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Werkschutz in Lünen:Tore, an denen Stoffströme zusammenlaufen

In Lünen wird aus Abfall Rohstoff, aus Schrott Kupfer und aus Kohle Strom. Für Werke mit Lkw-Verkehr, Fremdfirmen und Schichtbetrieb übernehmen wir den Werkschutz vorhabenbezogen.

Kreis Unna · ISO 9001 · DIN 77200

Vom Aluminiumwerk zum Recyclingstandort

Industrie hat in Lünen eine lange Linie. 1826 entstand in Wethmar mit der Eisenhütte Westfalia der erste größere Betrieb, später prägten Zechen wie Preußen, Victoria und Minister Achenbach den Süden und Westen. Von 1938 bis 1990 erzeugten die Vereinigten Aluminium-Werke in Lippholthausen Tonerde und Aluminium. Auf diesem Gelände hat sich danach das Lippewerk entwickelt, das heute zu Remondis gehört und als Recyclingzentrum Gips aus Rauchgasentschwefelung, Holz, Kunststoffe, Bauschutt und Elektroschrott verarbeitet.

Hinzu kommen Betriebe, bei denen Metall und Energie im Mittelpunkt stehen: Kupferrecycling seit 1916, eine Glashütte, ein Steinkohlekraftwerk und ein Kanalhafen. Für den Werkschutz heißt das: viel Lkw-Verkehr mit wechselnden Ladungen, hochwertige Rohstoffe unter freiem Himmel und Anlagen, in denen Fremdfirmen bei Wartung und Revision zahlreich unterwegs sind.

Werke und Standorte in Lünen

Diese Betriebe zeigen, wofür Werkschutz in der Stadt gebraucht wird:

  • Lippewerk in Lippholthausen – rund 230 Hektar, mehr als 1.400 Beschäftigte, Hauptsitz von Remondis, mit Wirbelschichtkraftwerk, Biomasseanlage und Prüflabor
  • Aurubis – Kupferrecycling auf dem früheren Standort der Hüttenwerke Kayser, seit 2024 mit eigener Luftzerlegungsanlage für Sauerstoff
  • Kraftwerk Lünen-Stummhafen – Steinkohle, 750 Megawatt elektrisch, seit Dezember 2013 in Betrieb, betrieben von Steag
  • Ardagh Glass – Herstellung von Behälterglas
  • Stadthafen Lünen am Datteln-Hamm-Kanal – 19 Hektar, 936 Meter Kaimauer, Hallen- und Freilager für Coils, Walzdraht, Kupfer, Kohle und Recyclinggüter
  • Elektrotechnik und Elektronik, etwa SIBA mit Sicherungen und EBG mit Bauelementen

Ein Teil des Gewerbes zieht neu ein: Die 37 Hektar des 2021 gesprengten Steag-Altkraftwerks in Lippholthausen werden für neue Betriebe entwickelt.

Worauf es an Lüner Werkstoren ankommt

Bei Recycling und Kupfer entscheidet sich an der Pforte, ob Gewicht, Ladung und Papiere zusammenpassen. Unsere Kräfte gleichen Kennzeichen und Lieferschein ab, schicken Fahrzeuge zur Waage und an die richtige Abladestelle und halten fest, wann welches Fahrzeug das Gelände verlassen hat. Wo Abfälle mit Begleitpapieren kommen, achten sie darauf, dass nichts ohne Freigabe Ihres Personals angenommen wird.

Kupfer, Kabelschrott und Coils haben einen hohen Wert und liegen oft offen auf Lagerflächen. Unsere Nachtrunden führen deshalb über Freilager, an der Zaunlinie entlang und zu Toren, die nachts nicht genutzt werden. Am Kraftwerk und im Glaswerk steht die Zutrittskontrolle für Fremdfirmen im Vordergrund, besonders bei Revisionen, wenn viele Monteure gleichzeitig auf das Gelände wollen.

