Klinker, Holzbalken und viele Umbauten
Ein großer Teil der markanten Gebäude im Bezirk entstand in wenigen Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg. Das Rathaus an der Möllendorffstraße wurde 1898 fertig, die Anstalt Herzberge, heute das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge, öffnete 1893, das Krankenhaus an der Fanningerstraße 1914. Das Schulgebäude an der Parkaue, in dem heute ein Theater spielt, stammt von 1910/1911. Alle stehen unter Denkmalschutz.
Solche Häuser haben Holzdachstühle, Hohlräume hinter Verkleidungen und Leitungen, die über ein Jahrhundert nachgerüstet wurden. Wenn dort Dachdecker, Installateure oder Metallbauer mit offener Flamme oder Trennscheibe arbeiten, reicht ein Funke in einer Zwischendecke. Eine Brandwache ist dann keine Formsache, sondern Teil des Arbeitsschutzes.
Gebäude und Anlagen mit erhöhtem Brandrisiko
Im Bezirk fallen Heißarbeiten an ganz unterschiedlichen Orten an. Einige Beispiele:
- Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge: Klinkerbauten von Hermann Blankenstein, Torhaus von 1903, alte Kegelbahn und Kesselhaus als Denkmal
- Sana Klinikum an der Fanningerstraße: denkmalgeschützter Altbau neben neueren Bettenhäusern
- Rathaus Lichtenberg mit Turm, Festsaal und Ausstellungsräumen im Gewölbekeller
- Theater an der Parkaue mit Bühnenturm und Ballettsaal
- Heizkraftwerk Klingenberg: Rückbau der Braunkohletechnik unter einer denkmalgeschützten Ziegelhülle
- Gießerei und Hallen im Gewerbegebiet Herzbergstraße
Dass Großfeuer im Bezirk keine Theorie sind, zeigte im Juli 2019 ein Brand im Dong Xuan Center an der Herzbergstraße. In Hallen mit viel Ware und vielen Mietern breitet sich Feuer schnell aus.
Brandwache im laufenden Krankenhausbetrieb
In Kliniken wird fast immer gebaut, während Patienten im Haus sind. Am Krankenhaus Herzberge wurde im November 2025 ein Ergänzungsbau zum Operationstrakt in Betrieb genommen, am Sana Klinikum entstanden in den letzten zwei Jahrzehnten ein neues Haupthaus und ein Mutter-Kind-Zentrum. Bei Anschlussarbeiten an solche Bauten wird häufig in bewohnten Stationen, Technikzentralen oder auf Dächern über belegten Zimmern gearbeitet.
Unsere Brandwache stimmt sich deshalb vorher mit der Technik und der Brandschutzverantwortlichen Person des Hauses ab: Welche Melder sind abgeschaltet, wo liegen die nächsten Löscher und Wandhydranten, wer wird bei Rauch informiert? Die Kraft kennt die Fluchtwege und hält sie frei, damit Personal und Patienten im Ernstfall ungehindert hinauskommen.
Ablauf: vor, während und nach den Heißarbeiten
Bevor der Brenner angeht, prüfen wir mit dem ausführenden Betrieb den Erlaubnisschein, räumen mit ihm brennbares Material aus dem Bereich oder decken es ab und stellen die Löschmittel bereit. In die Bedienung der Löschgeräte im Gebäude werden unsere Kräfte vor Ort eingewiesen.
Während der Arbeiten beobachtet die Brandwache ausschließlich den Arbeitsbereich und angrenzende Räume, auch unter und über der Arbeitsstelle. Nach Ende der Arbeiten bleibt sie für die vereinbarte Nachkontrolle, tastet Wände und Böden ab, prüft Fugen und Durchbrüche und gibt den Bereich erst frei, wenn nichts mehr glimmt.
- Abgleich der Schweißerlaubnis und der Abschaltungen
- Löschmittel in Reichweite, Fluchtweg frei
- Beobachtung von Funkenflug in Hohlräume und Nachbarräume
- Nachkontrolle mit Uhrzeit im Bericht
- Sofortige Alarmierung der Feuerwehr im Brandfall
Einsatzplanung von der Aroser Allee aus
Brandwachen in Lichtenberg planen wir aus der Zweigniederlassung Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein Büro im Bezirk unterhalten wir nicht. Berlin zählt zu unserer Kernregion Nord, die Kräfte stammen aus unserem eigenen Personalstamm und haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Kurzfristige Anfragen nehmen wir unter +49 4321 78 33 590 entgegen. Wer Heißarbeiten an mehreren Orten im Osten der Stadt hat, etwa auch im benachbarten Friedrichsfelde, kann sie zusammen planen lassen. Alle Bezirke finden Sie unter Brandwache Berlin.
Was eine Brandwache in Lichtenberg kostet
Richtwert sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache bestimmt vor allem der Zeitpunkt den Preis: Viele Heißarbeiten in Kliniken und Verwaltungsgebäuden werden auf den Abend, die Nacht oder das Wochenende gelegt, damit der Betrieb weiterlaufen kann. Solche Stunden liegen höher als ein Einsatz am Werktag.
Rechnen Sie die Nachkontrolle mit ein, denn sie verlängert jeden Einsatz. Wenn Sie uns Zahl und Dauer der Arbeitsabschnitte nennen, kalkulieren wir genau. Weitere Leistungen im Bezirk stehen unter Sicherheitsdienst Berlin-Lichtenberg.


