Brandrisiken im Bezirk
Ein großer Teil des Wohnungsbestands in Eimsbüttel, Hoheluft-West und Harvestehude stammt aus der Gründerzeit. Diese Häuser haben Holzbalkendecken, hölzerne Dachstühle und Hohlräume, in denen sich Glutnester unbemerkt ausbreiten können. Wird dort ein Dach neu eingedeckt, eine Gasleitung verlegt oder ein Stahlträger eingeschweißt, entsteht bei jeder Flamme und jedem Trennschleifer ein Brandrisiko, das lange nach Arbeitsende noch besteht.
Dazu kommen Gebäude mit vielen Menschen: Hörsäle und Institute der Universität Hamburg, Theater wie die Hamburger Kammerspiele, Kinos wie das Abaton und Veranstaltungshäuser wie das Curiohaus. Im Norden und Westen des Bezirks liegen Werkhallen und Bahnanlagen, in denen regelmäßig geschweißt und geschnitten wird. Eine Brandwache sorgt dafür, dass ein entstehender Brand sofort bemerkt und bekämpft wird.
Typische Einsätze im Bezirk
Brandwachen werden im Bezirk vor allem in diesen Situationen angefordert:
- Dach- und Fassadensanierungen in Gründerzeitzeilen rund um Osterstraße und Grindelviertel
- Umbauten und Leitungsarbeiten in Hochschul- und Institutsgebäuden in Rotherbaum
- Schweiß- und Trennarbeiten in Werkhallen in Stellingen und Eidelstedt sowie im Bahnbetriebswerk
- Ausfall oder Abschaltung der Brandmeldeanlage in Theatern, Kinos und Versammlungsräumen
- Revisionen und Umbauten in Kliniken wie dem Albertinen-Krankenhaus oder dem Diakonie-Klinikum
- Bauphasen in Bestandsgebäuden, in denen Rauchmelder zeitweise abgedeckt sind
In bewohnten Mehrfamilienhäusern kommt eine Besonderheit hinzu: Während oben gearbeitet wird, leben unten Mieter, oft auch ältere Menschen oder Familien mit kleinen Kindern. Die Brandwache achtet deshalb nicht nur auf den Arbeitsbereich, sondern auch auf Treppenhaus und Dachboden, damit Rauch früh bemerkt wird und der Weg ins Freie offen bleibt. Hausverwaltungen erhalten nach jedem Einsatztag ein kurzes Protokoll.
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Vor Beginn liest die Kraft den Erlaubnisschein, prüft mit dem ausführenden Betrieb den Arbeitsbereich und entfernt oder schützt brennbare Stoffe. Löschmittel wie Feuerlöscher und Löschdecke stehen griffbereit, der Fluchtweg ist frei. Während der Arbeit beobachtet sie Funkenflug, auch in angrenzende Räume, Deckenhohlräume und unter Dielen.
Nach Arbeitsende bleibt die Kraft vor Ort. Gerade in Holzkonstruktionen können Glutnester noch Stunden später aufflammen. Wie lange nachkontrolliert wird, richtet sich nach dem Erlaubnisschein und den Vorgaben Ihres Versicherers; üblich sind mehrere Kontrollgänge in festgelegtem Abstand. Jeder Gang wird mit Uhrzeit dokumentiert.
Stellt die Kraft Rauch oder Glut fest, löscht sie sofort mit den bereitstehenden Mitteln, alarmiert die Feuerwehr und räumt den Bereich. Der Vorfall geht noch am selben Tag an Ihre Bauleitung.
Ersatzmaßnahme bei ausgefallener Brandmeldeanlage
Fällt in einer Versammlungsstätte, einem Hörsaalgebäude oder einer Klinik die Brandmeldeanlage aus oder wird sie für Umbauten abgeschaltet, fordert die Bauaufsicht oder der Betreiber häufig eine personelle Ersatzmaßnahme. Unsere Kräfte gehen dann in festen Abständen durch das Gebäude, prüfen Technikräume, Flure und Treppenhäuser und halten Rettungswege frei.
Bei Vorstellungen oder Vorlesungen übernimmt die Brandwache zusätzlich die Aufgabe, im Ernstfall die Räumung zu unterstützen. Die genauen Pflichten richten sich nach den Vorgaben Ihres Brandschutzbeauftragten.
Personal und Planung
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Wir planen aus dem Hauptsitz in Neumünster mit Kräften aus dem eigenen Personalstamm und haben kein eigenes Büro im Bezirk. Brandwachen sind ausgebildet in der Handhabung von Feuerlöschern und Löschdecken und werden vor Ort in den Arbeitsbereich eingewiesen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Für Arbeiten in angrenzenden Bezirken wie Hamburg-Nord oder Altona stellen wir Brandwachen aus derselben Planung. Weitere Informationen zu Hamburg finden Sie unter Brandwache Hamburg.
Kosten einer Brandwache
Brandwachen werden nach Stunden abgerechnet, als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Entscheidend ist, wann gearbeitet wird: Heißarbeiten finden in bewohnten Häusern oft tagsüber statt, Ersatzmaßnahmen für eine Brandmeldeanlage dagegen laufen rund um die Uhr, mit entsprechend vielen Nacht- und Wochenendstunden.
Die Nachkontrolle rechnen wir mit ein, damit kein Zeitraum ungeschützt bleibt. Kurzfristige Einsätze sind möglich; je früher wir den Termin kennen, desto sicherer planen wir. Eine Übersicht unserer Leistungen im Bezirk finden Sie unter Sicherheitsdienst Hamburg-Eimsbüttel.


