Vom Flughafen zum Stadtquartier
Seit der Entwidmung im Mai 2021 wird das Gelände des Flughafens Tegel neu geordnet. Der Senat hatte bereits 2013 einen Masterplan beschlossen, die landeseigene Tegel Projekt GmbH steuert die Entwicklung. Vorgesehen sind zwei große Teile: die Urban Tech Republic als Forschungs- und Industriepark mit rund 211 Hektar und das Schumacher Quartier auf 48 Hektar.
Im Schumacher Quartier sollen über 5.000 Wohnungen für mehr als 10.000 Menschen entstehen. Die Degewo plant den Start auf zwei Baufeldern ab August 2026, die Gesobau will Anfang 2027 mit zwei weiteren Blöcken beginnen. Vollständig bebaut sein soll das Quartier Mitte der 2030er Jahre. Für die Baustellenbewachung bedeutet das viele Jahre mit wechselnden Bauherren auf benachbarten Flächen.
Baufelder und Vorhaben im Bezirk
Diese Vorhaben sind öffentlich angekündigt oder laufen bereits. Sie zeigen, mit welchen Baustellen im Bezirk zu rechnen ist:
- Schumacher Quartier – Wohnungsbau auf dem früheren Flughafengelände, erste Baufelder ab 2026
- Urban Tech Republic – Forschungs- und Gewerbepark mit Umbau von Terminal A für die Berliner Hochschule für Technik
- Feuerwehrakademie – geplant am Standort der früheren Flughafenfeuerwehr und ihrer Hangars
- A 111 im Berliner Abschnitt – geplante Grundsanierung mit Fahrbahn, Tunneln und Brücken
- Märkisches Viertel – energetische Modernisierung von über 13.000 Wohnungen durch die Gesobau seit 2008
Warum große Flächen anders bewacht werden
Auf dem Tegeler Gelände gingen Kampfmittelräumung und Altlastensanierung dem Hochbau voraus, dazu kommt der Bau neuer Straßen. In solchen Phasen ist das Gelände offen, Maschinen stehen weit auseinander, und Leitungen, Kabeltrommeln oder Kraftstoff lagern an wechselnden Stellen. Ein Posten am Haupttor sieht davon wenig.
Wir teilen große Flächen deshalb in Abschnitte und legen Kontrollpunkte fest, die in unregelmäßigen Abständen angelaufen oder angefahren werden: Container, Materiallager, Kräne, Zaunfelder an abgelegenen Stellen. Eine feste Besetzung an der Zufahrt lässt sich damit verbinden, wenn nachts Lieferungen kommen oder Fahrzeuge kontrolliert werden müssen.
Teilen sich mehrere Bauherren eine Zufahrt, stimmen wir mit allen Bauleitungen ab, wer auf welches Baufeld darf. So wird nicht jede Lieferung zur Rückfrage.
Kleinere Baustellen in den Ortsteilen
Nicht jede Baustelle im Bezirk ist so groß wie Tegel. Bei Sanierungen in den Großsiedlungen, bei Neubauten in Hermsdorf oder Frohnau und bei Umbauten von Läden und Praxen geht es eher um einzelne Nächte, Wochenenden oder die Zeit zwischen zwei Gewerken. Dann reicht oft eine Kontrolle in der Nacht oder eine Bewachung über Feiertage.
Gerade bei Modernisierungen in bewohnten Häusern ist Fingerspitzengefühl gefragt: Mieter gehen an Gerüsten vorbei, Baustoffe stehen im Hof, Kellertüren sind offen. Unsere Kräfte achten darauf, dass Treppenhäuser frei bleiben, und sprechen Unbefugte freundlich, aber deutlich an.
Ablauf und Personal
Vor dem Start gehen wir mit Ihrer Bauleitung über die Baustelle, legen Kontrollpunkte und Meldewege fest und schreiben eine Dienstanweisung. Jede Runde steht mit Uhrzeit im Bericht, Schäden und offene Zäune melden wir am Morgen mit Fotos. Bei einem Einbruch rufen wir sofort die Polizei und danach Ihren Ansprechpartner.
Geplant wird von unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in 13407 Berlin. Das Tegeler Gelände liegt nur wenige Kilometer entfernt. Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Mehr über die Lage in der Stadt steht auf Baustellenbewachung Berlin, alle Leistungen im Bezirk auf Sicherheitsdienst Reinickendorf. Für Baustellen jenseits der Stadtgrenze siehe Oranienburg.
Kosten für die Bewachung Ihrer Baustelle
Für Baustellenbewachung gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Fläche, die Zahl der Zufahrten und die Frage, ob eine feste Besetzung nötig ist oder Kontrollen in der Nacht genügen.
Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, passen wir den Umfang an: dichter in der Rohbauphase mit viel Material vor Ort, lockerer, sobald das Gebäude verschlossen ist. Diese Stufen stehen bereits im Angebot, damit Sie später nicht neu verhandeln müssen.


