Wo auf der Elbinsel Brandgefahr entsteht
Wilhelmsburg vereint auf engem Raum Dinge, die bei Feuer heikel sind: Tanklager und eine Raffinerie im Hafengebiet der Hohen Schaar, eine Arena für 3.500 Zuschauer im Inselpark, Gründerzeithäuser mit Holzbalkendecken im Reiherstiegviertel und eine reetgedeckte Windmühle aus dem Jahr 1875. Überall dort werden irgendwann Schweiß-, Trenn- oder Lötarbeiten nötig, oder es kommen Menschen in Hallen zusammen, in denen eine Brandsicherheitswache verlangt wird.
Eine Brandwache sorgt dafür, dass ein Funke nicht unbemerkt weiterglimmt. Sie steht während der Arbeiten bereit, kontrolliert danach über eine vereinbarte Zeit die Umgebung und gibt den Bereich erst frei, wenn keine Gefahr mehr erkennbar ist.
Einsatzorte mit erhöhtem Bedarf
Die Aufzählung nennt Orte und Objektarten, an denen Brandwachen typischerweise gebraucht werden. Sie beschreibt keine Aufträge:
- Tankfelder, Rohrbrücken und Pumpenhäuser auf der Hohen Schaar bei Instandhaltung und Revision
- Raffinerie- und Lagerflächen im Westen der Insel mit Arbeiten an Leitungen
- die Inselpark Arena am Kurt-Emmerich-Platz bei Konzerten, Messen oder Sonderaufbauten
- die Windmühle Johanna an der Schönenfelder Straße mit Reetdach und Holzkonstruktion
- die Emmauskirche von 1895 und andere Altbauten im Reiherstiegviertel bei Dach- und Fassadenarbeiten
- Neubauten im Rathausviertel und im Elbinselquartier, wenn Dachabdichtungen mit offener Flamme verlegt werden
Ablauf einer Brandwache bei Heißarbeiten
Bevor die Arbeiten beginnen, prüfen wir mit dem Verantwortlichen den Erlaubnisschein: Welcher Bereich ist freigegeben, welche brennbaren Stoffe wurden entfernt oder abgedeckt, wo stehen Feuerlöscher, wie wird die Feuerwehr alarmiert. Unsere Kraft stellt sich so auf, dass sie die Arbeitsstelle und die Bereiche dahinter sieht, auch Hohlräume, Kabelkanäle und darunterliegende Ebenen.
Nach Ende der Arbeiten bleibt sie vor Ort. Die Dauer der Nachkontrolle richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung und den Vorgaben Ihres Betriebs oder Versicherers. Während dieser Zeit geht sie die Umgebung mehrfach ab, fühlt an Wänden und Durchbrüchen nach Wärme und setzt bei Bedarf eine Wärmebildkamera ein. Erst dann wird der Bereich schriftlich freigegeben.
Brandsicherheitswache in Hallen und Versammlungsstätten
In der Inselpark Arena und anderen Versammlungsstätten kann bei Bühnenaufbauten, Pyrotechnik oder besonderer Dekoration eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben sein. Ob sie von der Feuerwehr gestellt oder von einem geeigneten Dienstleister übernommen werden darf, legt die zuständige Stelle fest. Wo das zulässig ist, stellen wir Kräfte, die Fluchtwege freihalten, Brandmelder und Löscheinrichtungen im Blick haben und im Ernstfall die Räumung unterstützen.
Bei Auf- und Abbau, wenn Kabel verlegt, Traversen gehängt und Materialien gelagert werden, ist die Gefahr oft größer als während der Veranstaltung selbst. Auch für diese Phasen lassen sich Brandwachen buchen.
Für jede Schicht erhalten Sie ein Protokoll mit Beginn und Ende der Heißarbeiten, den Zeiten der Kontrollgänge, festgestellten Wärmestellen und dem Namen der Kraft, die den Bereich freigegeben hat. Dieses Blatt legen Sie dem Erlaubnisschein bei, sodass Bauleitung, Betreiber und Versicherer den Ablauf später nachvollziehen können.
Denkmal und Altbau: langsam arbeiten, länger nachsehen
Reet und alte Holzbalken entzünden sich leicht, und eine Glut kann sich in einer Dämmschicht stundenlang verborgen halten. Bei Arbeiten an der Windmühle Johanna, die seit 1941 als technisches Kulturdenkmal geschützt ist, oder an Kirchen und Gründerzeitbauten empfehlen wir deshalb eine verlängerte Nachkontrolle und eine zweite Begehung am Abend.
Hamburg gehört zu unserer Kernregion Nord; geplant wird aus dem Hauptsitz in Neumünster. Unsere Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet und in den Umgang mit Feuerlöschern eingewiesen. Arbeiten in Harburg lassen sich mit Einsätzen auf der Insel kombinieren. Weitere Leistungen finden Sie unter Sicherheitsdienst Wilhelmsburg.
Was eine Brandwache kostet
Brandwachen werden nach tatsächlich geleisteten Stunden abgerechnet, einschließlich der Nachkontrolle. Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Arbeiten in der Nacht oder am Wochenende, wie sie bei Revisionen im Hafen häufig sind, liegen eher im oberen Bereich; kurze Einsätze tagsüber an einer einzelnen Arbeitsstelle eher im unteren.
Für Revisionen mit vielen gleichzeitigen Heißarbeiten stellen wir mehrere Kräfte und eine Einsatzleitung, die die Erlaubnisscheine koordiniert. Den Aufwand rechnen wir vorab transparent aus, damit Sie ihn in die Revisionsplanung aufnehmen können.


