Eine Stadt, die das Feuer kennt
Die Stadtgeschichte von Gifhorn verzeichnet mehrere Großbrände, unter anderem in den Jahren 1669, 1725, 1876 und 1891. Dass trotzdem viel historische Bausubstanz erhalten ist, macht die Altstadt heute sehenswert und zugleich empfindlich. Fachwerk, alte Dachstühle und verwinkelte Hohlräume brennen anders als moderner Massivbau: Glut kann sich stundenlang in Balken und Zwischendecken halten, bevor ein Feuer sichtbar wird.
Eine Brandwache ist deshalb immer dann sinnvoll, wenn in solchen Gebäuden mit offener Flamme, Funkenflug oder großer Hitze gearbeitet wird. Ebenso gefragt ist sie in Hallen und Werken, bei Veranstaltungen mit vielen Menschen und überall dort, wo die Brandmeldeanlage vorübergehend nicht arbeitet.
Gebäude in Gifhorn mit besonderem Brandrisiko
Die folgenden Bauwerke und Orte zeigen, wo Heißarbeiten in der Stadt besondere Sorgfalt verlangen:
- Das Schloss Gifhorn, erbaut zwischen 1525 und 1581 im Stil der Weserrenaissance, mit Torhaus und ungewöhnlichem hölzernem Tonnendach; heute Sitz von Kreisgremien, Museum und Rittersaal.
- Das Kavaliershaus von 1546, in dem das Museum EMMA Wohnkultur des 20. Jahrhunderts zeigt.
- Das Alte Rathaus von 1562 und das Höfersche Haus von 1570 in der Altstadt.
- Der Lange Jammer, ein Fachwerkhaus am Steinweg 20 aus dem Jahr 1678.
- Die St.-Nicolai-Kirche aus dem 18. Jahrhundert und die St.-Bernward-Kirche von 1914/15.
- Das Internationale Mühlenmuseum mit 13 Mühlen auf rund 15 Hektar, darunter eine russische Holzkirche und Mühlen aus Holzbalken.
Heißarbeiten in Werk, Halle und Neubau
Nicht nur Denkmäler brauchen Brandwachen. In Werkhallen an der Braunschweiger Straße werden Anlagen ab- und aufgebaut, Stahlbauteile getrennt und geschweißt. Wo Produktionsstraßen umziehen oder Hallen für neue Nutzer umgerüstet werden, fallen Schweiß- und Schneidarbeiten in Bereichen an, in denen Staub, Öl und Verpackung liegen. Auch in Neubauten, etwa beim Abdichten von Flachdächern mit Brenner, entstehen Funken und heiße Oberflächen.
Für solche Arbeiten verlangen Versicherer und Betreiber häufig eine Freigabe mit Brandwache. Die Wache ist während der Arbeiten vor Ort und bleibt danach für die vereinbarte Nachkontrollzeit, oft eine Stunde oder länger. Sie prüft angrenzende Räume, Durchbrüche und darunterliegende Geschosse.
Wichtig ist eine klare Absprache vorab: Wer erteilt die Freigabe, welche Bereiche sind abzudecken, wo stehen die Löschmittel, und wer wird im Brandfall zuerst verständigt? Diese Punkte halten wir vor Beginn schriftlich fest, damit die Wache und die ausführende Firma dasselbe Bild haben.
Veranstaltungen und ausgefallene Brandmeldeanlage
Die Stadthalle Gifhorn, 2006 eröffnet, hat einen Theatersaal für bis zu 567 Personen und einen großen Saal mit 850 Quadratmetern. Bei Aufbauten mit Dekoration, Pyrotechnik oder viel Technik kann eine Brandwache gefordert sein. Auf Festplätzen mit Zelten gilt das ebenso.
Fällt eine Brandmeldeanlage wegen Wartung oder Umbau aus, ersetzt eine Brandwache für diese Zeit die automatische Meldung. Sie geht Rundgänge, achtet auf Rauch, Geruch und Wärme und alarmiert im Ernstfall sofort die Feuerwehr.
Was unsere Brandwache tut
Je nach Auftrag umfasst der Einsatz:
- Überwachung des Arbeitsbereichs während Schweiß-, Schneid-, Löt- und Brennerarbeiten.
- Nachkontrolle nach Ende der Arbeiten, auch in Nachbarräumen und unteren Geschossen.
- Bereithalten geeigneter Feuerlöscher und Freihalten von Flucht- und Rettungswegen.
- Rundgänge bei abgeschalteter Brandmeldeanlage und sofortige Alarmierung im Brandfall.
- Protokoll mit Zeiten, Beobachtungen und Übergabe an den Verantwortlichen.
Gifhorn gehört zu unserer Kernregion Nord; geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster, ein eigenes Büro in der Stadt haben wir nicht. Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Objekt und Löschmittel eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Leistungen finden Sie unter Sicherheitsdienst Gifhorn, auch für Objekte im benachbarten Celle.
Kosten einer Brandwache
Für Brandwachen nennen wir als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Ausschlaggebend sind die Dauer von Arbeiten und Nachkontrolle, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, etwa wenn ein Betrieb Heißarbeiten bewusst in die produktionsfreie Zeit legt, und ob die Wache über mehrere Tage durchgehend gebraucht wird.
Mehr zur Leistung lesen Sie unter Brandwachen, den Überblick für das Land unter Brandwache in Niedersachsen.