Pforte, Revision und Wochenende

Im Regelbetrieb melden wir Besucher an, prüfen Unterweisungsnachweise von Fremdfirmen, geben Ausweise gegen Unterschrift aus und lotsen Fahrer auf dem Gelände. In der Nacht gehen wir Hallen und Außenbereiche ab, prüfen Rolltore, Brandschutztüren und Absperrungen und verständigen bei Störmeldungen Ihrer Gebäudetechnik den Bereitschaftsdienst. Jede Feststellung steht mit Uhrzeit im Bericht.

Während einer Revision führen wir Listen der anwesenden Firmen, kontrollieren Erlaubnisscheine und achten auf gesperrte Bereiche. Am Wochenende, wenn nur Teile eines Werks laufen, übernehmen wir die Pforte allein und halten Kontakt zu Ihrer Schichtleitung. Mehr zur Leistung allgemein steht unter Werkschutz.

Anreise, Einweisung und Zuständigkeit

Lünen ist über die A 2 im Süden sowie die Bundesstraßen 54 und 236 an Dortmund, Münster und das Münsterland angebunden, Güter kommen zusätzlich über den Kanal und die Güterstrecke Hamm–Osterfeld. Wenn Schichtwechsel und Anlieferungen zusammenfallen, wird es vor den Toren eng. Darauf stimmen wir den Ablauf an der Pforte ab.

Wir haben in Nordrhein-Westfalen kein eigenes Büro, Lünen liegt außerhalb unserer Kernregion Nord. Vor jeder Zusage klären wir daher, wie Personal, Anreise und Ablösung über die Laufzeit gesichert sind, und benennen erst dann ein festes Team mit Ansprechpartner. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert, die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Pforten mit Hausrecht und Kontrollbefugnis setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Die Regeln Ihres Werks, etwa zu Gefahrstoffen, Schutzausrüstung und Sperrbereichen, lernen sie bei der Einweisung vor Ort. Mehr zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Lünen.

Kosten für Werkschutz in Lünen

Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, oft mit Pforte rund um die Uhr. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo der Satz am Ende landet, hängt an Laufzeit, Zahl der besetzten Tore, Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und an Zusatzaufgaben wie Waagendienst oder Ausgangskontrollen. Eine Revisionswoche mit zusätzlichen Kräften rechnen wir gesondert. Den genauen Umfang legen wir nach einem Rundgang über Ihr Gelände fest. Wie wir im ganzen Land arbeiten, beschreibt die Seite Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.

Häufige Fragen

Häufige Fragen kurz beantwortet

Übernehmen Sie die Pforte eines Recyclingbetriebs in Lippholthausen?+

Ja, vorhabenbezogen. Wir richten Waagendienst, Papierkontrolle und Einweisung der Fahrer nach Ihren Vorgaben aus und gehen nachts die Lagerflächen ab.

Können Sie bei einer Kraftwerksrevision zusätzliche Kräfte stellen?+

Ja. Wir planen die Revision mit Ihnen vorab, führen Firmenlisten, prüfen Erlaubnisscheine und verstärken die Pforte für die Dauer der Arbeiten.

Wie schützen Sie Kupfer und Metallschrott auf Freiflächen?+

Mit Runden über die Lager zu wechselnden Zeiten, Kontrolle der Zaunlinie und Prüfung ungenutzter Tore. Auffälligkeiten melden wir sofort an Ihre Bereitschaft.

Was bedeutet vorhabenbezogen für Lünen?+

Wir haben in Nordrhein-Westfalen kein Büro. Vor der Zusage prüfen wir Personal, Anreise und Ablösung und sagen nur zu, wenn das für die ganze Laufzeit trägt.

Welche Qualifikation bringen die Kräfte mit?+

Mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, bei Pforten mit Kontrollbefugnis die Sachkundeprüfung. Ihre Werksregeln lernen sie bei der Einweisung vor dem ersten Dienst.

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