Bauen in einer wachsenden Universitätsstadt
Greifswald baut an vielen Stellen gleichzeitig. Die Stadt erneuert Schulen und Kitas in den großen Wohnvierteln, ersetzt alte Gebäude durch Neubauten, plant die Generalsanierung ihres Theaters und gestaltet Straßen in der Innenstadt und am Altstadtrand um. Dazu kommen Vorhaben von Universität und Universitätsmedizin, deren Klinikkomplex in der Nördlichen Mühlenvorstadt weiter ausgebaut wird.
Viele dieser Baustellen liegen mitten in bewohnten Vierteln, andere am Stadtrand in Gewerbegebieten. Beides hat eigene Risiken: in der Stadt Neugier und Vandalismus, am Rand Diebstahl von Kabeln, Werkzeug und Kraftstoff in Nächten, in denen niemand vorbeikommt.
Aktuelle Bauvorhaben in Greifswald
Die Übersicht nennt reale, von der Stadt veröffentlichte Vorhaben. Sie zeigt, welche Art von Baustellen derzeit läuft, und bedeutet nicht, dass wir dort tätig sind.
- Neubau des städtischen Bauhofs im Industrie- und Gewerbegebiet Am Helmshäger Berg, Baubeginn Ende Juli 2025, Bezug voraussichtlich Ende 2027.
- Ersatzneubau der Kita Regenbogen in Schönwalde I/Südstadt neben dem Bestandsgebäude, erster Abschnitt bis November 2026, zweiter bis November 2027.
- Erschließung des Bebauungsplans 118 „Südlich Fontanestraße“: Leitungsbau und Verkehrsanlagen bis Mai 2027.
- Umgestaltung der Straße An den Wurthen in vier Abschnitten bis zum Knoten Wolgaster Straße; die Arbeiten ruhten nach einem archäologischen Fund.
- Inklusives Schulzentrum Am Ellernholzteich an der Osnabrücker Straße, Fertigstellung voraussichtlich zum Schuljahr 2028/29.
- Generalsanierung des Theaters in der Anklamer Straße, Ausschreibung und Vorbereitung laufen.
Erschließung und Straßenbau: offene Gräben, lange Linien
Bei der Erschließung eines Wohngebiets oder dem Umbau einer Straße liegt das Material nicht in einem eingezäunten Hof, sondern entlang einer Trasse. Rohre, Schachtringe, Kabeltrommeln und Pflaster lagern am Rand, Bagger und Walzen stehen über Nacht im Baufeld. Offene Gruben müssen gesichert bleiben, damit niemand hineinfällt.
Für solche Baustellen ist eine Streife mit mehreren Kontrollen pro Nacht oft passender als eine feste Wache. Sie geht die ganze Länge ab, prüft Absperrungen und Beleuchtung und meldet, wenn Baken umgeworfen oder Zäune geöffnet wurden.
Ein Sonderfall sind Baustellen, die wegen eines Bodenfunds plötzlich stillstehen, wie zuletzt an der Straße An den Wurthen. Dann bleiben Gruben, Gerät und Absperrungen oft wochenlang liegen, während Archäologen untersuchen. Gerade in dieser Zeit ohne Betrieb ist eine regelmäßige Kontrolle wichtig, damit Fundstelle, Material und Verkehrssicherung unberührt bleiben, bis die Arbeiten weitergehen.
Hochbau: Container, Rohbau, Innenausbau
Bei Neubauten wie Bauhof, Kita oder Schulzentrum ändert sich das Risiko mit dem Baufortschritt. Im Rohbau sind Schalung, Baustahl und Maschinen begehrt, im Innenausbau Kupferleitungen, Heizungstechnik, Fenster und Werkzeug der Handwerker. In dieser Phase lohnt sich häufig eine feste Nachtwache, zumindest an Wochenenden und über Feiertage.
Unsere Kräfte kontrollieren Bauzaun, Tore und Container, achten auf Licht in Gebäuden, das dort nicht hingehört, und sprechen Personen an, die sich auf dem Gelände aufhalten. Am Morgen liegt der Bauleitung ein Bericht vor, bevor die erste Kolonne kommt.
- Nachtwache an festen Tagen oder durchgehend
- Streife mit mehreren Kontrollen pro Nacht
- Zugangskontrolle für Gewerke und Lieferanten am Tag
- Kontrolle von Bauzäunen, Absperrungen und Beleuchtung
- Bericht an die Bauleitung mit Fotos von Schäden
Planung und Personal
Greifswald liegt in unserer Kernregion Nord, ein Büro in der Stadt haben wir nicht. Wachen und Streifen planen wir aus dem Personalstamm, gesteuert vom Hauptsitz in Neumünster. Baufirmen mit weiteren Baustellen in Stralsund oder Wolgast bekommen einen Ansprechpartner für alle Standorte.
Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Allgemeines zur Leistung steht auf der Seite Baustellenbewachung, den Landesüberblick finden Sie unter Baustellenbewachung in Mecklenburg-Vorpommern.
Kosten der Baustellenbewachung
Baustellen werden meist nur dann bewacht, wenn niemand arbeitet: nachts, am Wochenende und an Feiertagen. Deshalb fällt ein großer Teil der Stunden in Zeiten mit Zuschlag. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde, je nachdem, ob eine Wache dauerhaft vor Ort ist oder eine Streife mehrmals vorbeikommt.
Ändert sich die Lage, etwa wenn die Fenster eingebaut sind oder die Baustelle über den Winter ruht, passen wir die Besetzung an. So bezahlen Sie nur den Schutz, den die jeweilige Bauphase braucht.


