Eine Hafeninsel mit wenigen Zufahrten
Der Westen der Elbinsel gehört zum Hamburger Hafen. Die Hohe Schaar lag früher als eigene Insel zwischen Süderelbe, Köhlbrand, Rethe und Reiherstieg und ist heute fest mit Umschlag, Lagerung und Spedition belegt. Wer dort ein Werksgelände betreibt, hat es mit einer besonderen Lage zu tun: Erreichbar ist die Fläche nur über die Rethe-Klappbrücke im Norden, die Kattwykbrücke im Westen und die Hohe-Schaar-Straße im Südosten. Ist eine Brücke für den Schiffsverkehr geöffnet, staut sich der Lkw-Verkehr, und die Ankunftszeiten an den Toren verschieben sich.
Für den Werkschutz folgt daraus eine Pforte, die mit Wellen rechnen muss. Nach einer Brückenöffnung kommen mehrere Fahrzeuge zugleich, Fahrer wollen schnell abgefertigt werden, und genau in diesen Minuten darf die Kontrolle nicht oberflächlich werden. Wir planen die Besetzung deshalb nicht nach dem Tagesdurchschnitt, sondern nach den Spitzen, die Ihr Betrieb tatsächlich erlebt.
Betriebsarten auf der Hohen Schaar und am Reiherstieg
Die folgende Aufzählung beschreibt Standorte und Branchen, an denen Werkschutzaufgaben typischerweise anfallen. Sie nennt keine Auftraggeber:
- Tanklager wie das Hamburger Terminal von Oiltanking mit Tankfeldern, Pumpenhäusern und Schiffsanlegern
- die Raffinerie von Nynas im Westen der Insel mit Fremdfirmenverkehr bei Revisionen
- Speditions- und Lagerflächen, unter anderem von DHL Freight und DB Schenker
- das Autoterminal der BLG an der Nordspitze bei Kattwyk mit Neuwagen auf offener Fläche
- Gleisanlagen der Hafenbahn mit dem Bahnhof Hohe Schaar
- kleinere Gewerbe- und Handwerkshöfe im Reiherstiegviertel
Was an Tor, Tank und Kaikante zu tun ist
An der Einfahrt prüft unsere Kraft, ob ein Fahrzeug angemeldet ist, gleicht Kennzeichen, Frachtpapiere und gegebenenfalls Gefahrgutkennzeichnung ab und weist Fahrer in die geltenden Regeln ein: Rauchverbot, Schutzausrüstung, Fahrwege, Sammelplatz. Besucher und Servicetechniker werden registriert und abgeholt, Ausweise am Ende wieder eingesammelt. Bei Revisionen, wenn viele Fremdfirmen gleichzeitig auf dem Gelände sind, führen wir Listen, welche Firma mit wie vielen Personen in welchem Bereich arbeitet.
Zwischen den Abfertigungen gehen wir das Gelände ab. Auf Tanklagern gehören Tassen, Schieber, Pumpen und Zaunlinie zum Rundgang, auf Terminals die Flächen zwischen den abgestellten Fahrzeugen, auf Speditionshöfen die Rampen und abgestellten Wechselbrücken. Auffälligkeiten wie Geruch, Leckagen, beschädigte Zäune oder unbekannte Personen melden wir sofort an Ihre Bereitschaft und halten sie im Wachbuch fest.
Die Wasserseite verlangt besondere Aufmerksamkeit. Kaikanten und Anleger sind von Land aus oft schlecht einsehbar, deshalb legen wir dort eigene Kontrollpunkte an, die mit einem elektronischen Wächterkontrollsystem bestätigt werden.
Arbeiten neben Ex-Bereichen und Gleisen
Auf Anlagen mit brennbaren Flüssigkeiten gelten Explosionsschutzzonen, in die nur mit geeignetem Gerät und nach Freigabe gegangen wird. Unsere Kräfte tragen dort keine eigenen Funkgeräte oder Lampen, die nicht freigegeben sind, und halten sich an die Zonenpläne, die Sie uns bei der Einweisung übergeben. Wo die Hafenbahn das Gelände kreuzt, gehören Gleisübergänge und abgestellte Wagen zum Rundgang, ohne dass jemand den Gefahrenbereich der Gleise betritt.
Diese Regeln besprechen wir vor dem ersten Dienst mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit. Ergänzend lassen sich Aufgaben wie das Bedienen einer Schrankenanlage, das Aufschalten von Kameras oder die Ausgabe von Gaswarngeräten an Fremdfirmen übernehmen, wenn Ihre Betriebsanweisung das vorsieht.
Planung aus der Kernregion Nord
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord. Geplant werden die Einsätze aus dem Hauptsitz in Neumünster, die Kräfte erreichen Wilhelmsburg über die A 7 und den Elbtunnel oder über die A 1. Wir setzen auf feste Stammbesetzungen: Wer Ihr Gelände kennt, erkennt ungewöhnliche Fahrzeuge und Personen schneller. Vertretungen für Urlaub und Krankheit werden vorher eingewiesen und gehen mindestens eine Schicht gemeinsam mit der Stammkraft.
Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet, für Pforten mit Zutrittsentscheidungen setzen wir sachkundegeprüftes Personal ein. Abläufe und Nachweise folgen der DIN 77200 und unserem Qualitätsmanagement nach ISO 9001. Betriebe mit weiteren Flächen in Harburg oder der HafenCity können diese in denselben Vertrag aufnehmen. Einen Überblick über alle Leistungen im Stadtteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Wilhelmsburg.
Was Werkschutz in Wilhelmsburg kostet
Werkschutz auf Hafenflächen ist in der Regel ein Dauerauftrag rund um die Uhr oder für alle Stunden außerhalb Ihrer eigenen Schichten. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Der Wert steigt mit dem Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden sowie mit zusätzlichen Qualifikationen wie Gefahrgutkenntnissen oder Englisch für internationale Fahrer; eine reine Wochenendpforte mit überschaubarem Verkehr liegt eher am unteren Ende.
Im Angebot weisen wir Grundbesetzung, Zuschläge und Sonderleistungen wie Revisionsbegleitung getrennt aus. So können Sie entscheiden, welche Aufgaben Ihr eigenes Personal behält und welche wir übernehmen.


