Vom Flughafen zum Stadtquartier
Am 8. November 2020 hob in Tegel das letzte Linienflugzeug ab, im Mai 2021 wurde der Flughafen entwidmet. Seitdem wird das Gelände für eine neue Nutzung vorbereitet. Westlich des Kurt-Schumacher-Platzes ist auf 48 Hektar das Schumacher Quartier geplant, mit mehr als 5.000 Wohnungen für über 10.000 Menschen. Daneben sind 211 Hektar für die Urban Tech Republic vorgesehen, einen Standort für Forschung und Industrie.
Die Planungsgesellschaft rechnete 2025 damit, dass die ersten Wohnanlagen 2028 fertig werden und das Quartier Mitte der 2030er Jahre vollständig bebaut ist. Wer hier baut, steht also nicht allein auf weiter Fläche, sondern neben anderen Bauherren, Räumtrupps und Straßenbauern. Für die Baustellenbewachung heißt das: klare Grenzen zwischen den Baufeldern und abgestimmte Zufahrten.
Aktuelle und geplante Baustellen im Ortsteil
Diese Vorhaben sind öffentlich bekannt und zeigen, wo in Tegel in den nächsten Jahren gebaut wird:
- Schumacher Quartier, Baufelder 12 und 28 – die Degewo plant dort rund 320 Wohnungen mit Baubeginn ab August 2026
- Schumacher Quartier, Blöcke 29 und 30 – Baustart der Gesobau für Anfang 2027 vorgesehen, Bezug Mitte 2029
- Terminal A – Umbau für die Berliner Hochschule für Technik im ersten Bauabschnitt
- Feuerwehrakademie auf dem Gelände der früheren Flughafenfeuerwehr und der Hangars
- Kampfmittelräumung auf dem Areal, nach Planung bis 2026
- A 111 im Ortsteil – Grundsanierung mit Tunneln und Brücken in Vorbereitung
Was auf diesen Flächen besonders ist
Auf dem Flughafengelände wurden bis Mai 2023 rund 40 Tonnen Munition und 60 Tonnen Munitionsschrott geborgen, die Hälfte der Fläche war damit geräumt. Solange auf Nachbarfeldern noch gesucht wird, gibt es Sperrbereiche, die niemand betreten darf. Unsere Kräfte kennen diese Grenzen aus der Einweisung und achten darauf, dass auch Lieferfahrer und Besucher sie nicht überschreiten.
Das Schumacher Quartier soll in Holz-Hybridbauweise entstehen. Holzbauteile werden oft vorgefertigt geliefert und lagern einige Tage auf der Fläche, bevor sie montiert werden. Sie sind teuer, empfindlich gegen Nässe und Beschädigung und sollen nicht über Nacht verschwinden oder angezündet werden. Kabeltrommeln, Werkzeugcontainer und Baumaschinen kommen hinzu. Auf einem Gelände, das so weit ist wie ein früherer Flughafen, fällt ein geöffnetes Zaunfeld lange niemandem auf, wenn keiner regelmäßig hinsieht.
Bewachung, Streife und Zugang
Für eine große Baustelle mit wertvollem Material ist eine feste Wache in der Nacht und am Wochenende üblich. Sie besetzt die Einfahrt, geht den Bauzaun ab, kontrolliert Container und Maschinen und spricht Personen an, die keinen Grund haben, auf dem Gelände zu sein. Bei kleineren Baustellen, etwa einer Sanierung in Alt-Tegel oder am Tegeler Hafen, reicht oft eine Streife, die mehrmals pro Nacht zu wechselnden Zeiten vorbeikommt.
Tagsüber übernehmen wir auf Wunsch die Zugangskontrolle am Tor: Wir prüfen, ob Nachunternehmer angemeldet sind, notieren Fahrzeuge und halten die Zufahrt für Lieferungen und Rettungsfahrzeuge frei. Am Abend übergeben wir an die Nachtwache oder schließen die Baustelle ab. Jede Schicht endet mit einem Bericht, Schäden und Auffälligkeiten melden wir der Bauleitung mit Foto.
Ist Ihre Baustelle mit einer Videoanlage ausgestattet, die bei der Leitstelle eines Errichters aufgeschaltet ist, legen wir fest, wann wir nach einem Alarm hinfahren.
Planung und Qualifikation
Wir planen Ihre Baustelle aus unserer Berliner Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in 13407 Berlin, im selben Bezirk wie Tegel. Ein eigenes Büro im Ortsteil haben wir nicht. Für jede Baustelle stellen wir eine Stammbesetzung zusammen und weisen Vertretungen vor Ort ein, damit sie Baufelder, Sperrzonen und Ansprechpartner kennen. Ändert sich die Zufahrt, wird die Dienstanweisung angepasst.
Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Was auf Baustellen im übrigen Stadtgebiet anfällt, steht unter Baustellenbewachung Berlin.
Womit Sie rechnen können
Der Richtwert für Baustellenbewachung liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Sie innerhalb dieser Spanne landen, hängt vor allem davon ab, ob nachts eine feste Wache oder eine Streife eingesetzt wird und wie viele Wochenend- und Feiertagsstunden die Bauzeit enthält. Weihnachten und Jahreswechsel, wenn auf vielen Baustellen tagelang niemand ist, fallen dabei besonders ins Gewicht.
Weil Baustellen sich verändern, passen wir den Umfang mit dem Baufortschritt an: in der Rohbauphase mit viel offenem Material eher mehr, im Innenausbau mit verschlossenen Gebäuden eher weniger. Einen Überblick über alle Leistungen im Ortsteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Berlin-Tegel.


