Altes Holz und heiße Prozesse in einer Stadt
In der Torgauer Altstadt stehen rund 500 spätgotische und Renaissancebauten. Viele davon tragen Dachstühle, die Jahrhunderte alt sind, und werden laufend saniert. Wer dort an der Dachrinne lötet, Bleche schweißt oder mit dem Trennschleifer arbeitet, bringt Funken und Hitze in ein Gebäude, das im Ernstfall schwer zu löschen ist.
Am Stadtrand sieht es anders aus, aber nicht weniger heikel. In der Glasindustrie wird an Schmelzwannen und Rohrleitungen geschweißt, in der Holzverarbeitung liegen Späne, Staub und Pellets in großen Mengen. Eine Brandwache sorgt dafür, dass ein Funke dort bleibt, wo er hingehört.
Gebäude und Betriebe, in denen Brandwachen gebraucht werden
Belegt sind in Torgau unter anderem diese Objekte:
- Schloss Hartenfels mit dem freitragenden Großen Wendelstein aus den 1530er Jahren und der Schlosskapelle von 1544
- Marienkirche, deren Dachwerk auf das Jahr 1463 datiert wurde; der Südturm wurde nach einem Brand 1748 bis 1751 erhöht
- Rathaus am Markt, erbaut 1563 bis 1578
- Kulturbastion, eine denkmalgeschützte Kasematte der früheren Festung, heute mit Kino und Bühne
- Hauptgestüt Graditz mit Anlagen nach Plänen Pöppelmanns
- Floatglaswerk von Saint-Gobain sowie Säge-, Paletten- und Pelletwerk von Mercer
Was eine Brandwache bei uns tut
Die Brandwache ist während der Heißarbeiten und danach am Arbeitsort. Ihre Aufgaben richten sich nach dem Erlaubnisschein des Betriebs oder Bauherrn:
- Arbeitsbereich und Nachbarräume vor Beginn auf brennbare Stoffe prüfen
- Löschmittel bereitstellen und griffbereit halten
- Funkenflug, Glutnester und Rauch während der Arbeiten beobachten
- bei Entstehungsbränden sofort eingreifen und Alarm auslösen
- Nachkontrolle in der vereinbarten Dauer nach Ende der Arbeiten
- Feuerwehr einweisen und den Ablauf mit Uhrzeit dokumentieren
Vor dem Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen. Bauteile prüfen sie von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen.
Denkmal und Industrie verlangen unterschiedliche Sorgfalt
In Kirchen und Schlössern sind es Hohlräume in Dach, Gewölbe und Gebälk, in denen sich Glut unbemerkt halten kann. Die Nachkontrolle dauert dort meist länger, und oft gibt es keine Brandmeldeanlage, die einspringt. Wir achten besonders auf Zwischendecken, Balkenlager und Durchbrüche in Mauern.
In einem Glaswerk oder Sägewerk geht es eher um Stäube, Ölreste, Paletten- und Holzstapel in der Nähe und um laufende Anlagen, die nicht abgeschaltet werden können. Hier stimmen wir uns eng mit der Schichtleitung ab, wer im Notfall welche Abschaltung auslöst.
Ein dritter Fall sind Bühnen und Hallen. Wenn in der Kulturbastion, im Schlosshof oder auf einem Festivalgelände Aufbauten verschweißt, Traversen angepasst oder Dekorationen mit Flamme bearbeitet werden, gelten dieselben Regeln wie auf der Baustelle. Zwischen Aufbau und Einlass bleibt oft wenig Zeit; die Nachkontrolle darf trotzdem nicht verkürzt werden. Wir planen sie deshalb von Anfang an in den Zeitplan des Aufbaus ein, damit am Abend niemand zwischen Brandwache und Gästen wählen muss.
Organisation und Qualifikation
Staffsec übernimmt in Sachsen Einsätze vorhabenbezogen, ohne eigenes Büro im Land. Für eine Brandwache in Torgau stimmen wir Termine mit Bauleitung oder Betrieb ab und prüfen vorher, ob wir sie mit eigenem Personal besetzen können. Mehrtägige Arbeiten, etwa bei einer Dachsanierung, planen wir mit denselben Kräften, damit sie das Gebäude kennen.
Die Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar. Mehr lesen Sie unter Brandwachen, Brandwache in Sachsen und Sicherheitsdienst Torgau; für Vorhaben weiter südlich auch Sicherheitsdienst Oschatz.
Kosten für eine Brandwache in Torgau
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache zählt neben der eigentlichen Arbeitszeit die Nachkontrolle, die sich je nach Gebäude über Stunden ziehen kann. Arbeiten in der Nacht oder am Wochenende, etwa während eines Produktionsstillstands, liegen höher als Tagesarbeiten unter der Woche. Kurze Einsätze mit klaren Zeiten rechnen wir nach tatsächlicher Dauer ab. Ziehen sich Arbeiten über mehrere Tage, etwa bei einer Dachsanierung in der Altstadt, lohnt sich ein fester Plan mit denselben Kräften, weil die Einweisung nur einmal anfällt.


