Bauen im Bestand und auf neuen Flächen
Die großen Wohnsiedlungen in Marzahn und Hellersdorf sind zwischen 1970 und 1990 entstanden. Heute werden sie ergänzt, umgebaut und modernisiert, während in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf eher kleinere Wohnprojekte und Eigenheime hinzukommen. Dazu kommen öffentliche Bauten wie Schulen, Sporthallen und Kultureinrichtungen sowie neue Gewerbeflächen.
Für die Baustellenbewachung ergibt sich daraus ein gemischtes Bild: Manche Baufelder liegen mitten zwischen Wohnblöcken, wo nachts Jugendliche und Schaulustige vorbeikommen, andere am Rand des Gewerbegebiets, wo nach Feierabend niemand mehr unterwegs ist.
Bauvorhaben, die das Bild im Bezirk zeigen
Die folgenden Projekte stehen beispielhaft für das, was im Bezirk gebaut wird oder kürzlich gebaut wurde. Sie sind keine Auftragsliste:
- Neues Gymnasium mit Dreifeld-Sporthalle an der Erich-Kästner-Straße, im Juni 2025 übergeben
- Seniorenwohnhaus der Berlinovo am Teterower Ring mit 360 barrierefreien Einheiten
- Umgestaltung des Alice-Salomon-Platzes in Hellersdorf, geplant für 2026
- Grundsanierung der Schwimmhalle im Freizeitforum Marzahn, wiedereröffnet im Mai 2025
- Glasbrücke zwischen Haupthaus und Neurologie am Unfallkrankenhaus Berlin, 2025
- Weitere Ansiedlungen im CleanTech Business Park an der Wolfener Straße
Hinzu kommt die geplante Tangentiale Verbindung Ost, die als Schnellstraße die Märkische Allee über Biesdorf mit dem Süden Berlins verbinden soll. Für den fehlenden Mittelabschnitt läuft seit November 2023 die Planfeststellung, ein Baubeginn galt Ende 2024 frühestens 2026 als möglich.
Was auf einem Baufeld im Bezirk gefährdet ist
Auf fast jeder Baustelle lagern Kabel, Kupfer, Werkzeug, Kraftstoff und Kleingeräte, die sich schnell verladen lassen. Über Märkische Allee, Landsberger Allee und die A 10 sind Täter rasch wieder weg. Hinzu kommen Schäden ohne Diebstahl: aufgebrochene Container, beschmierte Fassaden, Feuer in Abfallmulden oder Kinder, die auf Gerüste klettern.
Gerade bei Projekten neben bewohnten Häusern fällt eine offene Bauzauntür schnell auf. Wer dort nachts nicht nach dem Rechten sieht, verliert nicht nur Material, sondern trägt auch das Risiko, wenn sich jemand auf dem Gelände verletzt.
Anders liegt der Fall am Stadtrand. Im CleanTech Business Park oder in den Gewerbegebieten an der Wolfener Straße ist nach Feierabend kaum jemand unterwegs, der einen Einbruch bemerken würde. Dort zählt weniger die Ansprache von Passanten als die regelmäßige Kontrolle von Zaun, Toren und abgestellten Baumaschinen, bevor ein Schaden über das Wochenende unbemerkt bleibt.
Posten, Kontrollgang oder beides
Ob ein Wachposten die ganze Nacht auf dem Gelände bleibt oder ob mehrere Kontrollgänge reichen, hängt von Wert, Lage und Bauphase ab. Im Rohbau mit wenig Material genügen oft Anfahrten in wechselnden Abständen. Sobald Fenster, Leitungen und Haustechnik eingebaut sind, lohnt sich häufig eine durchgehende Besetzung.
Bei jeder Kontrolle prüfen wir Bauzaun, Tore, Container, Maschinen und Gerüstzugänge. Unbefugte weisen wir vom Gelände, bei einem Einbruch rufen wir die Polizei und die von Ihnen benannte Person. Tagsüber können wir die Zufahrt besetzen und festhalten, welche Firma mit welchem Fahrzeug kommt und geht.
Haben Sie Baustellen auch in Treptow-Köpenick oder in Neuenhagen, planen wir die Kontrollen in einer gemeinsamen Nachtrunde.
Organisation aus der Berliner Zweigniederlassung
Die Baustellenbewachung im Bezirk organisieren wir aus der Zweigniederlassung Berlin, Aroser Allee 81 in Reinickendorf. Im Bezirk selbst haben wir kein Büro. Vor Beginn begehen wir das Baufeld mit Ihrer Bauleitung, legen Zufahrten, Sammelplätze und Ansprechpartner fest und weisen die eingesetzten Kräfte vor Ort ein.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Am Morgen nach jeder Nacht erhält die Bauleitung einen kurzen Bericht. Weitere Lagen zeigt die Seite Baustellenbewachung Berlin, den Bezirk insgesamt Sicherheitsdienst Marzahn-Hellersdorf.
Kosten der Bewachung über die Bauzeit
Als Orientierung dient ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Für ein Baufeld mit wenigen Kontrollgängen pro Nacht fallen nur die tatsächlichen Einsatzzeiten an, ein durchgehender Wachposten über Nächte und Wochenenden kostet entsprechend mehr.
Weil sich Bedarf und Wert mit dem Baufortschritt ändern, passen wir den Umfang an die Phasen an: wenig im Rohbau, mehr beim Innenausbau, wieder weniger nach der Übergabe einzelner Abschnitte. So zahlen Sie nur für die Bewachung, die die jeweilige Phase verlangt.


