Ein früheres Industrierevier mit gemischter Belegung
Bis in die 1980er Jahre war Gesundbrunnen ein Fabrikviertel. Die AEG kaufte 1894 das Gelände an der Brunnenstraße und errichtete dort über Jahrzehnte Fabrikbauten, geplant von Franz Schwechten und Peter Behrens. An der Acker- und Feldstraße stand eine Apparatefabrik, an der Schwedenstraße ab 1939 ein Gerätewerk von Telefunken, an der Tromsöer und Drontheimer Straße das Hydrawerk, und zwischen Uferstraße und Gottschedstraße fertigte Rotaprint Druckmaschinen.
Große Industriebetriebe gibt es heute nicht mehr. Die Bauten aber stehen, und in ihnen arbeiten Technologiefirmen, Teile der TU Berlin, Handwerk und Kreative. Für den Werkschutz bedeutet das: weniger Werkstor eines einzelnen Konzerns, mehr gemeinsam genutzte Höfe, in denen jeder Mieter eigene Zeiten und eigene Besucher hat.
Gelände, auf denen Werkschutz gefragt ist
Diese Lagen zeigen, wo im Ortsteil Tore, Rampen und Hallen zu sichern sind. Es handelt sich um Beispiele, nicht um Auftraggeber:
- AEG-Areal am Humboldthain zwischen Gustav-Meyer-Allee, Brunnenstraße, Voltastraße und Hussitenstraße – Technologieunternehmen und Teile der TU Berlin in alten Fabrikhallen, darunter die Peter-Behrens-Halle von 1912
- Früheres Telefunken-Gerätewerk an der Schwedenstraße, heute ein Gewerbebau mit vielen Mietern
- Gewerbepark an der Drontheimer Straße 28 bis 38
- ExRotaprint zwischen Gottschedstraße und Bornemannstraße mit Werkstätten und Ateliers
- Gleichrichterwerk der U-Bahn an der Bastianstraße 6, das die Linie U8 versorgt
Am Tor: wer rein darf, wer raus fährt
Auf einem Gelände mit vielen Mietern ist die Zufahrt die gemeinsame Engstelle. Unsere Kräfte gleichen anfahrende Fahrzeuge mit der Liste ab, die Sie oder Ihre Mieter führen, rufen bei unbekannten Lieferungen den Empfänger an und lenken Transporter zur passenden Halle. Besucher werden angemeldet und erhalten einen Ausweis, solange Ihre Ordnung das vorsieht.
Fremdfirmen wie Elektriker, Klimatechniker oder Gerüstbauer brauchen eine Freigabe. Wir prüfen, ob sie vorliegt, geben Schlüssel gegen Unterschrift heraus und vermerken, wann jemand das Gelände wieder verlässt. Ausfahrende Ladung kontrollieren wir nur in dem Umfang, den Ihre Betriebsordnung festlegt.
In Laboren und Technikräumen gelten oft besondere Regeln: Zutritt nur mit Einweisung, keine Begleitung ohne Freigabe, bestimmte Räume nur zu zweit. Solche Vorgaben nehmen wir in die Dienstanweisung auf, damit jede Kraft sie kennt.
Nachts im Backsteinhof
Alte Fabrikgelände haben viele Winkel: Durchgänge zwischen Hallen, Laderampen, Außentreppen, Dachzugänge und Kellerräume, die selten jemand betritt. Gemeinsam mit Ihnen legen wir Kontrollpunkte fest, die bei jedem Rundgang angelaufen werden. Jeder Punkt steht mit Uhrzeit im Bericht, Auffälligkeiten mit kurzer Beschreibung.
Läuft eine Maschine, steht ein Fenster offen oder meldet Ihre Anlage einen Alarm, verständigen wir Ihre Rufbereitschaft in der vereinbarten Reihenfolge. Ist Ihre Technik auf die Leitstelle eines Errichters aufgeschaltet, stimmen wir vorab ab, wer bei Alarm wohin fährt und wer Schlüssel bereithält.
Planung, Personal und Nachbarschaft
Den Werkschutz für Gesundbrunnen planen wir aus der Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81 im Bezirk Reinickendorf. Im Ortsteil selbst unterhalten wir kein Büro. Ihr Gelände bekommt eine feste Stammbesetzung, die Mieter und Abläufe kennt, sowie eine eingewiesene Vertretung für Urlaub und Krankheit.
Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Betriebe mit weiteren Flächen im benachbarten Pankow können beide Standorte in einem Auftrag bündeln. Die Lage in ganz Berlin beschreibt unsere Seite Werkschutz Berlin.
Kosten für Werkschutz im Gewerbehof
Für Werkschutz gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Torbesetzung nur zu den Lieferzeiten liegt am unteren Ende, ein rund um die Uhr besetztes Tor mit vielen Nacht- und Wochenendstunden weiter oben. Aufgaben wie Besucherverwaltung, Schlüsselausgabe oder das Bedienen Ihrer Videotechnik fließen ebenfalls ein.
Teilen sich mehrere Mieter eine Zufahrt, lässt sich auch der Werkschutz gemeinsam beauftragen und anteilig abrechnen. Ein Dauerauftrag mit festem Wochenumfang macht die Planung für beide Seiten verlässlich. Nach einer Begehung erhalten Sie ein Angebot mit getrennten Positionen.


