Ein Industriegebiet, das kleinteilig geworden ist
Die Herzbergstraße war über hundert Jahre eine Adresse für Großbetriebe. Siemens & Halske siedelte sich 1872 an, daraus wurde später der VEB Elektrokohle; dazu kamen eine Margarinefabrik, eine Exportschlächterei und eine Kugellagerfabrik. Nach 1990 schlossen die großen Werke. Geblieben sind die Flächen, und auf ihnen arbeiten heute mehr als 850 Unternehmen mit zusammen über 8.400 Beschäftigten, verteilt auf rund 190 Hektar zwischen Landsberger Allee, Vulkanstraße und dem Landschaftspark Herzberge.
Für den Werkschutz heißt das: Statt eines Werkstors mit einem Pförtner gibt es Höfe, in denen Werkstätten, Lager, Autohäuser, Großhändler und Ateliers nebeneinander liegen. Wer dort Zutritt regelt, braucht eine aktuelle Mieterliste, klare Absprachen mit jeder Firma und einen Blick für Fahrzeuge, die sich nicht zuordnen lassen.
Wo im Bezirk Torkontrolle gefragt ist
Die Schwerpunkte liegen im Norden des Ortsteils, setzen sich aber an Bahn und Ufer fort. Typische Gelände, auf denen Zufahrt, Ladung und Fremdfirmen kontrolliert werden müssen:
- Herzbergstraße 119–124: Gießerei mit Modellbau, mit Schwertransporten und Hitzearbeitsplätzen
- Dong Xuan Center zwischen Herzbergstraße und Siegfriedstraße: sechs Verkaufshallen und zwei große Lager mit Großhandelsverkehr
- Gewerbegebiet Siegfriedstraße mit dem BVG-Betriebshof
- Gewerbeflächen südlich der Landsberger Allee mit Bau- und Möbelmärkten
- Heizkraftwerk Klingenberg an der Köpenicker Chaussee in Rummelsburg, wo Rückbau und Umbau Fremdfirmen auf das Gelände bringen
Auf jedem dieser Gelände sieht der Tag anders aus. Der Großhandel lebt von frühen Anlieferungen und vielen Kleintransportern, die Gießerei von wenigen schweren Lkw, das Kraftwerk von Montagekolonnen mit Arbeitsfreigaben.
Ein Tor, viele Mieter: so organisieren wir den Zutritt
Zum Start gehen wir das Gelände mit Ihnen ab und legen fest, welche Firmen, Fahrzeuge und Personen ohne Rückfrage einfahren dürfen. Alle anderen werden angemeldet: Name, Firma, Kennzeichen, Ziel auf dem Gelände, Uhrzeit. Bei Lieferungen prüfen wir den Lieferschein gegen den Empfänger, damit Ware nicht beim falschen Mieter oder vor einer geschlossenen Halle landet.
Wird ein Hof von mehreren Eigentümern oder Verwaltern betreut, halten wir für jeden einen eigenen Ansprechpartner fest. So weiß die Kraft am Tor in der Nacht, wen sie bei einem offenen Rolltor in Halle drei anruft und wen bei einem Wasserschaden im Lager nebenan.
- Besucher- und Fahrzeugerfassung mit Ziel und Zeitraum
- Abgleich von Lieferscheinen und Ausfahrtkontrolle nach Ihren Vorgaben
- Ausgabe von Besucherausweisen und Rücknahme bei der Ausfahrt
- Einweisung von Montagefirmen in Wege, Sammelplätze und Rauchverbote
- Freihalten von Feuerwehrzufahrten und Aufstellflächen
Nachts: leere Hallen und lange Zaunlinien
Nach Feierabend wird es im Gewerbegebiet still. Gerade dann zählen Rundgänge: Hallentüren, Rolltore, Fensterbänder und die Rückseiten der Gebäude, die tagsüber niemand beachtet. Die Herzbergstraße grenzt im Osten an einen großen Park, im Süden an Wohnblöcke, an der Siegfriedstraße an Bahnflächen. Wer dort über einen Zaun steigt, wird von der Straße aus kaum gesehen.
Unsere Kräfte gehen die Runde nach einem festen Plan, wechseln aber Reihenfolge und Startzeit. Sie notieren jeden Halt mit Uhrzeit im Bericht, fotografieren Schäden und informieren noch während der Schicht die Personen auf Ihrer Meldeliste. Bei einem Einbruch oder Feuer wird zuerst die Polizei oder die Feuerwehr verständigt, danach Ihr Betrieb.
Planung aus der Zweigniederlassung Berlin
Einsätze in Lichtenberg planen wir aus unserer Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein eigenes Büro im Bezirk haben wir nicht. Berlin gehört zu unserer Kernregion Nord, die Kräfte stammen aus dem eigenen Personalstamm. Für den Werkschutz setzen wir vorzugsweise Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, denn am Tor wird über Zutritt entschieden. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Betriebe mit weiteren Standorten im Osten, etwa in Friedrichsfelde oder Marzahn, können die Planung zusammenlegen. Einen Überblick über die ganze Stadt gibt Werkschutz Berlin.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo eine Pforte über Monate hinweg werktags zu festen Zeiten besetzt ist, landen Sie eher im unteren Teil dieser Spanne. Teurer wird es, wenn Nächte, Wochenenden und Feiertage den Großteil ausmachen, wenn kurzfristig begonnen werden soll oder wenn am Tor zusätzlich Ladung geprüft und Fremdfirmen begleitet werden.
Auf vielen Lichtenberger Höfen rechnet sich eine Teilung: Die Kraft am Tor übernimmt die Stoßzeiten am Morgen und am Nachmittag, in der Nacht folgen Rundgänge. Nach der Begehung erhalten Sie ein Angebot mit zwei oder drei Varianten. Was wir im Bezirk sonst übernehmen, steht unter Sicherheitsdienst Berlin-Lichtenberg.


