Eine Stadt, die oft gebrannt hat
Die Stadtgeschichte verzeichnet mindestens neun große Brände: 1448, 1510, 1530, 1616, 1635, 1665, 1677, 1685 und 1712. Im Jahr 1500 brannten bei einem Stadtbrand beide Türme der Obersten Stadtkirche ab und wurden später neu aufgebaut. Dass trotzdem viel alte Bausubstanz erhalten ist, macht jede Baumaßnahme in diesen Gebäuden heikel: Holzdecken, Dachstühle, Orgeln und Altäre lassen sich nicht ersetzen.
Daneben steht eine Industrie, in der Hitze zum Alltag gehört. In Iserlohn wird geschmiedet, gehärtet und geschweißt, und in der Chemie gelten strenge Regeln für jede Zündquelle. Für eine Brandwache heißt das: Sie muss sich in einer mittelalterlichen Kirche ebenso zurechtfinden wie in einer Werkhalle. In beiden Fällen kommt es auf dieselben Grundlagen an: wissen, wo der nächste Feuerlöscher hängt, wie der Alarm ausgelöst wird und auf welchem Weg die Feuerwehr am schnellsten zum Einsatzort gelangt.
Gebäude in Iserlohn, bei denen Heißarbeiten eine Wache brauchen
Typische Einsatzorte für eine Brandwache sind in Iserlohn:
- Bauernkirche St. Pankratius, das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt aus dem späten 10. Jahrhundert
- Oberste Stadtkirche mit spätgotischem Flügelaltar, dessen Marientafeln um 1455 entstanden, und einer Orgel mit 42 Registern
- Reformierte Kirche, erbaut von 1710 bis 1718, und St. Kilian in Letmathe von 1917
- Historische Fabrikenanlage Maste-Barendorf mit zehn Gebäuden eines früheren Messingwalzwerks
- Parktheater von 1964 und die Eissporthalle am Seilersee als Versammlungsstätten
- Schmiede- und Metallbetriebe sowie die Harzanlage in Letmathe
Bei Umbauten in Versammlungsstätten kommt hinzu, dass der Betrieb oft weiterläuft und Arbeiten auf Nächte oder spielfreie Tage gelegt werden.
Ein Sonderfall ist Maste-Barendorf: In der früheren Messinggießerei wird mehrmals im Jahr vorgeführt, wie Messingteile gegossen werden, in den übrigen Häusern arbeiten Künstler in Ateliers, im Mastehaus wird standesamtlich geheiratet. Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug treffen hier auf ein Ensemble aus historischen Werkstätten, in dem Publikum ein und aus geht. Eine Brandwache hält dann nicht nur den Arbeitsbereich im Blick, sondern auch die Wege der Besucher.
Denkmal und Kirche: Holz, Staub und versteckte Glut
In alten Kirchen und Fabrikgebäuden liegen Holzbalken, Staub und Hohlräume oft dicht nebeneinander. Funken beim Trennen eines Rohres oder Hitze beim Löten einer Dachrinne können sich in Zwischendecken festsetzen und erst Stunden später zum Brand werden. Deshalb verlangt der Erlaubnisschein für Heißarbeiten häufig nicht nur eine Wache während der Arbeiten, sondern auch eine Nachkontrolle.
Unsere Brandwache steht während der Arbeiten am Einsatzort, hält Löschmittel bereit, beobachtet Funkenflug und angrenzende Bauteile und greift bei einem Entstehungsbrand ein. Nach Arbeitsende kontrolliert sie die Umgebung über die vereinbarte Zeit auf Glutnester und hält Beginn, Ende und Befund im Bericht fest. Allgemeines dazu steht unter Brandwachen.
Industrie: Schmiede, Härterei, Chemie
In Metallbetrieben fallen Heißarbeiten vor allem bei Reparaturen und beim Umbau von Anlagen an: Schweißen an Kränen, Trennen von Stahlkonstruktionen, Arbeiten an Absaugungen, in denen sich Staub und Öl gesammelt haben. In Chemieanlagen ist jede Zündquelle genehmigungspflichtig, Freigaben werden je Arbeitsplatz und Schicht erteilt.
Wir richten uns nach dem Freigabesystem Ihres Werks, werden vor dem ersten Einsatz in Alarmwege, Löschmittelstandorte und Sammelplätze eingewiesen und stimmen uns mit Ihrer Werkfeuerwehr oder Ihrem Brandschutzbeauftragten ab, wo es sie gibt. Während einer Revision mit vielen parallelen Arbeitsstellen stellen wir mehrere Wachen, die jeweils einem Bereich fest zugeordnet sind.
Organisation in Iserlohn
Nordrhein-Westfalen gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, ein Büro haben wir dort nicht. Brandwachen in Iserlohn übernehmen wir vorhabenbezogen. Wir prüfen vor der Zusage, ob Personal und Anreise für den gewünschten Zeitraum verfügbar sind, und nennen Ihnen dann einen festen Ansprechpartner.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldekette eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Die Übersicht der Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Iserlohn.
Kosten einer Brandwache in Iserlohn
Für eine Brandwache gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen die Dauer der Heißarbeiten zuzüglich der Nachkontrolle, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, wenn Arbeiten in Kirchen oder Theatern außerhalb der Nutzungszeiten liegen, und die Zahl paralleler Arbeitsstellen. Kurze Einsätze von wenigen Stunden fassen wir, wo möglich, zu Blöcken zusammen. Mehr zur Lage im Land steht unter Brandwache in Nordrhein-Westfalen.


