Warum Tegel ein Ort für Brandwachen ist
Im Ortsteil steht eine ungewöhnlich große Zahl geschützter Gebäude. Viele davon haben hölzerne Dachstühle, Decken aus Holzbalken oder Hohlräume, in denen sich Glut unbemerkt halten kann. Gleichzeitig wird in Tegel viel umgebaut: Werkshallen werden neu genutzt, Terminalgebäude für eine Hochschule hergerichtet und alte Speicher saniert. Bei solchen Arbeiten fallen Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen und Löten an.
Eine Brandwache sorgt dafür, dass Funken oder heiße Teile keinen Brand auslösen, der erst Stunden später bemerkt wird. Sie steht während der Arbeiten neben der Arbeitsstelle und kontrolliert danach, ob sich irgendwo etwas entzündet hat.
Gebäude im Ortsteil mit erhöhtem Brandrisiko
Die folgenden Bauten sind aus öffentlichen Quellen bekannt. Sie zeigen, mit welcher Art von Gebäuden in Tegel zu rechnen ist:
- Justizvollzugsanstalt Tegel – bezogen 1898, Baudenkmal, mit der neugotischen Gefängniskirche aus den Jahren 1896 bis 1898
- Humboldtmühle – Mühlengebäude von 1912/1913, Speicherbrand 1937, heute Fachklinik, Gesamtanlage unter Denkmalschutz
- Schloss Tegel – 1820 bis 1824 von Schinkel umgebaut, bewohnt und mit Museum
- Villa Borsig auf Reiherwerder – 1911 bis 1913 erbaut, Baudenkmal, heute Akademie und Gästehaus
- Borsigwerke mit Borsigturm und Kanonenhalle – denkmalgeschützte Werksanlage
- Ehemaliger Flughafen – seit 2019 als Gesamtanlage geschützt, Terminal A im Umbau
Bewohnte und betriebene Gebäude
Anders als auf einer leeren Baustelle laufen in vielen dieser Häuser Betrieb und Alltag weiter. In der Humboldtmühle werden Patienten nach Schlaganfällen und Operationen behandelt, in der Justizvollzugsanstalt leben mehrere hundert Gefangene, und die Villa Borsig dient als Gästehaus des Auswärtigen Amts. Wer dort mit offener Flamme arbeitet, muss neben dem Brandschutz auch Lärm, Fluchtwege und Zutrittsregeln beachten.
Unsere Kräfte stimmen sich deshalb vor Beginn mit der Hausleitung ab: Welche Türen dürfen offen stehen, welche Rauchmelder werden für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet und von wem, welche Bereiche sind für Fremde gesperrt. In geschlossenen Einrichtungen gelten zusätzliche Regeln für Werkzeug und Begleitung, die wir in die Dienstanweisung übernehmen.
So läuft die Brandwache ab
Vor Beginn sehen wir uns die Arbeitsstelle an, prüfen, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, und lassen uns die Löschmittel vor Ort zeigen. Während der Heißarbeit bleibt die Brandwache an der Stelle, beobachtet Funkenflug auch in angrenzende Räume und Etagen und greift ein, wenn sich etwas entzündet. Schweißerlaubnis und Auflagen des Betreibers halten wir dabei ein.
Nach dem Ende der Arbeiten beginnt die Nachkontrolle. Gerade in alten Gebäuden mit Hohlräumen hinter Verkleidungen oder unter Dielen kann sich ein Glimmbrand langsam ausbreiten. Wir gehen den Bereich und die Nachbarräume deshalb wiederholt ab, fühlen Bauteile mit der Hand und prüfen sie mit einer Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen. Im Brandfall alarmieren wir sofort die Feuerwehr und unternehmen erste Löschversuche, soweit das gefahrlos möglich ist.
Jede Brandwache wird mit Beginn, Ende, Nachkontrollen und Feststellungen im Bericht festgehalten.
Planung und Qualifikation
Geplant wird aus unserer Zweigniederlassung an der Aroser Allee 81 in 13407 Berlin, die im Bezirk Reinickendorf liegt; ein eigenes Büro in Tegel haben wir nicht. Ziehen sich Arbeiten über mehrere Wochen, setzen wir möglichst dieselben Kräfte ein, damit sie das Gebäude und seine Besonderheiten kennen. Vor dem ersten Einsatz werden sie vor Ort in Löschmittel, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen.
Alle Kräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder haben die Sachkundeprüfung abgelegt. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Was für Brandwachen im übrigen Stadtgebiet gilt, steht unter Brandwache Berlin.
Kosten einer Brandwache in Tegel
Für eine Brandwache gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Kurze Einsätze während der Tagesarbeitszeit bewegen sich eher am unteren Ende. Werden Heißarbeiten in einer Klinik oder Einrichtung in die Nacht oder auf das Wochenende gelegt, damit der Betrieb weniger gestört wird, steigt der Anteil teurerer Stunden.
Die Nachkontrolle nach Arbeitsende rechnen wir mit ein, denn sie gehört zur Brandwache dazu. Im Angebot stehen Arbeitszeit, Nachkontrolle und Zuschläge getrennt. Alle Leistungen im Ortsteil finden Sie unter Sicherheitsdienst Berlin-Tegel.


