Eine Industriestadt mit eigenem Schwerpunkt
Mehr als vier von zehn sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Velbert arbeiten im verarbeitenden Gewerbe, so die Zahlen der städtischen Wirtschaftsförderung für 2022. Den Kern bildet die Schloss- und Beschlagindustrie: 70 Velberter Betriebe mit zusammen 4.747 Beschäftigten. Gemeinsam mit Heiligenhaus nennt sich die Gegend Schlüsselregion. Gefertigt werden Hausschlüssel, Schließsysteme für Fahrzeuge, Beschläge und Technik für automatische Türen.
Seit dem späten 19. Jahrhundert entstanden in Velbert die ersten großen Schlossfabriken und lösten die Heimarbeit ab. Daraus sind Unternehmen gewachsen, die heute weltweit liefern. Viele von ihnen sind mittelständisch geblieben. Typisch sind gewachsene Werksgelände mit mehreren Zufahrten, verwinkelten Höfen und einem Lager, das nachts niemand im Blick hat.
Werke und Standorte im Stadtgebiet
Werkschutz fällt in Velbert in sehr unterschiedlichen Betrieben an. Beispiele aus den drei Stadtbezirken:
- Huf Hülsbeck & Fürst, gegründet 1908, mit Hauptsitz und dem Werkzeugbau Huf Tools in Velbert
- BKS, Hersteller von Zylindern, Schließanlagen und Beschlägen für Feuerschutztüren
- Witte Automotive mit Zentrale, Entwicklung und Vertrieb für Schließ- und Zugangssysteme im Fahrzeug
- Erbslöh in Neviges, wo seit 1957 Aluminium verarbeitet wird
- Tönisheide mit Metallbetrieben wie Schulte-Schlagbaum und dem Staubsaugerhersteller Stein & Co.
- Doppstadt mit Entwicklung und Bau stationärer Maschinen zur Aufbereitung von Holz, Kompost und Abfällen
Hinzu kommen weitere Hersteller in Velbert-Mitte wie EMKA, Wilka und C. Ed. Schulte. Wer Schließtechnik baut, hütet nicht nur Rohstoff und Fertigware, sondern auch Zeichnungen, Prototypen und Werkzeuge. Der Schaden durch einen unbefugten Besucher in der Entwicklung kann größer sein als der durch einen gestohlenen Gitterbox-Inhalt.
Was unsere Kräfte am Werk übernehmen
An der Pforte geht es tagsüber um Ordnung: Besucher anmelden, Fremdfirmen erfassen, Besucherausweise ausgeben und zurücknehmen, Lieferanten zur richtigen Rampe schicken. Ob Besucher begleitet werden müssen, ob Handys mit Kamera in die Entwicklung dürfen und welche Bereiche nur mit Freigabe betreten werden, legt Ihre Werksordnung fest. Wir setzen sie Tag für Tag um und halten Ausnahmen schriftlich fest.
An der Rampe vergleichen wir Kennzeichen und Frachtpapiere mit Ihrer Avisliste und notieren Ein- und Ausfahrt mit Uhrzeit. Wenn Sie es wünschen, prüfen wir abgehende Ladungen stichprobenartig. Nach Schichtende gehen wir Zaun, Hallentore, Außenlager, Spänecontainer und Gasflaschenlager ab. Fällt eine Störung auf, etwa ein laufender Kompressor oder ein Wasseraustritt, informieren wir Ihre Bereitschaft nach dem vereinbarten Ablauf.
Für Werke an der A 535 in Tönisheide oder an der A 44 bei Velbert-Nord kommen viele Lkw über die Autobahn und treffen gebündelt vor Schichtbeginn ein. Dann sind kurzzeitig zwei Kräfte an der Einfahrt sinnvoll, damit sich keine Schlange auf die Straße zurückstaut. In kleineren Betrieben mit einem einzigen Hof genügt dagegen oft eine Kraft, die Pforte und Rampe zugleich im Blick hat.
Planung ohne Niederlassung in Nordrhein-Westfalen
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, dazu kommen Standorte in Berlin und Bremen. Velbert gehört nicht zu unserer Kernregion im Norden. Einen Werkschutzauftrag nehmen wir hier nur an, wenn wir Schichtplan, Vertretung und Anfahrt für die volle Laufzeit sicher darstellen können. Dafür klären wir vorab, wie viele Posten gleichzeitig besetzt sind und wie lange der Auftrag laufen soll.
Ihr fester Ansprechpartner pflegt die Dienstanweisung und ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Wer an der Pforte über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, alle anderen Kräfte mindestens die Unterrichtung. Vor dem ersten Einsatz unterweist Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit in Verkehrswege, Schutzausrüstung und Sperrbereiche. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001 und DIN 77200. Allgemeines zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Landesübersicht unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen und weitere Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Velbert. Für Betriebe im Nachbarkreis siehe Ratingen.
Kosten eines Werkschutzauftrags
Werkschutz wird meist über Monate oder Jahre vergeben. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Ausschlaggebend sind die Zahl der Posten, die Abdeckung rund um die Uhr oder nur nachts, der Anteil an Sonn- und Feiertagsstunden und Zusatzaufgaben wie Ausweisverwaltung oder Ladungskontrolle.
Gerade in mittelständischen Werken lohnt der Vergleich: Eine besetzte Pforte von Schichtbeginn bis Schichtende, nachts und am Wochenende ersetzt durch Streifengänge, ist oft deutlich günstiger als ein durchgehender Posten. Nach der Begehung erhalten Sie beide Varianten mit Stunden je Posten.


