Industrie mit langer Geschichte
Dass in Ratingen produziert wird, hat Tradition. 1783 gründete Johann Gottfried Brügelmann an der Anger die Textilfabrik Cromford, die als erste Fabrik auf dem europäischen Festland gilt. 1883 entstand in der Stadt die Röhrenkesselfabrik der Brüder Dürr, aus der später Balcke-Dürr wurde, über Jahrzehnte einer der größten Arbeitgeber am Ort. 1903 kam eine Feuertonfabrik hinzu, die zur Keimzelle der Sanitärmarke Keramag wurde.
Heute ist das Bild gemischter. Viele frühere Werksflächen sind Bürostandorte geworden, doch es gibt weiterhin Betriebe, an deren Toren Waren, Fahrzeuge und Menschen kontrolliert werden müssen – vor allem im Nordwesten der Stadt und im Osten von Tiefenbroich.
Wo in Ratingen Werkschutz gefragt ist
Diese Standorte und Gebiete stehen beispielhaft für die Aufgaben im Stadtgebiet:
- Lintorf mit dem Rechenzentrum von Vodafone, bei dem Zutritt zu Technikflächen nur nach strenger Freigabe erlaubt ist
- Die deutsche Zentrale des Werkzeugherstellers Makita, die seit 2011 in Lintorf liegt
- Der Schalungs- und Gerüstbauer Hünnebeck, heute Harsco, ebenfalls ein Lintorfer Unternehmen
- Das Industriegebiet im Osten von Tiefenbroich mit Betrieben der Metallverarbeitung
- Büro- und Industriegebäude im Norden und Osten von Ratingen West, östlich des Flughafens
Hinzu kommen Unternehmen im Umfeld des Flughafens Düsseldorf, der nur wenige Kilometer westlich liegt. Wer dort Lagerflächen hat, kennt den Verkehr rund um die Uhr und die Anforderungen an kontrollierte Warenwege.
Was an der Pforte zu tun ist
Am Tor eines Betriebs laufen viele Fäden zusammen. Lkw melden sich mit Lieferschein an, Fahrer werden eingewiesen und zur richtigen Rampe geschickt, Abholungen werden gegen den Auftrag geprüft. Fremdfirmen, die während einer Revision im Werk arbeiten, erhalten Ausweise und werden mit der Freigabeliste abgeglichen. Besucher melden sich an, werden abgeholt und am Ende wieder ausgetragen. All das halten unsere Kräfte in Ihrem Pfortenbuch oder Ihrem System fest, damit Sie später nachvollziehen können, wer wann auf dem Gelände war.
Bei Rechenzentren und ähnlich sensiblen Flächen kommen strengere Regeln hinzu: Begleitung jedes Besuchers, Prüfung von Lichtbildausweisen, Abgleich mit angemeldeten Wartungsterminen. Diese Vorgaben übernehmen wir aus Ihrem Sicherheitskonzept und weisen jede Kraft vor Ort ein.
Nachts und am Wochenende
Wenn die Produktion ruht, verschiebt sich die Aufgabe nach außen. Unsere Kräfte gehen den Zaun ab, prüfen Ladetore, Container und Freilager, schauen nach Licht, das brennen sollte, und nach Türen, die offen stehen. Läuft eine Störmeldung auf, etwa von einer Kühlanlage oder einer Brandmeldezentrale, informieren sie nach Ihrem Alarmplan die zuständige Stelle und warten am Tor auf Feuerwehr oder Techniker.
Die Autobahnnähe ist dabei Vor- und Nachteil zugleich. Die A 52 mit der Anschlussstelle Tiefenbroich und die A 3 mit dem Kreuz Breitscheid bringen Lieferungen schnell ins Werk, aber auch Fremde, die sich nach einer Gelegenheit umsehen. Gut sichtbare Rundgänge zu wechselnden Zeiten schrecken ab.
So organisieren wir den Einsatz
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Standorte in Berlin und Bremen, aber kein Büro in Nordrhein-Westfalen. Werkschutz in Ratingen ist für uns deshalb ein Vorhaben, das wir einzeln prüfen: Wie viele Posten, welche Schichtfolge, wie lange läuft der Auftrag, und wie sichern wir Urlaub und Krankheit ab? Wir sagen nur zu, wenn diese Fragen beantwortet sind, und benennen Ihnen einen festen Ansprechpartner.
Das Personal hat mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO; für Pforten mit Verantwortung für Zutritt und Kontrolle setzen wir bevorzugt Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und unter +49 4321 78 33 590 jederzeit zu erreichen. Grundlagen zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Übersicht für das Land unter Werkschutz in Nordrhein-Westfalen. Zur Stadt selbst: Sicherheitsdienst Ratingen, zum Nachbarn im Norden: Duisburg.
Kosten bei dauerhaftem Werkschutz
Für Werkschutz gilt als Richtwert eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Weil Pforten meist über Monate oder Jahre besetzt werden, lohnt sich eine genaue Planung am Anfang: Wie viele Stunden fallen tatsächlich an, welche Zeiten brauchen zwei Kräfte, wo genügt eine? Ein Dauerauftrag mit festem Dienstplan lässt sich anders kalkulieren als kurzfristige Einsätze zu Revisionen.
Zuschläge für Nacht, Sonntag und Feiertag machen bei Drei-Schicht-Betrieben einen spürbaren Teil aus. Wir weisen sie im Angebot getrennt aus, damit Sie erkennen, was eine Änderung der Schichtzeiten bewirkt.


