Vom Nadelexport zur Kettenschmiede
Schon im 14. Jahrhundert trieb Wasserkraft in Iserlohn Eisenhämmer an, ab 1690 wurden Nadeln in großer Zahl hergestellt und exportiert, dazu Drahtwaren, Messing- und Bronzeerzeugnisse. Um 1800 zählte die Gegend zu den großen Gewerberegionen ihrer Zeit. Aus dieser Tradition sind Unternehmen hervorgegangen, die bis heute in der Stadt produzieren, und neue Branchen wie Chemie und Pharmazie sind hinzugekommen.
Für den Werkschutz bedeutet das eine bunte Mischung: Schmiedebetriebe mit hohen Materialwerten auf dem Hof, Chemieanlagen mit Zutrittszonen, Pharmaproduktion mit strengen Hygieneregeln und Zulieferer, deren Lkw nach festem Takt kommen und gehen.
Werke in Iserlohn mit Bedarf am Tor
An diesen Standorten fallen typischerweise Aufgaben für einen Werkschutz an:
- Thiele an der Werkstraße in Kalthof: Rundstahlketten und Schmiedeteile für Hebe- und Fördertechnik, Härten und Schweißen im eigenen Haus
- Hexion an der Gennaer Straße in Letmathe: genehmigte Anlage für Harzbetriebe mit Auflagen aus dem Störfallrecht
- Medice: Arzneimittelhersteller mit Sitz und Produktion in Iserlohn
- Dornbracht: Armaturen für Bad und Küche, gefertigt an einem Standort in Iserlohn
- Kirchhoff Automotive: Automobilzulieferer mit Hauptsitz in Iserlohn, hervorgegangen aus einem Nadelhersteller
Hinzu kommen kleinere Metall- und Kunststoffbetriebe in den Ortsteilen, bei denen oft nur nachts und am Wochenende jemand auf das Gelände achten muss.
Die Werke verteilen sich über das ganze Stadtgebiet, von Kalthof im Norden bis Letmathe im Lennetal. Viele liegen nah an Wohngebieten oder Waldrändern, Zufahrten führen teils über schmale Straßen mit Steigung. Für den Werkschutz zählt deshalb, dass Lkw nicht im Wohngebiet warten, sondern zügig abgefertigt werden, und dass Rückseiten und Nebentore, die von der Pforte aus nicht zu sehen sind, in den Rundgang aufgenommen werden.
Chemie und Pharmazie: Zonen, Scheine, Einweisung
In einem Werk, das unter das Störfallrecht fällt, ist der Werkschutz Teil der Sicherheitsorganisation. Unsere Kräfte kennen die Zonen, in denen keine Funken entstehen dürfen, achten auf Freigabescheine für Arbeiten von Fremdfirmen und wissen, wen sie bei einem Alarm in welcher Reihenfolge verständigen. Mobiltelefone, Feuerzeuge oder Werkzeuge werden nur nach den Regeln Ihres Werks mitgenommen.
In der Arzneimittelherstellung kommen Hygiene- und Reinraumvorgaben hinzu. Hier geht es weniger um den Rundgang durch die Produktion als um den Schutz der Zugänge: Wer darf in welchen Bereich, wer muss begleitet werden, und wie wird der Besuch festgehalten. Allgemeines zur Leistung steht auf der Seite Werkschutz.
Schmiede und Metall: Werte auf Hof und Rampe
In der Metallverarbeitung liegt viel Material im Freien oder an offenen Rampen: Stahl, Halbzeuge, fertige Ketten und Bauteile bis zu hundert Kilogramm. Am Werkstor gleichen wir Kennzeichen und Frachtpapiere ab, prüfen Ladungen auf Plausibilität und lassen Abholungen nur mit gültiger Freigabe passieren. Nachts gehen wir die Lagerflächen ab und prüfen, ob Hallentore geschlossen sind.
Bei Instandhaltungswochen oder dem Umbau von Anlagen sind viele Monteure gleichzeitig im Werk. Wir führen die Liste der zugelassenen Firmen, geben Ausweise gegen Unterschrift aus und kontrollieren beim Verlassen, ob Werkzeugkisten nur das enthalten, was hineingehört. Nach Schichtende prüfen wir, ob alle Fremdfirmen das Gelände verlassen haben und abgegebene Ausweise vollständig zurückgekommen sind.
Wie ein Werkschutz in Iserlohn bei uns anläuft
Iserlohn liegt außerhalb unserer Kernregion Nord, in Nordrhein-Westfalen haben wir kein Büro. Weil ein Werkschutz über Monate oder Jahre läuft, prüfen wir vor der Zusage genau, ob Besetzung, Anreise, Unterkunft und Vertretung bei Urlaub oder Krankheit dauerhaft tragen. Erst dann sagen wir zu. Sie bekommen ein festes Team und einen benannten Ansprechpartner.
Vor dem ersten Dienst werden alle Kräfte in Werksordnung, Alarmplan und Meldekette eingewiesen, bei Vertretungen ebenso. Sie haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Kontrollaufgaben die Sachkundeprüfung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Die Übersicht über alle Leistungen finden Sie unter Sicherheitsdienst Iserlohn, Werke im Lennetal flussabwärts beschreibt die Seite zu Hagen.
Kosten für Werkschutz in Iserlohn
Im Dauerauftrag liegt der Werkschutz bei einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der besetzten Tore und Schichten, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden sowie Zusatzaufgaben wie Fremdfirmenverwaltung oder Ladungskontrolle. In Betrieben mit Störfallauflagen ist der Anteil an Kräften mit Sachkundeprüfung meist höher. Mehr zur Lage im Land lesen Sie unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.


