Eine Industriestadt mit zwei Standbeinen
Die Stadt selbst beschreibt ihre Wirtschaft als Mischung aus Metallbearbeitung, Lebensmittel- und Feinkostherstellung, Spezialglas und erneuerbaren Energien. Für den Werkschutz heißt das: In Zerbst gibt es keinen einzelnen Großbetrieb, der alles prägt, sondern mehrere mittelgroße Werke mit ganz unterschiedlichen Anforderungen. Ein Maschinenbauer schützt Konstruktion, Montagehallen und fertige Anlagen, ein Fleisch- oder Feinkostbetrieb dagegen Hygienezonen, Kühlräume und einen engen Takt an der Rampe.
Mit rund 20.800 Einwohnern auf über 468 Quadratkilometern ist Zerbst zugleich eine sehr weitläufige Stadt. Die Werke liegen deshalb verteilt: am nordwestlichen Stadtrand, im Süden an der Bundesstraße und auf älteren Gewerbeflächen innerhalb der Stadt.
Wo in Zerbst produziert wird
Für die Planung zählt, was hinter dem jeweiligen Werkstor steht. In Zerbst sind das unter anderem:
- EMAG Zerbst Maschinenfabrik an der Norbert-Heßbrüggen-Straße: Verzahnungsmaschinen, Laserschweißmaschinen und Automationslösungen, ein Unternehmen der EMAG-Gruppe
- KmB Technologie in derselben Straße: rationelle Fertigung für die Automobilzulieferung
- Schraubenwerk Zerbst im Gewerbegebiet Altbuchsland: große Schrauben und Verbindungselemente für Windanlagen, Krane, Stahlbau und Gleistechnik
- Allfein Feinkost im Gewerbegebiet III Am Feuerberg: Geflügel-Feinkost mit eigenem Kühlhaus
- Anhalter Fleischwaren mit rund 300 Beschäftigten und die Zerbster Spezialitäten und Wurstwaren an der Käsperstraße
- Gewerbegebiet Nordfrost im äußersten Südosten: Kühl- und Lagerhäuser
- eine Großwäscherei der Elis-Gruppe und der Fahrradvertrieb von Derby Cycle
Die Werte, um die es geht, sind sehr verschieden. Eine Verzahnungsmaschine ist ein Einzelstück, das über Wochen montiert wird. Großschrauben gehen palettenweise an Windkraft- und Kranhersteller. In der Lebensmittelproduktion wiegt ein Ausfall der Kühlung schwerer als jeder Diebstahl. Der Werkschutz muss für jeden dieser Fälle eigene Kontrollpunkte haben.
Am Tor: Fahrer, Monteure und Besucher
Die meiste Arbeit im Werkschutz fällt am Tor an. Speditionen holen Schrauben, Maschinen und Kühlware ab, Servicetechniker und Montagefirmen kommen für Umbauten, Kunden reisen zur Maschinenabnahme an. Wir melden jede Person und jedes Fahrzeug nach Ihrer Vorgabe an, prüfen Auftrag und Lieferpapiere, weisen Fahrer zur richtigen Rampe ein und geben Besucherausweise aus.
In Lebensmittelbetrieben kommen Hygieneregeln dazu: Wer welchen Bereich mit welcher Kleidung betreten darf, steht in Ihrer Werksordnung und gilt für unser Personal genauso. Im Maschinenbau ist dagegen oft entscheidend, dass Besucher Konstruktions- und Prüfbereiche nur in Begleitung sehen. Beides legen wir vor dem ersten Dienst in einer Dienstanweisung fest, die Sie freigeben.
Wenn die Belegschaft geht
Außerhalb der Schichten gehen unsere Kräfte über Hallen, Freilager, Werkzeugausgaben und Zaunlinien. Bei Kühlhäusern und Kälteanlagen nehmen wir die Störmeldungen in den Rundgang auf und rufen die Bereitschaft Ihres Hauses an, wenn eine Temperatur abweicht. In Metallbetrieben achten wir auf offene Tore, laufende Anlagen und Wärmequellen nach Schweißarbeiten.
Die Kontrollpunkte und Zeiten stimmen wir bei einer gemeinsamen Begehung ab. Jeder Rundgang wird mit Uhrzeit im Bericht festgehalten, Auffälligkeiten gehen am selben Morgen an Ihre benannte Stelle.
Vorhabenbezogen aus dem Norden geplant
Sachsen-Anhalt liegt außerhalb unserer Kernregion. Ein Büro in Zerbst oder im Land haben wir nicht. Werkschutz übernehmen wir hier vorhabenbezogen: nach einem Gespräch über Posten, Schichten und Laufzeit, einer Begehung und einer Prüfung, ob Besetzung und Vertretung über die gesamte Dauer gesichert sind. Erst dann sagen wir zu. Sie haben einen festen Ansprechpartner, der Dienstplan und Einweisung verantwortet.
Am Tor setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, für Rundgänge mindestens mit Unterrichtung. Grundsätzliches zur Leistung finden Sie unter Werkschutz, die Lage im Land unter Werkschutz in Sachsen-Anhalt. Allgemeines zur Stadt steht unter Sicherheitsdienst Zerbst/Anhalt, Betriebe im Nachbarort lesen weiter unter Dessau-Roßlau.
Was Werkschutz in Zerbst kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Für ein Werk in Zerbst entscheiden vor allem drei Dinge, wo der Preis liegt: ob das Tor rund um die Uhr oder nur außerhalb der Schichten besetzt ist, wie viele Posten gleichzeitig nötig sind und welche Qualifikation die Aufgabe verlangt. Hygieneschulungen für Lebensmittelbereiche oder Begleitungen bei Maschinenabnahmen sind zusätzliche Aufgaben, die wir offen ausweisen. Ein Dauerauftrag mit festen Schichten lässt sich günstiger planen als einzelne Wochenenden.


