Ein Industriestandort seit 1725
Industrie hat in Lauchhammer eine lange Linie. 1725 erhielt das Eisenhammerwerk an den Lauchteichen sein Privileg, ab 1781 kam der Eisenkunstguss hinzu, später der Bronzeguss. Um 1900 folgten Braunkohle, Brikettfabriken und eine Kokerei, 1912 ging von hier die erste 110-kV-Hochspannungsleitung Europas nach Gröba bei Riesa. Diese Geschichte hat Flächen, Gleise und Leitungstrassen hinterlassen, auf denen heute neue Betriebe arbeiten.
Die Stadt ist einer von fünfzehn regionalen Wachstumskernen Brandenburgs. Als prägende Branchen nennt sie Energieerzeugung, Metall und Logistik.
Wo Werkschutz in Lauchhammer gebraucht wird
Die folgenden Flächen und Betriebe sind real und belegt. Dort fallen typischerweise Werkschutzaufgaben an; es handelt sich nicht um Kunden.
- Der Industriepark Süd mit netto 106,2 Hektar, Anschlussgleis und Betrieben aus Metallbe- und -verarbeitung, Energie, Logistik, Kunststoffe und Chemie sowie Großhandel.
- Das Industriegebiet Süd auf dem früheren Industriekraftwerk mit eigenem Bebauungsplan.
- Das Industrie- und Gewerbegebiet Ost auf dem Gelände des alten Eisenwerks, nach Angaben der Stadt voll ausgelastet.
- Das Gewerbegebiet West, ebenfalls voll belegt.
- Der Industrie- und Gewerbehof Emanuel mit eigenem Bebauungsplan.
- Die Kunst- und Glockengießerei, seit 2025 als KGL Kunstguss Lauchhammer weitergeführt, und der zweite Standort des Tagebaugeräteherstellers Takraf.
Was das Gelände im Industriepark Süd verlangt
Der Industriepark gehört nicht einem einzigen Eigentümer. Flächen liegen bei der Stadt, bei der Bergbausanierungsgesellschaft LMBV und bei der SGL Spezial- und Bergbau-Servicegesellschaft. Für den Werkschutz bedeutet das: Grenzen zwischen Grundstücken, gemeinsam genutzte Zufahrten und Gleise müssen klar geregelt sein, bevor der erste Dienst beginnt.
Das Anschlussgleis bringt Waggons auf das Gelände, die über Nacht abgestellt werden. Wir nehmen Ladestellen und abgestellte Wagen in den Rundgang auf, prüfen Plomben, Türen und Verschlüsse und melden Abweichungen an die von Ihnen benannte Stelle. Wer mit Kunststoffen oder Chemikalien arbeitet, legt mit uns fest, welche Bereiche unser Personal nur mit Freigabe betritt und wie bei Geruch oder Leckage gemeldet wird.
Der Lkw-Verkehr kommt über die B 169, die knapp fünf Kilometer entfernt liegt, und die Anschlussstelle Ruhland an der A 13. Am Tor gleichen wir Kennzeichen, Lieferscheine und Fremdfirmenlisten ab, bevor ein Fahrzeug einfährt oder das Werk verlässt.
Gießerei und Anlagenbau: schwere Teile im Freien
In einer Gießerei liegen Modelle, Formen, Rohlinge und fertige Güsse, im Anlagenbau Baugruppen, die in keine Halle passen. Bronze und Kupfer haben einen hohen Metallwert und sind deshalb begehrt. Rundgänge führen in solchen Betrieben nicht nur durch Hallen, sondern über Höfe, Freilager und Rampen, mit Blick auf Beleuchtung, Zäune und offene Tore.
- Torbesetzung im Schichtbetrieb mit Besucher- und Fremdfirmenbuch
- Fahrzeug- und Ladungskontrolle bei Ein- und Ausfahrt
- Rundgänge über Hallen, Freilager, Gleis und Zaun
- Einweisung von Monteuren in Ihre Werksordnung
- Meldung an Schichtleitung oder Rufbereitschaft nach Ihrem Alarmplan
Planung, Personal und Nachweise
Lauchhammer liegt in Brandenburg und damit in unserer Kernregion Nord. Ein Büro in der Stadt haben wir nicht; die Einsatzplanung übernimmt unsere Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Berlin. Ihr Werk bekommt feste Kräfte mit eingearbeiteter Vertretung und einen Ansprechpartner, der Ihre Abläufe kennt. Betriebe mit weiteren Standorten in Cottbus oder Senftenberg planen wir gemeinsam.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, das Unternehmen nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Nach jeder Schicht erhalten Sie einen Bericht mit Uhrzeiten, Zufahrten und Auffälligkeiten. Mehr zur Leistung unter Werkschutz und für das ganze Land unter Werkschutz in Brandenburg.
Kosten für einen Dauerauftrag
Werkschutz läuft meist über Monate oder Jahre. Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Betrieb innerhalb dieser Spanne liegt, bestimmen die Zahl der besetzten Tore, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, Umfang und Dauer der Rundgänge sowie besondere Anforderungen in Gefahrstoffbereichen.
Für Revisionen, Stillstände oder Umbauten legen wir eine getrennte Aufstockung vor. So sehen Sie den Grundbetrieb und die Spitzenwochen jeweils für sich. Teilen sich mehrere Betriebe im Industriepark eine Zufahrt, kann auch eine gemeinsame Torbesetzung sinnvoll sein; das prüfen wir gern mit allen Beteiligten.


