretungen vorab ein.
Die Dienstanweisung stimmen wir mit Ihrer Standortleitung ab, einschließlich der Abläufe bei Stromausfall, Brandalarm oder einem Fremden auf dem Gelände. Betriebe mit weiteren Flächen jenseits der A 100 in Britz oder im Industriegebiet von Marienfelde können wir im selben Vertrag führen.
Anforderungen an das Personal
Im Werkschutz arbeiten bei uns Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; reine Empfangsaufgaben dürfen auch Kräfte mit Unterrichtung übernehmen. Unser Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Vor dem ersten Dienst werden alle Kräfte in Ihre Sicherheitsregeln und Notfallabläufe eingewiesen. Grundsätzliches zur Leistung steht auf der Seite Werkschutz, berlinweite Hinweise unter Werkschutz in Berlin.
Kosten für einen dauerhaften Werkschutz
Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag, und so rechnen wir ihn auch. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Empfang zu Bürozeiten mit einer Nachtstreife über mehrere Grundstücke im Park landet eher unten in dieser Spanne. Ein Tor, das an 365 Tagen rund um die Uhr besetzt ist, Begleitung von Technikern in Sicherheitsbereiche und Ladungskontrollen treiben den Preis nach oben. Nach der Begehung erhalten Sie eine Aufstellung, Posten für Posten.


