Vom Bergbau zur Metallverarbeitung
Über Jahrhunderte lebte das Siegerland von Eisenerz und Hütten. Die Gruben sind längst geschlossen, in Eiserfeld endete der Bergbau 1960, doch die Verarbeitung von Eisen und Stahl ist geblieben. Die Industrie der Stadt ist bis heute stark von metallverarbeitenden Betrieben geprägt, die überwiegend mittelständisch aufgestellt sind; Gontermann-Peipers etwa führt seine Wurzeln auf das Jahr 1825 zurück.
Für den Werkschutz heißt das: schwere Lasten, heiße Prozesse, Schichtbetrieb und Gelände, die sich in engen Tallagen an der Sieg und ihren Nebenbächen entlangziehen. Zufahrten gibt es oft nur wenige, und die müssen für Tieflader, Schrottlaster und Pendler gleichzeitig funktionieren.
Werke, an denen Werkschutz anfällt
Einige Standorte zeigen die Spannweite der Siegener Industrie:
- Gontermann-Peipers mit dem Werk Hain, in dem neun Induktionsöfen zusammen 150 Tonnen schmelzen, und dem Werk Marienborn, wo Walzen für Stahl- und Aluminiumwalzwerke sowie Castor-Behälter entstehen
- BGH Edelstahl Siegen an der Industriestraße in Weidenau – Blockguss, Strangguss, Stabstahl und Freiformschmiedestücke
- Die Deutschen Edelstahlwerke an der Oberen Kaiserstraße in Geisweid, Nachfolger der früheren Krupp-Stahlwerke Südwestfalen
- Salzgitter Mannesmann Line Pipe und Dometic im Gewerbegebiet In der Steinwiese – Rohre für Leitungen und Kühlgeräte für Camping und Hotellerie
- Gewerbegebiete wie Heidenberg, Martinshardt im Leimbachtal, Weißtal in Kaan-Marienborn und der IHW-Park auf dem früheren Philips-Gelände in Eiserfeld, in dem rund 60 Firmen sitzen
Schwertransport, Fremdfirmen, Schrottplatz
Wer Walzen von bis zu 100 Tonnen ausliefert, braucht an der Pforte mehr als einen Schlagbaum. Unsere Kräfte gleichen Transportgenehmigungen und Kennzeichen mit den angemeldeten Fahrten ab, halten die Werksstraße frei, wenn ein Schwertransport rangiert, und stimmen sich mit Versand und Kranführern ab. Bei Castor-Behältern gelten zusätzliche Regeln des Auftraggebers, nach denen wir uns richten.
Bei Ofenreparaturen und Stillständen kommen viele Fremdfirmen gleichzeitig aufs Gelände. Wir erfassen Personen und Fahrzeuge, prüfen Arbeitserlaubnisse, geben Ausweise nur gegen Unterschrift aus und kontrollieren beim Verlassen, ob Werkzeug und Material dort bleiben, wo sie hingehören. Freilager mit Halbzeug, Legierungsmetallen und Schrott sind nachts ein beliebtes Ziel; dort laufen wir unregelmäßige Runden, prüfen Zäune und Beleuchtung und halten Auffälligkeiten mit Uhrzeit fest.
Schichtwechsel und Wochenende
In Schmelz- und Walzbetrieben laufen Öfen oft durch, Verwaltung und Versand dagegen nicht. Viele Werke brauchen deshalb nur zu bestimmten Zeiten zusätzliches Personal: am Wochenende, in der Nachtschicht, in den Betriebsferien. Wir stellen den Werkschutz passend zu diesem Rhythmus, vom reinen Pförtnerdienst am Hauptor bis zur durchgehenden Besetzung mit Streife über das Gelände.
Beim Schichtwechsel ist an der Pforte am meisten los: Pendler fahren ein und aus, gleichzeitig warten Lkw auf Abfertigung. Wir richten die Besetzung nach diesen Spitzen aus und trennen, wo es das Gelände zulässt, Werksverkehr und Mitarbeiterparkplatz. Störmeldungen aus Ihrer Gebäudetechnik nehmen wir nach einer festen Meldekette auf, sehen vor Ort nach und verständigen Ihre Bereitschaft. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie auf der Seite Werkschutz.
Ein Werk in Siegen, ein Dienstleister aus dem Norden
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, die Kernregion unserer Planung reicht von Schleswig-Holstein bis Brandenburg. In Siegen arbeiten wir vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro in Nordrhein-Westfalen. Wir sagen deshalb nur zu, wenn wir eine Stammbesetzung mit Vertretung für die ganze Laufzeit aufstellen können, und benennen Ihnen dafür eine feste Ansprechperson.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, Schichtführer die Sachkundeprüfung. Vor dem ersten Dienst werden sie in Ihre Sicherheitsregeln, Gefahrenbereiche und Notfallwege eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Zum Vorgehen im ganzen Land: Werkschutz in Nordrhein-Westfalen.
Kosten für Werkschutz in Siegen
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag, und gerade die lange Laufzeit macht eine verlässliche Planung möglich. Den Richtwert setzen wir mit 23 bis 50 € netto je Stunde an. Den Ausschlag geben die Zahl der besetzten Tore, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden, Zusatzaufgaben wie Wiegescheinkontrolle oder Fremdfirmenverwaltung und die nötige Qualifikation.
Nach einem Rundgang über das Gelände bekommen Sie eine Aufstellung, in der jede Position einzeln steht. Mehr zur Stadt und zu weiteren Leistungen: Sicherheitsdienst Siegen.


