Industrie oben, Tourismus unten
Wer Boppard nur von der Rheinpromenade kennt, übersieht leicht, dass gut ein Drittel der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe liegt. Für 2018 nennt die Statistik rund 5.800 solcher Stellen, davon 35,2 Prozent in der Produktion. Der größte Teil dieser Arbeit findet auf der Höhe statt, südlich von Buchholz an der Autobahn.
Das Industriegebiet Hellerwald I entstand Ende der 1960er Jahre zusammen mit dem Bau der A 61 und umfasst rund 75 Hektar. Später kam der Gewerbepark Hellerwald II mit etwa 25 Hektar hinzu, den ein Zweckverband aus Boppard, Kratzenburg und der Verbandsgemeinde Emmelshausen betreibt. Für Werkschutz sind das die wichtigsten Flächen der Stadt.
- BOMAG, seit 1969 im Hellerwald, Hersteller von Walzen und Verdichtungstechnik, Asphaltfertigern und Kaltfräsen; laut Wikipedia rund 1.500 Beschäftigte in Boppard (Stand 2024), seit 2005 Teil der Fayat-Gruppe
- Gewerbepark Hellerwald II, in dem BOMAG 2011 weitere 90.000 Quadratmeter erwarb
- Bioerdgasanlage im Hellerwald II, zwischen 2011 und 2012 errichtet
- Sebapharma in Bad Salzig, Hersteller der Hautpflegemarke sebamed
Die Liste beschreibt die Struktur des Standorts. Kunden von Staffsec sind darunter nicht.
Große Maschinen, großes Gelände
Wo Baumaschinen gebaut werden, stehen fertige Geräte, Vorführmodelle und Ersatzteile oft im Freien oder in offenen Hallen. Walzen und Fertiger sind schwer, aber nicht unbeweglich: Mit einem Tieflader lassen sie sich abtransportieren, wenn niemand hinsieht. Dazu kommen Kupfer, Hydraulikteile und Elektronik, die einzeln einen hohen Wert haben.
Unsere Kräfte gleichen am Tor ab, welches Fahrzeug was abholt, und lassen Schwertransporte nur mit passender Freigabe hinaus. Zwischen den Verladungen gehen sie über Freilager und Abstellflächen, prüfen Zäune und Hallentore und halten fest, wenn Geräte nicht an ihrem gemeldeten Platz stehen.
Produktion mit Hygienevorgaben
In der Herstellung von Hautpflegeprodukten gelten andere Regeln als im Maschinenbau. Bereiche mit Hygiene- oder Chargenvorgaben dürfen nur bestimmte Personen betreten, Besucher brauchen Begleitung und oft Schutzkleidung. Werkschutz achtet hier weniger auf schwere Fahrzeuge als auf saubere Zutrittswege und lückenlose Besucherlisten.
Welche Zonen es gibt und wer wohin darf, legen Sie fest. Unsere Kräfte setzen das am Empfang und bei Rundgängen um, betreten Sperrbereiche selbst nur nach Ihrer Vorgabe und halten jede Abweichung schriftlich fest.
Anfahrt über L 210 und L 209
Der Lkw-Verkehr zur Anschlussstelle Boppard der A 61 läuft über die L 210, kleinere Fahrzeuge und Busse nehmen die L 209 aus dem Rheintal. Die B 327, die Hunsrückhöhenstraße, führt ebenfalls an Buchholz vorbei. Für die Werkstore bedeutet das: Lieferverkehr kommt überwiegend von der Autobahn, Beschäftigte aus dem Tal und aus den Dörfern auf der Höhe.
Das wirkt sich auf die Schichtwechsel aus. Zu diesen Zeiten sind die Tore am vollsten, und genau dann passiert es am leichtesten, dass jemand ohne Ausweis mit hindurchgeht. Wir besetzen Spitzenzeiten deshalb auf Wunsch doppelt.
Hinzu kommt Besucherverkehr: Ein Hersteller, der über rund 500 Händler in mehr als 120 Ländern verkauft, empfängt typischerweise Gäste von außen, etwa Händler, Kunden oder Servicetechniker, die das Werksgelände nicht kennen. Am Empfang braucht es dafür Besucherausweise, eine klare Anmeldung beim Gastgeber im Haus und Begleitung auf dem Gelände, wo Fahrzeuge und Maschinen in Bewegung sind.
So beginnt Werkschutz in Boppard
Staffsec Solution hat den Hauptsitz in Neumünster sowie Niederlassungen in Berlin und Bremen; in Rheinland-Pfalz arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne Büro im Land. Vor dem Angebot prüfen wir Zahl der Tore, Schichtmodell, Laufzeit, die verlangte Qualifikation und die Vertretung. Nur wenn das dauerhaft trägt, sagen wir zu.
Danach folgen Begehung, eine Dienstanweisung je Tor und die Einweisung auf Ihrem Gelände. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; wer über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Die Lage im Land beschreibt die Seite Werkschutz in Rheinland-Pfalz, die Stadt die Seite Sicherheitsdienst in Boppard.
Kosten für Werkschutz im Hellerwald
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz zählt vor allem die Dauer: Eine dauerhaft besetzte Pforte mit langer Laufzeit lässt sich günstiger planen als einzelne Sonderdienste zu Werksferien oder Inventur. Ein Tor rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, liegt dagegen deutlich höher.
Weitere Einflussgrößen sind Sachkunde für alle Posten, Englisch am Empfang für internationale Besucher und Zusatzaufgaben wie das Bedienen einer Waage oder das Führen eines Fahrzeugregisters.


