Wo im Bezirk produziert und gewartet wird
Wer an Eimsbüttel denkt, denkt an Altbauwohnungen und Cafés. Im Norden und Westen des Bezirks sieht es anders aus. In Lokstedt fertigt Nexperia an der Stresemannallee Halbleiter, als Nachfolger des früheren Philips-Werks mit rund 1.600 Beschäftigten in Hamburg. In Eidelstedt betreibt Tivoli an der Reichsbahnstraße ein Malzwerk, und das Bahnbetriebswerk Eidelstedt wartet ICE-Züge und Lokomotiven. In Stellingen haben TÜV Nord und der Hygienehersteller Bode Chemie ihren Sitz, am Kronsaalsweg produziert Weinmann Medizintechnik.
Solche Betriebe verbinden empfindliche Technik, wertvolle Ware und viele Fremdfirmen auf einem Gelände. Werkschutz sorgt dafür, dass nur hineinkommt, wer einen Auftrag hat, und dass nachts jemand merkt, wenn ein Zaun beschädigt oder eine Halle offen ist.
Standorte und Achsen mit Werkschutzbedarf
Diese Lagen stehen beispielhaft für Betriebe, an denen im Bezirk Pforten- und Kontrolldienste anfallen. Es handelt sich um Standortbeschreibungen, nicht um Auftraggeber:
- Halbleiterfertigung an der Stresemannallee in Lokstedt mit Reinräumen und Schichtbetrieb
- Malzwerk an der Reichsbahnstraße in Eidelstedt mit Silos, Lkw-Anlieferung und Gleisnähe
- Bahnbetriebswerk Eidelstedt mit Werkstatthallen und Abstellgleisen
- Prüf- und Verwaltungsstandorte in Stellingen nahe der Anschlussstelle der A 7
- Gewerbehöfe und Lager an der Schnackenburgallee, südlich der Güterumgehungsbahn
- Hauptverwaltung und Lager von Unternehmen an Kieler Straße und Holsteiner Chaussee
Pforte, Fremdfirmen und Nachtrunde
Der Kern ist die besetzte Pforte. Unsere Kräfte gleichen Lkw-Fahrer mit dem Avis ab, weisen sie zur richtigen Rampe ein, geben Besucherausweise aus und melden Gäste beim Ansprechpartner an. Fremdfirmen erhalten erst nach Unterweisung und mit gültigem Arbeitsauftrag Zutritt; die Kraft hält fest, wer wann kommt und geht. Schlüssel und Transponder werden über ein Buch oder ein elektronisches System ausgegeben.
Zwischen den Schichten und nachts folgen Rundgänge über das Gelände: Zäune und Tore prüfen, Hallentüren kontrollieren, auf Leckagen, Rauch oder ungewöhnliche Geräusche achten, Parkplätze und Außenlager abgehen. Meldet die Gebäudetechnik eine Störung, verständigt die Kraft nach Alarmplan die Bereitschaft Ihres Hauses.
Alle Vorkommnisse stehen im Wachbuch mit Zeit und Ort. Ihre Sicherheitsfachkraft oder Werkleitung kann jederzeit nachsehen, wer das Gelände betreten hat und welche Mängel gemeldet wurden.
Verkehr und Lage als Planungsgröße
Die Betriebe im Bezirk liegen nah an der A 7 und der A 23, mit den Anschlussstellen Stellingen, Eidelstedt und Schnelsen. Das ist für Lieferverkehr günstig, bedeutet aber Spitzen am frühen Morgen, wenn Lkw vor dem Tor warten. Die Kreuzung Kieler Straße und Sportplatzring zählt zu den am stärksten befahrenen in Hamburg. Wir planen Schichtwechsel deshalb so, dass die Ablösung vor der Hauptverkehrszeit vor Ort ist.
Bei Werken mit Gleisanschluss oder in Bahnnähe kommen eigene Regeln hinzu: Bereiche, die nur mit Einweisung betreten werden dürfen, und Ansprechpartner für den Bahnbetrieb. Diese Punkte nehmen wir in die Dienstanweisung auf.
Organisation und Qualifikation
Hamburg ist Teil unserer Kernregion Nord. Die Einsatzplanung erfolgt aus dem Hauptsitz in Neumünster, das Personal stammt aus unserem eigenen Stamm; ein Büro im Bezirk haben wir nicht. Für feste Werkschutzaufträge bilden wir ein Team, das Ihr Gelände kennt, und benennen eingewiesene Vertretungen für Urlaub und Krankheit.
Pfortenkräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für Kontrollaufgaben mit Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir arbeiten nach ISO 9001 und DIN 77200. Betriebe mit weiteren Standorten in Altona oder auf der anderen Seite der Landesgrenze können wir in eine gemeinsame Planung aufnehmen. Mehr zum Land finden Sie unter Werkschutz Hamburg.
Kosten für Werkschutz im Bezirk
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten. Als Richtwert rechnen Sie mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Stunden rund um die Uhr, der Anteil von Nacht und Wochenende, die Zahl besetzter Tore und ob die Kraft zusätzlich Aufgaben wie Telefonzentrale oder Waagebedienung übernimmt.
Wird ein Tor nur zu Schichtwechsel und Anlieferzeiten besetzt und nachts durch Rundgänge ergänzt, sinken die Gesamtkosten spürbar. Wir rechnen Ihnen beide Varianten nach einer Begehung schriftlich vor. Einen Überblick über alle Leistungen im Bezirk bietet die Seite Sicherheitsdienst Hamburg-Eimsbüttel.


