Bauen auf dem Erbe der Braunkohle
Lauchhammer hatte einst acht Brikettfabriken und eine Großkokerei. Viele dieser Flächen liegen heute brach oder werden umgenutzt, und genau dort entsteht ein großer Teil der neuen Bauvorhaben. Dazu kommen Wohngebiete, mit denen die Stadt Bauland für Familien schafft, und Projekte an öffentlichen Gebäuden.
Gemeinsam ist diesen Baustellen, dass sie oft am Rand liegen, schlecht einsehbar sind und nachts niemand in der Nähe wohnt. Material und Maschinen bleiben trotzdem über Nacht stehen.
Auf früheren Bergbauflächen kommt eine Besonderheit hinzu. Ein Teil der Grundstücke gehört der Bergbausanierungsgesellschaft LMBV, manche Bereiche sind gesperrt oder nur über bestimmte Wege zu befahren. Für die Bewachung heißt das, Zufahrten, Sperrflächen und Zuständigkeiten vor dem ersten Dienst genau zu klären, damit unsere Kräfte wissen, wo sie gehen dürfen und wen sie bei Auffälligkeiten an Nachbarflächen informieren.
Aktuelle Bauvorhaben in Lauchhammer
Die folgenden Vorhaben sind in der Bauleitplanung der Stadt öffentlich geführt. Sie zeigen, wo Baustellenbewachung gebraucht werden kann; es handelt sich nicht um Kunden.
- Photovoltaik auf der Fläche der früheren Brikettfabrik 67 am Kesselhaus und auf den Brikettfabriken 64 und 65 an der Grundhofstraße.
- Der Solarpark auf dem Gelände der früheren Kokerei.
- Ein Betriebsgelände mit Photovoltaik-Freiflächen in Kleinleipisch.
- Die Windparks Kostebrau 1 und 2 auf der Hochkippe Klettwitz.
- Die Wohngebiete Vogelherdweg und Bertolt-Brecht-Straße.
- Die Recyclinganlage Wolfsberge und das geplante Gebiet Am Torfstichteich mit Sanierung und Aufforstung.
Hinzu kommt der geplante Anbau am Kunstgussmuseum mit rund 1.500 Quadratmetern. Parallel schreibt die Stadt ihren Flächennutzungsplan fort; der dritte Entwurf lag bis Mitte Oktober 2026 öffentlich aus.
Solar und Wind: viel Wert auf offener Fläche
Auf einer Solarbaustelle stehen Paletten mit Modulen, Trommeln mit Kupfer- und Aluminiumkabel und Wechselrichter oft tagelang im Freien. Ein Bauzaun hält Neugierige ab, aber keine Täter mit Transporter. Bei Windenergie kommen Kräne, Rotorblätter, Turmsegmente und Werkzeugcontainer hinzu, dazu Baustraßen, die von mehreren Seiten erreichbar sind.
Wir bewachen solche Flächen mit Posten an der Zufahrt, Streifen entlang des Zauns oder Kontrollgängen in wechselnden Abständen. Was passt, hängt davon ab, wie groß die Fläche ist und welche Teile gerade angeliefert wurden. In der Phase mit den meisten Modulen und Kabeln auf dem Gelände empfehlen wir eine dichtere Bewachung als in der Erdbauphase.
Wohnungsbau und öffentliche Gebäude
Die Stadt schreibt außerdem Bauland öffentlich aus, und mit jedem verkauften Grundstück entsteht eine weitere kleine Baustelle mit eigenem Bauherrn.
In Wohngebieten geht es um andere Dinge: Rohbaumaterial, Heizungs- und Sanitärtechnik vor dem Einbau, Fenster und Türen, Werkzeug in Containern. Werden Häuser nach und nach bezogen, mischen sich Baustelle und Wohnen, und Bauzäune müssen trotzdem geschlossen bleiben. An einem Museum oder einer Kirche kommt hinzu, dass der Bestand während der Arbeiten geschützt werden muss.
- Bewachung von Baufeld, Container und Lagerplatz nach Feierabend
- Kontrolle von Bauzaun, Toren und Beleuchtung
- Zufahrtskontrolle bei Anlieferungen
- Dienst an Wochenenden und Feiertagen
- Meldung von Schäden an Bauleitung und Polizei
Wie wir den Einsatz organisieren
Lauchhammer gehört zu unserer Kernregion Nord, ein eigenes Büro haben wir dort nicht. Geplant wird aus der Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Berlin. Vor Beginn sehen wir uns die Baustelle an und legen Kontrollpunkte und Meldewege fest. Baufirmen mit weiteren Baustellen, etwa in Spremberg oder Finsterwalde, bekommen eine abgestimmte Planung.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Nach jeder Nacht erhalten Sie einen Bericht mit Uhrzeiten und Auffälligkeiten. Mehr unter Baustellenbewachung und für das Land unter Baustellenbewachung in Brandenburg.
Kosten je nach Bauphase
Als Richtwert für Baustellenbewachung gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Preis bestimmen vor allem die Zahl der Nachtstunden, Wochenenden und Feiertage, die Größe der Fläche und ob ein fester Posten oder Kontrollgänge reichen.
Weil sich der Bedarf mit dem Baufortschritt ändert, planen wir in Phasen. Sobald die wertvollen Teile verbaut oder angeschlossen sind, lässt sich die Bewachung oft zurückfahren.


