Ein Wohnbezirk mit überraschend viel Industrie
Marzahn-Hellersdorf wird oft nur mit den Großsiedlungen der 1970er und 1980er Jahre verbunden. Tatsächlich zieht sich westlich der Märkischen Allee ein Gewerbeband durch den Bezirk, das ab 1987 an der Wolfener Straße entstand und nach 1990 mehrfach erweitert wurde. Dort sitzen Maschinenbauer, Händler, Entsorger und Handwerksbetriebe nebeneinander, oft mit gemeinsamen Zufahrten und Freiflächen.
Zu den bekannten Namen gehören Knorr-Bremse an der Georg-Knorr-Straße, die Werkzeugmaschinenfabrik Niles, die Großbäckerei Harry-Brot und der Entsorger Alba, der in Mahlsdorf 2005 eine große Recyclinganlage eröffnet hat. Für den Werkschutz heißt das: sehr unterschiedliche Betriebe mit eigenen Schichtzeiten, Warenwerten und Besucherströmen auf engem Raum.
Wo im Bezirk Pforten und Kontrollgänge gebraucht werden
Die folgenden Straßen und Flächen beschreiben die Lage der Gewerbegebiete. Sie sind Ortsbeispiele und keine Kundenliste:
- CleanTech Business Park, rund 90 Hektar, angebunden über die Wolfener Straße und seit 2016 mit ersten Ansiedlungen
- Gewerbegebiet an Wolfener und Bitterfelder Straße mit Schkopauer Ring, Klettwitzer Straße und Hornoer Ring
- Georg-Knorr-Straße mit dem denkmalgeschützten Werk, das 1940 bis 1942 für Hasse & Wrede gebaut wurde
- Frank-Schweitzer-Straße auf dem Gelände des früheren Druckplattenwerks
- MEON-Gewerbepark am Blumberger Damm und das Gewerbegebiet an der Dingolfinger Straße in Biesdorf
- Märkische Spitze mit Möbel- und Technikhandel sowie das Gewerbeareal am Nordring
Im CleanTech Business Park ist die Erschließung noch nicht abgeschlossen: Mehrere bereits benannte Straßen waren Ende 2025 noch nicht gebaut. Wer sich dort ansiedelt, hat in den ersten Jahren Baustellenverkehr vor dem Tor und wechselnde Nachbarn. Eine besetzte Pforte schafft in dieser Phase Ordnung bei der Frage, wer zu welchem Grundstück gehört.
Am Tor: Lieferungen, Fremdfirmen, Besucher
Viele Betriebe an der Wolfener Straße bekommen frühmorgens Ware, bevor die eigene Belegschaft vollständig da ist. Unsere Werkschutzkräfte öffnen zu dieser Zeit das Tor, prüfen Kennzeichen und Lieferpapiere gegen Ihre Avisierung und weisen den Fahrer an die richtige Rampe. Unangemeldete Fahrzeuge warten, bis der Empfänger im Haus zustimmt.
Fremdfirmen und Handwerker melden sich bei uns an, erhalten einen Ausweis und werden auf die Hausordnung hingewiesen. Bei der Ausfahrt kontrollieren wir Ladung und Begleitschein so, wie es Ihre Betriebsordnung vorgibt. Jede Abweichung, etwa eine fehlende Freigabe oder eine abweichende Stückzahl, landet im Wachbuch und bei Ihrer Ansprechperson.
Die Nähe zur Märkischen Allee, zur Landsberger Allee und zur A 10 mit den Anschlussstellen Marzahn und Hellersdorf macht die Gewerbeflächen gut erreichbar. Das gilt leider auch für Diebe, die Kupfer, Werkzeug oder Paletten in kurzer Zeit abtransportieren wollen. Ein besetztes Tor schreckt ab, bevor jemand den Zaun überhaupt prüft.
Rundgänge nach Schichtende
Wenn die letzte Schicht gegangen ist, beginnt der Teil des Werkschutzes, den kaum jemand sieht. Gemeinsam mit Ihnen legen wir fest, welche Punkte bei jedem Gang geprüft werden: Rolltore, Fluchttüren, Freilager, Technikräume, Zaun und Fahrzeughof. Was wir vorfinden, steht mit Uhrzeit im Bericht, den Sie am nächsten Morgen lesen.
Fällt eine Kühlung aus, läuft Wasser oder steht ein Fenster offen, verständigen wir Ihre Rufbereitschaft in der vereinbarten Reihenfolge. Ist Ihre Einbruchmeldeanlage auf die Leitstelle eines Errichters geschaltet, sprechen wir vorab ab, wer bei einem Alarm was übernimmt. Benachbarte Betriebe mit einer gemeinsamen Zufahrt können sich die Rundgänge teilen.
Haben Sie zusätzlich ein Lager im benachbarten Lichtenberg oder in Ahrensfelde, lassen sich beide Standorte in einem Vertrag zusammenfassen.
Planung, Personal und Nachweise
Den Werkschutz in Marzahn-Hellersdorf planen wir aus unserer Zweigniederlassung Berlin in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Ein Büro im Bezirk selbst haben wir nicht. Ihr Betrieb bekommt eine feste Stammbesetzung, die Lieferanten, Ansprechpartner und Hausregeln kennt, sowie eine eingewiesene Vertretung für Urlaub und Krankheit.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit mehr Verantwortung die Sachkundeprüfung. Die Zertifizierung nach ISO 9001 und die Arbeit nach DIN 77200 legen wir Ihnen vor Beginn vor. Einen Überblick über die übrigen Bezirke gibt die Seite Werkschutz Berlin, alles zum Bezirk finden Sie unter Sicherheitsdienst Marzahn-Hellersdorf.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen können
Als Richtwert gilt beim Werkschutz eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo die Pforte nur zu Lieferzeiten an Werktagen besetzt ist, liegt der Preis eher unten, durchgehende Besetzung über Nacht, an Sonn- und Feiertagen oder mit zusätzlichen Aufgaben wie Kamerabeobachtung eher oben.
Ein fester Wochenumfang über mehrere Monate lässt sich günstiger planen als einzelne Abrufe. Nach einem Rundgang über Ihr Gelände bekommen Sie ein Angebot, in dem Pforte, Rundgänge und Zuschläge getrennt ausgewiesen sind.


